Geduld – Der Trench Roberta

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Wenn man meine Mutter fragt, würde sie behaupten, ich sei ein sehr geduldiger Mensch. Das stimmt nur zum Teil. Es gibt Bereiche, in denen ich fürchterlich ungeduldig sein kann. Klingelt beispielsweise der Paketmann an meiner Tür, habe ich das Paket bereits aufgerissen, noch bevor er wieder in seinem Auto sitzt. Regelmässig strapaziert wird diese Eigenschaft, wenn mein Partner ein Paket bekommt. Er kann es ohne Probleme mehrere Tage, manchmal sogar Wochen liegen lassen, während ich – obwohl das Paket nicht für mich ist – ungeduldig mit den Hufen scharre.

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Auch beim Nähen kann diese ungeduldige Seite von mir auftreten, weshalb ich manchmal diese „schnellen Projekte“ wie T-Shirts oder auch Leggings bzw. Gummibundhosen liebe. Gerade wenn man einen Schnitt häufiger näht, hat man eine gewisse Routine und es geht sowieso schneller. Aber manchmal packt mich dann doch der Ehrgeiz. Sei es, weil ich gern etwas Neues probieren möchte oder weil ich gerade dieses Kleidungsstück gern hätte.

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Der Trench Roberta war eher das Erstere. Bei aller Liebe zu schnellen Erfolgserlebnissen und/ trotz Ungeduld, brauche ich vielleicht mehr als jeder andere Abwechslung und wohl dosierte Herausforderungen.
Ein Trenchcoat war nicht auf meiner Liste „will ich/brauch ich“. In einem Geschäft hätte ich ihn nicht mal angesehen. Ich liebe Mäntel im Winter, aber ein Trenchcoat … ich hatte in jüngeren Jahren schon mal einen gekauft, weil man sowas ja eben im Kleiderschrank braucht, aber oft getragen habe ich ihn nie.

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Warum jetzt also ein Trench?

Der Wintermantel Roberta von Schnittmuster Berlin hatte mich schon sehr interessiert, aber im Winter kam ich irgendwie nicht mehr dazu und im März noch einen Wintermantel nähen, lohnte sich für mich nicht. Als dann aber das Add-on für den Trench dazu kam, hatte es mich auf wundersame Weise gepackt. Das Foto von dem Mantel aus dem knallroten Memory sprach mich unmittelbar an.
Der viel gelobte Stoff Memory von Pepelinchen hatte bis dahin auch nicht meine ungeteilte Aufmerksamkeit erlangt, aber wenn ich immer und immer wieder von etwas höre und es sehe, kommt die Partnerin, quasi die angetraute Hälfte meiner Ungeduld, hinzu. Ihr Name ist Neugier. Meine Neugier war schon immer stark ausgeprägt und viele kennen sicherlich zumindest aus ihrer Kindheit den Satz, „sei nicht so neugierig!“. Neugier ist darum oft negativ besetzt, hat aber durchaus viele gute Seiten. Die Gier nach Neuem eröffnet einem neue Welten. Und so stand das Tor namens Trenchcoat aus Memorystoff weit offen und lud mich ein, hindurchzuschreiten.

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2 Nachmittage verbrachte ich auf dem Fussboden mit vielen Metern von Papier und pauste erst den Schnitt Roberta ab und danach das Add-on für den Trench. Dabei war ich so vorausschauend, dass ich alles für den Wintermantel inklusive Futter gleich mitmachte. Nach den 2 Nachmittagen abpausen brauchte ich erstmal Abstand.

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Reicht der Stoff?

Eine wichtige Frage war für mich, ob ich überhaupt genug Stoff hatte. Laut Schnittmuster sollte die angegebene Menge reichen, die ich genau nach Vorgabe bestellt hatte. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Ich kaufe gern großzügiger ein. Statt 1,5 M fühle ich mich mit 2 M wohler. Für meine Größe wurde 1,90 empfohlen, wußte jetzt aber nicht, ob das nur für das Add-On gilt. Ich vertraute den Angaben und bestellte 2 Meter. Leben am Limit für meine Komfortzone. Ich nehme es vorweg: Der Stoff reichte!

Es erfolgte der Zuschnitt und dann eine weitere Hürde für mich beim Nähen: Einlage zuschneiden und aufbügeln. Oh Gott, wie ich das hasse!!! Es steht ungefähr auf gleicher Stufe mit Futter zuschneiden, aber das benötigt dieser Mantel nicht. Danach brauchte ich dringend Abstand zum Trench.

