Upcycling einer Hose -Teil 1

Als ich vor ein paar Monaten meinen Kleiderschrank durchforstete, fand ich 2 Hosen, die ich schon lange nicht mehr getragen hatte, weil sie mir viel zu groß geworden waren. Dennoch wollte ich mich nicht von ihnen trennen, weil mir der Stoff gut gefiel. Ich überlegte lange, ob ich sie enger machen könnte, aber der Schnitt stellte mich jedesmal vor Probleme. Hinten waren 2 Taschen, die durch das Abnähen der hinteren Naht so weit zusammengerück wären, dass es quasi 1 große Tasche geworden wäre. An den Seiten waren die Eingriffstaschen, die auch verschwunden wären. So lagen sie lange herum. Durch mein Interesse an Kleidungsupcycling, bekam ich schließlich einen erweiterten Blick. Wenn man aus einem Herrenhemd Shorts (Herrenhemd zu Shorts ) machen kann, muss es doch auch andersrum funktionieren.

Zuerst trennt ich die Innenbeinnähte auf und dann die Nähte im Schritt, vorne bis zum Reissverschluss und hinten bis kurz vor das Bündchen. Ist die Hose erstmal soweit aufgetrennt, kann man damit wunderbar herumexperimentieren. 
Bei dem heutigen Projekt entschied ich mich für einen relativ einfachen Rock. 

Er war recht schnell genäht, dabei verschwanden die vorderen Eingriffstaschen und sah an sich erstmal ganz gut, aber für meinen Geschmack zu einfach aus. 
Vor mir lag der Rest der Hosenbeine und irgendwie hatte ich plötzlich die Idee, sie noch irgendwie in den Rock einzuarbeiten. Zudem fehlten mir jetzt Taschen. Ich bin ein absoluter Taschenfreak bei Kleidungsstücken. Zwar gibt es in meinem Kleiderschrank auch Stücke ohne Taschen, aber das stellt mich jedesmal vor manche Probleme. Bei Kleidern kann ich damit irgendwie leben, aber bei Röcken und Hosen nur schwer. 
Da dieser Beitrag auch vom Fehlerteufel betroffen war, kann ich gar nicht mehr genau beschreiben, wie ich auf die Variante mit den Taschen kam. Vor ein paar Tagen fand ich sogar eine kleine Skizze dazu zwischen anderen Papieren. Dennoch kann ich nicht mehr sagen, wie ich auf diese Idee kam – sie war plötzlich einfach da. 
Die Hosenbeine nähte ich also einerseits in die Seitennähte und gerafft in die vordere Mitte kurz unter den Reissverschluß. Unten steppte ich sie fest und oben ließ ich einen Eingriff. Somit wurde der eher solala Rock mehr zu einem besonderen Stück. Die Hose wurde vor dem Schreddern gerettet und geschäftsmäßig gesprochen haben wir hier eine klassische Win-Win-Situation. 
Diese Hose war zwar nicht die Ausgangsbasis, aber sie ist ihr sehr ähnlich. 

Die hinteren Hosentaschen wurden auch wieder angenäht, nachdem ich sie vorher entfernt hatte.

Wer noch Kleidung zu Hause hat, von der er sich nicht trennen will, dem empfehle ich, einfach mal einige Nähte aufzutrennen und herumzuexperimentieren. Drehen, wenden, umdrehen – es steckt oft viel mehr drin, als man glaubt. 
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4 Kommentare zu „Upcycling einer Hose -Teil 1

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