Offener Brief an Selmin oder Wie ich das Fliegen lernte

Offener Brief an Selmin oder Wie ich das Fliegen lernte

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Liebe Selmin,

da konditionierst Du uns Teilnehmer 10 Monate lang auf festgelegte Farben und dann das! „Freie Wahl der Farbe im November“. Für alle, die bei dieser Challange nicht teilnehmen, noch mal zur Rekapitulation: Seit Januar gibt Selmin von Tweed and Greet jeden Monat eine Farbe bekannt, die man vernähen soll. 10 Monate hat man sich durch die Farbpalette gearbeitet, mal mit Leichtigkeit, mal mit großer Anstrengung. Ich erinnere mich da mit Vorliebe an die Farbe Gelb, die mich erstmals vor eine wahre Herausforderung stellte. Doch am Ende nähte ich den Rest des Sommers immer mehr gelb. Tatsächlich kann ich mit meinem Kleiderschrank locker mindestens einen Regenbogen nachbilden – und das als einst passionierte Schwarzträgerin für die Monate Oktober bis März. Ab April bis September vorwiegend Weiss oder Blau, vielleicht mal ein zartes Pink, aber dann war auch schon Schluss. In meinem Kleiderschrank sind jetzt zusätzlich die Farben grün, rot, lila, beige, gelb und orange eingezogen. Am Ersten jeden Monats habe ich 2017 auf die Bekanntgabe der neuen Farbe gewartet.

 

Für November und Dezember wurde die Spekulation über die angesagte Farbe immer eingegrenzter. Ich war gedanklich voll bei braun… Und was machst Du, liebe Selmin? Du stösst Deinen Farbnachwuchs aus dem Nest und rufst fröhlich hinterher  ‚Fliegt meine Küken, wählt was Ihr wollt‘! Nach 10 Monaten Farbvorschrift plötzlich Freiheit und keiner hat mir gesagt, wie das mit dem Fliegen geht. Ich stürzte damit quasi ins Bodenlose, wurde hektisch und aktivierte vor lauter Panik jede Faser meines Körpers (Vogeldeutsch für „ich durchsuchte Stoffgeschäfte im Internet) und entdeckte dabei, dass ich scheinbar Flügel habe, die den Aufprall auf dem Boden erstmal herauszögern würden… Ich begann wieder klarer zu denken… Mein Flügelschlag wurde regelmäßiger und ich stieg wieder auf ( Vogeldeutsch für „ich hatte einen Stoff gefunden“). Ich konnte fliegen!

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Wie der Himmel so das Motto…

Wie der Himmel so das Motto…

Wer jetzt meint, die Monatsfarbe für 12 Colours of Handmade Fashion wäre im Oktober blau, der wohnt in irgendeiner Gegend, wo das Wetter besser ist als hier. Wobei ich mich nicht beklagen will. Wir hatten noch recht warme Tage in diesem Monat. Schließlich werde ich nie den ersten 16. Oktober in Hessen vergessen. Damals wohnte ich im Taunus, in Usingen, ging morgens zu meinem Auto und musste  E I S  kratzen.

Die Farbe für Oktober ist also nicht blau sondern grau. Als Selmin von Tweed and Greet es am 1.10. verkündete, war ich äußerst entspannt, vielleicht sogar ein wenig enttäuscht, denn es tummeln sich diverse graue und selbstgenähte Kleidungsstücke in meinem Kleiderschrank. Da hätte ich locker auf meinen Bestand zurückgreifen können und tatsächlich hatte ich das zwischenzeitlich auch vor, weil einfach zu viele andere Termine drängten.

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Dennoch kamen 2 glückliche Umstände zusammen. Zum einen liegt seit langer Zeit ein grauer Anzugstoff in meinem Stofflager und zum anderen will ich seit dem Sommer unbedingt eine Hose mit breitem Streifen an der Seite. Im Auge hatte ich ursprünglich einen Schnitt von Fashionmakery. Doch als der Gedanke so langsam reifte, viel mir die Juniper von Anniway Schnittmuster wieder ein. Nachdem ich in den letzten Wochen vermehrt Flips und Cassies genäht hatte, war jetzt mal wieder die Juniper dran. Das passende Ripsband fand ich dazu bei Karstadt und ließ mir davon, direkt am Bein abgemessen, 2,10 m abschneiden.