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Was Schnelles für Zwischendurch

In der Erholungsphase starrte mich ständig ein Stoff an, der seit einigen Wochen zu meinem Hausstand gehörte. Ich glaube, ich hatte eine ziemlich gute Vorstellung, was ich daraus nähen wollte. Möglicherweise aber auch gar keine Vorstellung. Was auch immer war, ich wußte am Ende nicht, was ich daraus machen wollte. Aber er war einfach schön. Die Erholung brachte etwas Freiraum in meinen einlagegeplagten Kopf und von Jetzt auf Gleich schneiderte ich „mal schnell“ einen Cardigan Jone von Prülla. Ich denke, dass ich den Schnitt nicht wirklich im Kopf hatte, als ich den Stoff kaufte, denn es fehlten ein paar wichtige Zentimeter am oberen Ärmel. Ich tetriste ein wenig herum, vorschob von hier nach da und entschied schließlich, dass das mit dem Faden- wie auch dem Musterlauf völlig überbewertet wird. Sollen doch die EEs am Ende andersrum sitzen – soll so sein! Interessanterweise saßen sie am Ende genau richtig. Ich bin sicher, mein Unterbewußtsein hat hier unterbewußt einfach das Ruder übernommen.

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Jetzt aber!

Draußen waren ca. 25 Grad und praller Sonnenschein. Die ersten Klagen über Trockenheit kamen und ich setzte mich mit meinen 3774 Schnitteilen an die Nähmaschine. Mein sorgfältiger Zuschnitt sowie ein Onlinekurs bei Bluprint machten sich bezahlt. Bluprint ist das ehemalige Craftsy und hatte während des Coronalockdowns seine Kurs umsonst angeboten. Davon hatte ich kurz vor Schluß munter gebraucht gemacht und konnte jetzt endlich einen Teil meines theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen. Tatsächlich habe ich, bis auf die aufgesetzten Taschen und beim Annähen des Kragens keinerlei Stecknadeln oder Klammern verwendet und es lief hervorragend.

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Erste Anprobe

Eine Frag stand für mich noch offen: Hatte ich die richtige Größe gewählt? Ich war mit meinen Maßen ein Grenzfall, entschied mich aber für die kleinere Größe. Wie blöd wäre es jetzt wenn nach all der Vorbereitung das Ding zu klein wäre. Ihr kennt sicher die Spannung, wenn man etwas zum ersten Mal anprobiert. So stand ich nun mit der Rohversion des Trenchs vor dem Spiegel und bemerkte mit größter Erleichterung, dass nix zwickte oder einengte. Fröhlich hüpfte ich die Treppe runter und zeigte es meinem Partner, der die Zustimmung in Person war. Während ich so dastand und das Tragegefühl genoß, fragte ich mich erstmals, wo jetzt eigentlich diese ganzen Teile und die viele Arbeit war. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass man es dem Mantel nicht ansah.

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Das Finetuning

Mäntel und Jacken haben es in sich. Die Hauptteile sind schnell zusammengenäht, aber die Teile, die den Rohling zu einem Hingucker machen, sind nicht nur aufwendig, sie bieten auch viel Raum für Fehler.

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Was ich bei der ersten Anprobe tatsächlich ein wenig aus dem Sinn verloren hatte, waren die vielen doppelt abgesteppten Ziernähte. Die schlucken tatsächlich eine Menge Zeit. Allein bei den aufgesetzten Taschen mit Patten, steppt man sich ins Nirwana. Aber es sind genau diese Feinheiten, die dem Mantel einen besonderen Look geben.

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Einzig der Kragen stellte mir ein kleines Bein und ich musste ihn nochmal auf halber Strecke abtrennen. Gleichzeitig offenbarte sich mir mal wieder, was Nähen eigentlich für eine Kunst ist. Kragen plus Kragensteg sollten auf der einen Seite an den Mantel und auf der anderen Seite an den inneren Beleg genäht werden. Hier setzte ich Stecknadeln ein und merkte nach gut 1/4 der Nähstrecke, das der Kragen am Beleg niemals passen würde. Da war viel zu viel Stoff übrig. Weil es schon spät war, legte ich alles beiseite und schlief eine Nacht drüber. Am nächsten morgen trennte ich die Naht wieder auf, las nochmal genau die bebilderte Anleitung auf dem Blog von Schnittmuster Berlin und begann von vorne. Ich veränderte absolut nichts an den Schnittteilen, brachte sie diesmal nur von der MItte zur jeweiligen Seite unter sorgfältiger Berücksichtigung der Rundungen an und siehe da: der einstige Stoffüberschuß war verschwunden. Dem Überschreiten der Ziellinie stand nichts mehr im Weg und ich wurde Siegerin über meine Ungeduld.

