Fashionrevolution: Was man mit einem Hemd alles machen kann

Fashionrevolution: Was man mit einem Hemd alles machen kann

In meinem ersten Beitrag zur #Fashionrevolution Week und der Initiative #Haulternative von mamimade habe ich einige Stücke gezeigt, die ich im Laufe eines Jahres aus alten Kleidungsstücken gemacht habe.

Heute möchte ich Euch anhand eines alten Flanellhemdes meines Freundes zeigen, wie ich so ein Projekt beginne, wenn ich noch nicht genau weiß, was daraus entstehen soll.
Ich muß gestehen, dass ich eigentlich schon wußte, was ich aus dem Hemd machen will, aber während ich die Fotos machte, kamen mir andere Ideen.

Wer sich für Upcycling, Refashioning, Repurposing von Kleidung interssiert, dem rate ich, einfach einmal mit dem Stück zu experimentieren. Mein erster Schritt ist eben, das Kleidungsstück, in diesem Fall das Hemd, nicht mehr als Hemd zu sehen, sondern zu versuchen, was ich alles damit anfangen kann, indem ich es einfach mal anders anziehe.
Eine andere Möglichkeit, besonders bei Hosen, ist es, erstmal die Innennähte aufzutrennen und dann genauso damit zu spielen, wie ich es mit dem Hemd mache. Vielleicht kommen Euch dabei noch ganz andere und eigene Ideen.

Hier ist erstmal das Hemd

Es ist zumindest bei meinen Projekten von Vorteil, dass ich durch meinen Partner wirklich große Hemden bekomme.

Dann geht das Experimentieren los. Ich beginne mit einer Rockvariante:

Knopfleiste einmach mal nach hinten.

 

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Fashionrevolution

Fashionrevolution
Fashionrevolution – eine Revolution der Mode? Ich habe mich über den Begriff Mode ein wenig informiert und letztlich dabei bemerkt, dass es gar nicht so sehr um eine Revolution in der Mode geht, sondern viel mehr um eine Revolution in unsere Haltung zu Kleidung bzw. der Bekleidungsindustrie.
Ursprünglich hatte ich diesen Post mit den Worten beginnen wollen, dass jeder von uns mit Mode zutun hat, selbst diejenigen, die meinen, sich nicht für Mode zu interessieren. Nachdem ich ein wenig recherchiert habe, ist das aber tatsächlich nicht richtig. Mode, so Wikipedia, hat vielmehr mit vorherrschendem Geschmack, Überzeugungen, Bräuchen und Zeitgeist zutun. Sie unterliegt einem ständigen Wandlungprozeß, der letztlich im gesellschaftlichen Kontext als üblich und dem Zeitgeist entsprechend angesehen wird.
Bei der Fashionrevolution geht es jedoch in erster Linie darum, auf die Mißstände in der Bekleidungsindustrie aufmerksam zu machen. Die ist zwar eng mit der Modeindustrie verbunden, doch selbst Menschen, die sich nicht für Mode interessieren, brauchen Kleidung.
Dann ist da die sogenannte „Fast Fashion“, Modebekleidung, die billig hergestellt wird und deren Haltbarkeit mehr als zu wünschen übrig lässt.
Doch nicht nur Fast Fashion wird in Billiglohnländern unter miserablen Bedingungen hergestellt. Es gibt zahlreiche Designer, die ihre Kreationen dort fertigen lassen. Ein teures Designerteil zu kaufen, ist also keine Garantie für faire Herstellung.
Übrigens gilt das auch für Schuhe und Lederbekleidung.

Ich frage mich immer, was man tun kann, damit sich das ändert? Unser Wohlstand beruht zum Teil auf dem Rücken von billigen Arbeitskräften, die am Monatsende um die 60 Euro als Lohn erhalten und für die eine 40 Std. Woche, bezahlter Urlaub, Krankenversicherung, Sozialleistungen, Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, usw. ein Fremdwort ist. Jeder der selbst näht, weiß wieviel Arbeit in einem Kleidungsstück steckt. Zudem natürlich auch Kosten für das Material, Strom, usw.