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Kiss my Stripes

Kiss my Stripes

Als ich mit ca. 16 oder 17 Jahren von den Eltern eines Freundes (sie waren in der Textilbranche tätig) einen blau weiß gestreiften Stoff geschenkt bekam, nähte ich mir meinen ersten Overall. Er hieß damals noch Overall und nicht Jumpsuit. Ich nähte ihn ganz ohne Schnitt wie so ziemlich alles damals. Und wenn ich mich recht erinnere war es das letzte Kleidungsstück mit feinen, blauen Streifen (bis auf die Upcycling Shorts aus einem Fischerhemd). Ich hätte mir den Stoff wahrscheinlich auch nie gekauft, aber ich bekam ihn geschenkt und es waren viele Meter. Leider gibt es davon nicht mal mehr ein vergilbtes Foto, aber ich weiss, er hatte Druckknöpfe, lange Ärmel und Beine  und ich war stolz wie Bolle.

Ein paar-und-40 Jahre später, bestelle ich in voller Absicht und im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte wieder Streifenstoff, obwohl ich, und da bin ich mir zu 80% sicher, bis dahin nie wieder Streifen trug oder vernähte (bis auf die Upcyclingshorts aus einem Fischerhemd). Ringelshirts, ja. Aber Streifen… nee, ich glaube nicht.

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Anfang des Jahres entschied ich mich, bei den 12 Colours of Handmade Fashion von Selmin teilzunehmen und ich habe bisher keinen Monat, egal wie herausfordernd die Farbe ist, ausgelassen. Ich mag ihre Aktion, ihren Blog und die Art wie sie schreibt.

Warum eigentlich 12 Colours of Handmade Fashion?

Ich gehe mal davon aus, dass nicht jeder, der hier mitliest weiss, weshalb diese Aktion ins Leben gerufen wurde. Jeder hat so seine Lieblingsfarben bei Kleidung. Bei mir herrschen im Sommer die hellen Farben vor . Ich habe Unmengen an weißen T-Shirts und Blusen. Im Winter hingegen trug ich bis letztes Jahr vorwiegend dunkle Farben, meist Schwarz. Das ging soweit, dass ich so viel Schwarz im Schrank hatte, dass ich die zusammengelegten Teile nicht mehr voneinander unterscheiden konnte und mich dazu entschied, meine Pullover nach Auschnitten zu sortieren. Das dämmte das Problem ein wenig ein. Ziel dieser Aktion ist es aber, den Kleiderschrank ein wenig bunter zu machen. Und es ist erstaunlich, wie man plötzlich neue Farben für sich entdeckt… und plötzlich auch Muster.

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So lieben viele Teilnehmerinnen Streifen. Ich lese seit Monaten „Streifen gehen immer“. Ähnlich wie bei meinem Spucktuchstoff, blieb ich beinhart und widerstand erstmal. Das hielt so lange an, bis ich bei irgendjemanden die erste Bluse mit Ballonärmeln sah und von jetzt auf gleich wusste, es muss g-e-n-a-u diese Blusen sein. Und diese Bluse war blau weiss gestreift. Ich zog los und kaufte den Stoff ohne zu wissen, welchen Schnitt ich wählen würde, noch wieviel ich dafür bräuchte.

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Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ja, was soll ich sagen – der eine oder andere erkennt das Kleid wieder und denkt sich, dass es das letzte mal aber blaugestreift war. Hier ist jetzt keiner Farbenblind, ich musste diesen Schnitt nur unbedingt nochmal machen und als Selmin aka Tweed and Greet für die 12 Colours of Handmade Fashion rot bekannt gab, war ich schnell entschieden, es nochmal mit roten Ringeln zu nähen. Darum kann ich hier wenig Neues erzählen und beschränke mich einfach auf die Farbe.

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Roter Teppich, Rotkäppchen und der Wolf, Rotkäppchen Sekt, rotes Tuch, Alarmstufe rot, rote Rosen, Rötung, Morgenrot, Abendrot, blutrot, rote Augen, Signalrot, rosarote Wolke, roten Kopf kriegen, es fehlt der rote Faden.

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Rostrot, Rot werden, die rote Lola, das Rote Meer, Rotkohl, Rothaut (politically totally incorrect!), Rotkehlchen, Rotwild, Rot am Mann (ach nee, dass war Not), Rot am See (ein Ort in Baden Würtemberg), Rothenburg, Rottweiler (keine Beschwerde bitte, da steckt das Wort rot sehr wohl drin. Den Rotstift braucht Ihr jetzt nicht ansetzen.