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Die einzige klitzekleine Hürde war es jetzt noch, während des Lockdowns passende Knöpfe zu finden. Oft bin ich bei Knöpfen wirklich nicht zimperlich. Die Frage, ob jetzt dieser oder jener Knopf passt, stellt sich mir nicht oft. Ich habe hier einen großen Beutel mit ca. 100 dunklen Blusenknöpfen und einen etwas kleineren mit hellen Knöpfen. Je nach Stoff werden sie angenäht. Bei Jacken und Mänteln hingegen sind Knöpfe ein zentrales Element für mich. Ich hätte sehr gern den Mantel in ein Geschäft mitgenommen, um dort Knöpfe auszusuchen, aber mir blieb nur das Internet. Wer jetzt meint, ich hätte bis zur Öffnung der Geschäfte warten können, den verweise ich gern nochmal auf den Anfang dieses ellenlangen Textes hin, wo es um meine Ungeduld geht.

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Gut 2 Tage verbrachte ich immer wieder mal im Internet und suchte nach passenden Knöpfen, bis ich schließlich welche fand. Ich bestellte 2 in Frage kommende und muss gestehen, dass die anderen, die ich jetzt nicht angenäht habe, vielleicht noch besser ausgesehen hätten, nur wurde mir leider der falsche Knopf zugesendet.

Mein Fazit

Ich bin sehr, sehr, sehr glücklich mit meinem neuen Trenchcoat. Meine Geduld und Ausdauer haben sich definitiv gelohnt, was bei mir jetzt im Gehirn unter „positiver Erfahrung“ abgespeichert ist. Für die Winterversion des Mantels Roberta werde ich mir auch wieder Zeit nehmen. Der ist aber tatsächlich erst im Herbst dran. Roberta Trench sitzt spitzenmäßig und der Memorystoff ist ideal dafür. Zudem läßt er sich wunderbar vernähen. Der leichte Knittereffekt gibt dem Trench einen schönen Look ohne „ungebügelt“ auszusehen. Verändert habe ich am Schnitt nichts, allerdings habe ich die Schulterriemen weggelassen, weil sie mir persönlich nicht so gut gefallen.

Die Raglanärmel haben einen erstaunlich guten Sitz und offenbaren die Kunst hinter diesem Schnittmuster.

Anfängern würde ich dieses Projekt nicht empfehlen. Man braucht schon ein wenig Erfahrung mit Mänteln, Jacken und Blusen, auch wenn die Anleitung im Blog von Schnittmuster Berlin sehr ausführlich ist.

Die Fakten

Schnitt

Stoff


Verlinkungen


46 Kommentare zu „Geduld – Der Trench Roberta

  1. Das Bezwingen der Ungeduld hat sich absolut gelohnt! Sieht toll aus und macht mir gute Laune beim Ansehen. Viel Spass beim Tragen wünscht Andrea

    1. Liebe Andrea,
      es freut mich riesig, dass Du dadurch gute Laune hast. Ich wünsche Dir, dass sie noch lange anhält.
      Sei lieb gegrüßt,
      Julia

  2. Der ist wirklich schön geworden. Das Nähen eines Mantels und dazu noch eines Trenches braucht in der Tat seine Zeit, aber das Ergebnis entschädigt letztendlich. Viel Spaß damit.

    LG Carola

    1. Es hat sich wirklich gelohnt, Carola und gedanklich habe ich auch mittlerweile das Gefühl, dass der Wintermantel am Ende viel schneller fertig wird. Aber darüber berichte ich im Herbst bestimmt .
      Liebe Grüße,
      Julua

  3. Liebe Julia,
    dein Mantel ist der Hammer. Es hat sich definitiv gelohnt, etwas geduldiger zu sein. Viel Spaß mit dem neuen Tel.
    Ich lese gerne deine Texte. Die zaubern mir immer ein Schmunzeln ins Gesicht.
    Liebe Grüße Jana