Wenn wir jetzt aus sozialer Verantwortung heraus die Modeindustrie boykottieren, verlieren bestenfalls die Nähfabriken in den bekannten Billiglohnländern wie z.B. Bangladesh Aufträge. Näherinnen würden als erstes ihren Job verlieren, der aber trotz der miserablen Bedingungen überlebensnotwendig ist. Würde die westliche Bekleidungsindustrie hingegen Druck auf die Besitzer der Nähfabriken ausüben, könnte es etwas ändern.
Tragisch ist es allerdings, dass erst der Einsturz der Textilfabrik vor 4 Jahren in Bangladesch ganz langsam zu einem Umdenken passieren musste.
Im Radio hörte ich zu dem Thema heute morgen eine Arbeitsrechtlerin aus Bangladesch. Sie erzählte, dass sich seit der Katastrophe damals in puncto Sicherheit schon einiges geändert hätte. Früher starben im Jahr 200 Menschen durch Unfälle in den Fabriken. Heute sind es „nur“ noch 5-10 Menschen. Meiner Meinung nach 5-10 Menschen zu viel. Die Arbeitsrechtlerin aus Bangladesch forderte in dem Radiobericht dennoch dazu auf, weiterhin Kleidung mit dem Aufdruck „Made in Bangladesh“ zu kaufen, aber mit Verantwortung. Man soll sich erkundigen, ob die Kleidung aus einer Fabrik stammt, wo die Arbeitsbedingungen besser sind. Nachzuhören ist der relativ kurze Beitrag unter Deutschlandradio Kultur Mediathek, Studio 9.

Und ich für meinen Teil finde eben auch, dass ich gekaufte Kleidung dementsprechend lange trage, abändere oder repariere, wenn es nötig ist.

Es gibt viele Möglichkeiten aus diversen Gründen abgelegte oder kaputte Kleidung neues Leben einzuhauchen. Das naheliegendste ist, sie zu reparieren. Doch wenn mir ein Teil nun gar nicht gefällt, es zu klein oder zu groß geworden ist? Ich könnte es zum Altkleidercontainer bringen, aber was dann mit der Kleidung passiert ist in zahlreichen Dokumentationen zu sehen. Es gibt aber auch noch Secondhandläden, Ebay und andere Verkaufsportale, dazu caritative Einrichtungen, die die Kleidung an Bedürftige abgibt, aber nur, wenn die Kleidung wirklich noch tragbar ist, sonst geht es von dort aus in die Altkleidersammlung.
Ich habe vor einiger Zeit damit begonnen, aus alter Kleidung neue Sachen zu machen.

So entstanden aus alten Hosen, die mir zu groß geworden waren diese Stücke:

 

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Upcycling Tutorial – Wie mache ich aus einem Oberhemd eine Tasche

Im letzten Jahr hatte ich bereits aus einem alten Herrenhemd meines Partners eine Tasche genäht. Einer Freundin von mir gefiel sie so gut, dass sie bei mir eine in Auftrag gab. Dank meines ältesten Sohnes bekam ich Nachschub an ausrangierten Hemden und ich konnte damit beginnen.
Nun hatte ich für meine Tasche kein Tutorial oder Anleitung gehabt und während des Nähens erst die Möglichkeiten entdeckt. Aber auch das dokumentierte nicht, sondern war fest davon überzeugt, dass ich das wieder hinbekommen würde. 
Ich nahm also ein weißes Oberhemd, setzte mich daran und nach kurzer Zeit konnte ich meine eigenen Näh- und Schnittschritte nicht mehr nachvollziehen. 
 

 

Nach einem halben Tag Ruhe vor dem Projekt und 5 km Joggen, entschied ich mich, diesmal die Schritte zu dokumentieren. Davon habe nicht nur ich einen Nutzen, sondern der eine oder andere auch.
 
Leider sind die Fotos von grausamer Qualität, was daran liegt, dass ich irgendwann den Bogen raus hatte und nur noch nähen wollte. Ich konnte mich nur mit eiserner Disziplin dazu anhalten, die einzelnen Schritte zu fotografieren. 
Ihr beginnt mit dem Abtrennen der Ärmel. Theoretisch kann man sie auch abschneiden, aber da das vordere Ärmelloch die seitliche Außenkante der Tasche wird, sollte man möglichst nicht zu viel dort abschneiden. Lieber etwas vom Ärmel überstehen lassen. Ich trenne lieber auf. 
Die Ärmel legt ihr erstmal zur Seite. 
 