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Also blau, ja?

Die neue Farbe für Juni

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Als Anfang Juni die neue Farbe für die 12 Colours of Handmade Fashion bekannt gegeben wurde, ging auf Instagram ein wahrer Lobgesang los. „Yeah, endlich blau…“ – „Juchuuu, blau“ – alle jubelten und ich sass vor meinem Tablet und dachte… „Also blau, ja?“ Blau… es hat vielleicht an meinem Urlaubsblues gelegen haben, der mich zu dem Zeitpunkt noch einmal einholte und da war Blau wie ein Stich in den Blues. Blau sprang mich anfangs erstmal gar nicht. Selbst als der Urlaubsblues schon weitergezogen war, sass ich immer noch da und dachte: „Blau… …..?!?“
Aus welchen Gründen auch immer hatte ich keine Lust auf Blau. Es war nicht so wie Gelb – da war ich erst geschockt und ratlos, weil es eine echte Herausforderung war. Weiß im Mai kam der Jahreszeit wunderbar entgegen, aber mit Blau war ich für den Sommer nicht zu begeistern.

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Die Anfreundungsphase

Ich hatte kurz vor der Bekanntgabe der neuen Farbe Stoffe gekauft. Und da war, bis auf einen blauen Jersey, nichts Blaues dabei. Aus dem blauen Jersey wollte und will ich noch immer einen Rock nähen und ich hatte ihn eigentlich nur genommen, weil mir noch ein passendes Unterteil zu meinem Sorbetto Top fehlte. Jetzt hätte ich natürlich den Rock nähen können, aber die 12 Colours of Handmade Fashion sollen ja auch eine Herausforderung sein.
Seit Ende Mai hatte ich aber noch ein Projekt im Kopf. Die Bluse aus der Challenge vom Mai nach einem Schnitt von Fashionmakery wollte ich unbedingt nochmal nähen, aber diesmal den Kragen anders gestalten.

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Dann trieb ich mich auf.Selmins Seite rum. Schließlich muss man seine Pappenheimer kennen, die so freudestrahlend „Blau“ bekannt geben und wenn ich sonst nicht viel über Selmin weiß, dann aber eins ganz sicher: Sie liebt Blau und Streifen!“ Streifen schloß ich für mich erstmal aus (ich überarbeite gerade den Text und kann kleinlaut zugeben: Seit letzter Woche liegt oben blau/weißer Streifenstoff!). Aber dann stolperte ich über das schöne Kleid, dass sie aus einem Stoff von Rapantinchen genäht hatte. Der hatte es mir auf Anhieb angetan, nur wußte ich bei der ersten Sichtung nicht, was ich daraus nähen sollte. Doch dann funkte in meinem Kopf das neuronale Netzwerk Bluse mit dem neuronalen Netzwerk blauer Blümchenstoff zusammen und es ergab sich eine wunderbare Symbiose.
Ich rief die Seite von Rapantinchen auf, fand den Stoff, registrierte mich und bestellte. Und prompt kam auch die Bestätigung. Ich bastelte bereits an der Änderung für die Bluse und wartete auf den Stoff. Aber der kam nicht. Er kam und kam nicht. Alle anderen Bestellungen trudelten ein, nur der Blümchenstoff von Rapantinchen nicht. Wegen der vielen Feiertage wartete ich erst nochmal ab. Schätzungsweise 2 Wochen später ging ich der Sache auf den Grund. Ich suchte die Email heraus, fand aber lediglich nur die Bestätigungsmail für meine Registrierung. Auch die Suche noch dem Paypalbeleg blieb erfolglos. Die Annahme, nein….meine ganz persönliche Wahrheit, dass der Fehler nicht bei mir liegt, begann ein wenig zu bröckeln. Um mein die persönliche Wahrheit wieder herzustellen, schaute ich im Kundenkonto nach. Da zerfiel diese Wahrheit in Schutt und Asche,
Seit geschätzten 2 Wochen lag in meinem Warenkorb der Blümchenstoff und wollte endlich mit den letzten Schritten der Bestellung versehen werden. Ich holte es nach, bezahlte, bestellte, wartete kurz und schon wenig später war er da,

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Weiterlesen „Also blau, ja?“