  4. Der Trenchcoat ist so hübsch geworden 😱 Bei so vielen Details, kann ich mir vorstellen wie viele Teile das gewesen sein müssen. Aber die ganze Mühe hat sich doch sehr gelohnt. Ohne deine zweite Auswahl zu kennen, finde ich die Wahl der Knöpfe sehr gelungen. Bei der Ungeduld mit den Päckchen musste ich innerlich schmunzeln. Ich werde auch immer ganz fuchsig, wenn ein Päckchen hier liegt, das ich (noch) nicht aufmachen darf 🙂
    Liebe Grüße,
    Sarah

    1. Liebe Sarah,
      das mit den Päckchen ist wirklich so eine Sache. Ich habe sogar schon bei Freundinnen zu Hause rumgenörgelt, weil da ungeöffnete Pakete standen.
      Die Mühe mit dem Trench hat sich wirklich gelohnt und ich merke schon, wie die Anzahl der Teile geistig gerade schrumpft, um später im Jahr den Wintermantel angehen zu können.
      Die anderen Knöpfe waren schlicht aus Altmessing. Mal schauen… wenn mir danach ist, kann ich sie ja immer noch zur Abwechslung anbringen.

      Ganz liebe Grüße,
      Julia

  5. Nach dem Lesen deines Textes habe ich viel bessere Laune, vielen lieben Dank für diesen tollen Text. Das mit dem Päckchen kenne ich auch nur zu gut. Der Gatte kann so etwas auch länger liegen lassen …
    Ja, und dein Trench, der ist wirklich super geworden. Da hat sich doch Geduld einmal ausgezahlt. Und in Gelb, hach, klasse!
    Liebe Grüße Elisabeth

    1. Liebe Elisabeth,
      Du hast mir gerade ein sehr glückliches Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das meine Worte gute Laune verbreiten freut mich riesig, vielen Dank!
      Das Maximum eines unausgepackten Pakets meines Partners lag bei ca. 6 Monaten. Es war ein Notebook seines Arbeitgebers. Selbst ich hatte nach ca. 4 Monaten das Interesse verloren 🤣

      Ganz herzliche Grüße,
      Julia

    1. Ganz herzlichen Dank Dir. Ursprünglich sollte es ein Rot werfen, aber ich bin sehr glücklich mit der Farbe 😍
      Sei lieb gegrüßt,
      Julia

  6. E toller Trench – die Farbe ist großartig und sonnig und kein wenig bieder, wie es blasse Trenchcoats manchmal schnell werden. Da kannst Du Dir völlig zu Recht feste auf die Schulter klopfen und den Trench wirst Du sicher auch viel öfter anziehen als den alten 🙂

    Herzliche Grüße, Anne

    1. Vielen Dank Anne ☺️ Ich freue mich riesig über die Reaktionen auf den Trench und kann Dir versichern, dass ich ihn wahrscheinlich schön öfter angehabt habe, als das olle Kaufstück (die Altkleidersammlung habe ihn selig).
      Ganz liebe Grüße,
      Julia

    1. Ganz lieben Dank und ja, es stimmt. Gerade jetzt, wo es hier etwas kühler ist, freue ich mich riesig über meinen Mantel.

      Liebe Grüße,
      Julia

    1. 😂😂😂 Das ist eine eine tolle Idee, aber ich habe mich entschieden, zumindest die Originalversion der Roberta spätestens im Herbst zu nähen. Im Moment werden die vielen Schnittteile zwar schon weniger, aber ich brauche noch etwas Zeit, bis sie sich gedanklich auf eine annehmbare Zahl reduziert haben.
      Ganz liebe Grüße,
      Julia

  7. Wow … ein wunderschöner Trench Coat, den würd ich auch gern tragen … toll!
    Deine Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt.

    Liebgruss Doreen

    1. Ganz lieben Dank, Doreen. Ich bin auch froh, dass ich relativ zügig durchgehalten habe.
      Sollte ich ihn im unwahrscheinlichen Fall nicht mehr wollen, melde ich mich 😜😉😘

    1. Ich kann ihn Dir nur empfehlen, Undie. Ich habe keinen Vergleich zu anderen Trenchschnitten, denke aber, dass er mit Erfahrung machbar ist. Und solltest Du Dich dazu entschliessen, stehe ich Dir gern bei Fragen zur Verfügung.
      Liebe Grüße,
      Julia

  8. Ein echter Hingucker! Ich mag Farbe! Und ich musste sehr über deine Beschreibung von dir selbst und deinem Umgang mit Dingen lachen . Ich hatte teilweise das Gefühl, du redest über mich. Ungeduld, Ergebnisse sehen wollen, Stoff horten, Dinge wollen, die man lange sieht, einfach machen, auch wenn es vielleicht anders gehört etc. Herrlich!!!