 

 

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Mein 1. Bloggeburtstag

Happy Birthday to you, my Blog, Happy Birthday to you….

Meine Lieben, ich habe am 19.2.2017 meinen 1. Bloggeburtstag und auch wenn ich mit einigen Unterbrechungen das letzte Jahr gebloggt habe, bin ich stolz darauf.
Es mag diverse Blogs geben, die erfolgreicher, beliebter und interessanter sind, aber wenn ich auf meine Besucherzahlen schaue, bin ich einfach erstmal stolz auf mich. Und es ist vielleicht genau das, was ich letztes Jahr in allererster Linie für mich und heute für meinen Blog gelernt habe – der Vergleich mit anderen mag manchmal wichtig sein, aber er ist nicht aussschlaggebend.
Für das, was ich im letzten Jahr für mich und auch für meinen Blog getan habe, freut ich mich. An meinen Möglichkeiten gemessen habe ich sehr viel erreicht.
Natürlich sehe ich mir andere Blogs an und sehe, wieviele Besucher und Kommentare sie im Vergleich zu mir bekommen, aber mir ist es gelungen, deshalb nicht entmutigt aufzugeben sondern einfach weiterzumachen. Das ist eine neue Erfahrung für mich. Ich habe meine eigene Messlatte etwas tiefer gelegt und das tut mir gut.
Mir ist klar, dass einige Beiträge beliebter sind, als andere, aber für mich zählt am Ende erstmal das, was es mir gibt. Alle Dinge, die ich innerhalb dieses Jahr genäht, gemacht und gepostet habe, haben mich weitergebracht.

Allen, die meinen Blog in dieser Zeit zu irgendeinem Zeitpunkt besucht haben, gilt mein Dank. Ich habe mich riesig über jeden Kommentar gefreut und möchte allen Kommentarschreibern dafür danken. Ob es die Besucherzahlen oder aber insbesondere die Kommentare sind, die mich jedesmal ermutigen, weiterzumachen – es bedeutet mir sehr viel.
Ich habe im letzten Jahr viel über das geschrieben, was ich gemacht habe, aber auch vereinzelt über das, was mich umtreibt. Das war noch sehr zögerlich, aber ich hoffe, dass es künftig mehr wird.
Wir leben gerade in einer Zeit, die sehr im Umbruch ist und von Unsicherheit bestimmt ist.
Am Wochenende las ich einen Kommentar auf einem anderen Blog über die Inschrift der Freiheitsstatue in Amerika und ich kommentierte diesen Eintrag mit folgenden Worten:

Ich liebe es kreativ zu sein, zu nähen, zu schreiben, zu malen und mit neuem zu experimentieren. Aber ich sehe eben auch, was auf der Welt passiert und ein Trump, eine LePen, ein Höcke… sind alle brandgefährlich und es scheint einen Geist in der Gesellschaft zu geben, die durch diese Menschen genährt werden. Darum bin ich Dir sehr dankbar für diesen Beitrag, weil unsere Kreativität toll ist, aber nur in einem Umfeld entstehen kann, das die größtmögliche Freiheit bieten kann. Es sind auch die anderen Kulturen, die uns inspirieren. Wir können die Augen davor nicht verschliessen.

Wir können dankbar für die Freiheit sein, unsere Meinung und unsere Leidenschaften in einem Blog äußern zu können. Ich bin dankbar für die freundliche und mutmachende Bloggergemeinschaft der Näherinnen und Kreativen. Da ich zu Hause für mich arbeite, ist mir diese Anerkennung von Euch sehr wichtig und bedeutet mir sehr viel. 
Meinem manchmal erwähnten weltbesten Partner gilt dieser Dank ganz besonders, weil er meine Blogs trotz seines Jobs, der ihn sehr fordert, regelmäßig liest. 
Anläßlich dieses Geburtstages hätte ich einen Kuchen backen sollen, aber seit meine Kinder ausgezogen sind, koche und backe ich nur noch selten. Und da mein Blog keinen Kuchen isst, hätte ich ihn allein essen müssen oder mit meinem Partner oder Freundinnen. Stattdessen war ich auf der KreativAll in Wiesbaden, habe reichlich Kaffee getrunken und einen wunderbaren Tag mit einer sehr guten Freundin dort verbracht. 
Ich hätte gern ein neues Stück gezeigt, welches Freitag vorerst fertig wurde, aber dann aus Ungeduld und einem Futterstoff, der schon bei der Anprobe riss, noch nicht ganz präsentabel ist. Stattdessen möchte ich hier rückblickend meine ganz persönlichen Highlights noch einmal zeigen: 
So durcheinander und unvollständig diese Auswahl ist …. das bin nunmal ich!