    1. Das freut mich richtig, dass Du Dich da wiedererkannt hast. Auch wenn man sich da auf dem ersten Blick selbstbim Weg steht, irgendwie kommt man da immer raus und oft noch besser, als man angenommen hatte.
      Liebe Grüße,
      Julia

    1. Liebe Susan,
      ganz herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Die Freude habe ich bereits beim tragen. Das geht soweit, dass ich nicht mehr so grummelig bin, wenn in der Wettervorhersage kühlere Temperaturen angekündigt werden, denn ich weiss, dass ich dann den Mantel tragen kann.😁

      Liebe Grüße,
      Julia

  9. Liebe Julia, das hat aber gedauert mit meinem Besuch bei dir. Ich war noch nie auf deinem Blog, warum eigentlich nicht? Dabei bin ich Dauergast zumindest bei Instagram.
    Juia, der Mantel ist mega, mega mega toll geworden. Du hast alles richtig gemacht, Schnittmuster, Stoff und Farbe. Ich bin sehr begeistert und schaue schon eine Weile nach dem Schnitt, vor allem mit der erfolgten Ergänzung zum Trench. Jetzt muss ich mir das Schnittmuster wirklich besorgen, denn ein Trench steht schon lange auf meiner Agenda.
    Dass ich deine Texte mag, habe ich zwar schon mehrfach auf Instagram zum Ausdruck gebracht, will es nun aber hier auch noch mal kund tun 🙂
    Mit Freue und schmunzelnd habe ich deinen Blogpost gelesen. Ganz liebe Grüße Birgit

    1. Das freut mich sehr, liebe Birgit 😍 Da bin ich jetzt mal gespannt, was Du Dir für einen Stoff für den Trench aussuchst. Schön das Dir mein Blog hier auch gefällt.
      Sei lieb gegrüßt und ein schönes Wochenende,

      Julia

  10. Schöne Geschichte 😉 Ein echt toller Mantel. Gut, dass du dich bei so vielen Dingen aus deiner Komfortzone raus bewegt hast 😉 Ich mag den total gern. MIt den vielen mega Details ein echter Hingucker.
    Schön, dass du bei sew la la wieder mitgemacht hast 🙂
    Grüssle Birgit

    1. Liebe Birgit,
      ganz lieben Dank für Deine Worte. Glücklicherweise bewege ich mich gern aus der Komfortzone, sonst käme ich nicht weiter und Stillstand ist auf Dauer, zumindest für mich, keine Option.
      Dir kann ich sagen, dass ich mich riesig freue, dass Du Sewlala weiterführst. Ich habe diese Linkparty mit den beiden Stiebnermädels immer sehr geliebt und wünsche Dir ganz viel Erfolg und gut gefüllte Parties. Ich werde sie möglichst auch immer wieder mal bei Instagram und auch im Blog bewerben.
      Liebe Grüße,
      Julia

  11. Sonniges Gelb ist wirklich deine Farbe! Ein ganz tolles Teil hast du dir da genäht, was dich sicher viele Tage erfreuen und stolz machen wird! Danke auch für den ausführlichen Bericht zum Entstehungsprozess… LG Sarah

    1. Liebe Sarah,
      ich freue mich sehr über Deine lieben Worte. Mit Gelb bin ich gerade bestens befreundet und wenn ich in meine Kindheit zurückblicke, war es da schon meine Lieblingsfarbe (wurde dann von Rot abgelöst).
      Schön, dass Dir auch mein Text gefallen hat.
      Ganz liebe Grüße,
      Julia

  12. Was für ein Nähkrimi 🙂 Klasse geschrieben und absolut nachvollziehbar.

    Dein Trench ist ein Hammerteil und die Farbe mega- ein absoluter Hingucker.

    Der Aufwand hat sich absolut gelohnt!!

    LG
    Sandra

    1. Herzlichen Dank, Sarah 😘
      Das Ergebnis spricht für sich und ich bin sehr glücklich, dass ich mich für Gelb statt ursprünglich Rot entschieden habe.
      Sei lieb gegrüßt,
      Julia

    1. Vielen lieben Dank, Ina. Die Farbe hat mich nachträglich, auch durch die Kommentare, aber im wesentlichen durch das Tragen begeistert. Das Bauchgefühl ist eben ein guter Einkaufsberater. Zumindest in diesem Fall 😆
      Liebe Grüße,
      Julia

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