Finale vom Blusen Sewalong

Softshellblazer mit Samtleggings

Meine geschnittenen Weinflaschen


Die Shorts aus einem Fischerhemd mit einem refashioned Frackhemd

Meine Shorts aus einem alten Herrenoberhemd.

Upcycling und Refashioning von alten Hosen:

Fotografieren in Rom

Tiefenentspannt im Hängesessel

Urlaub in Malta

Rotwein an der Elbe in Hamburg
Tauchen in Malta
Softshelljacket für einen Freund

Grimassenschneiden in Rom
In Rom vor dem Trevibrunnen
Piazza Navona

Auf dem Weg zum Vatikan

Hamburg 

Malta

Ostseestrand

Ein Boxtäschchen gefüttert mit einer Kaffeeverpackung

Meine Sektflaschenlampen im Badezimmer


Ein ganz besonderes Geschenk ist für mich ein Interview, dass Anja Jäger (Klick), Kreativ Coach, mit mir am Dienstag führen wird und das dann auf ihrer Seite und auch hier veröffentlicht wird.

Lieblingsstücke 2016

Meinen persönlichen Jahresrückblick habe ich schon im Post Mal ehrlich – für mich lief es gut gemacht.  Tatsächlich schwebte mir aber auch ein Rückblick ein, über all das, was ich 2016 in erster Linie genäht habe. Dieser Plan ist die letzte Woche etwas in Vergessenheit geraten, weil ich zum einen schon ziemlich gut in 2017 angekommen bin und zum anderen mein Geburtstag war, mein Auto einen Platten hatte und ich ca. 6 oder 7 Beanies genäht habe, auf ich gerade stehe.

Darum freue ich mich, dass bei Me Made Mittwoch dieses Motto ist. Und mein Lieblingsstück sind letztlich 3 Teile:

Genäht habe ich in 2016 aber im Rückblick doch eine ganze Menge:
Diverse Blusen mit langen, kurzen oder gar keinen Ärmeln.
Mindestens 3 Röcke

Vor kurzem erst diese 3 Kleider

Leggings und Hosen  
2 paar Shorts. Upcycling aus einem Hamburger Fischerhemd und einem alten Oberhemd

2 Blazer und ein Blouson

Ein Wintermantel

3 Fleecepullis

Eine Auswahl der Taschen
Und wenn man alles auf einem Haufen sieht, war es doch eine ganze Menge. 

Herbstglitter

Es ist Herbst – in manchen Gebieten Deutschland hat es bereits geschneit – und ich widme mich wieder dem Bloggen, was ich im Sommer sehr vernachlässigte, weil ich meinen Garten und den Sommer genossen habe.

Da der Schock über den Wahlausgang in Amerika noch im Verdauungsprozeß ist, wäre mir eigentlich eher danach, meinen vielen Gedanken dazu hier Platz einzuräumen, doch ist bereits schon viel an anderen Stellen in den Medien gesagt und geschrieben worden. Im Moment möchte ich dazu erstmal nur sagen, dass es eine Illusion wäre, wenn man glaubt, dies könne nur in Amerika passieren. Das zeigen bereits zu viele Bewegungen im In- und Ausland.

Jetzt eine Kurve zu meinem heutigen Beitrag über meine neue Tasche zu finden, wird schwierig. 
Vielleicht klappt es über den Klimaschutz, der laut Aussage vom gestern Gewählten überflüssig ist, da sich das Klima angeblich nicht ändert. 
Zum Schutz des Klimas gehört auch der nachhaltige und bewußte Umgang mit Materialien und Upcycling ist eine Variante. 
Yeah, so klappt es.

Ich habe mal wieder ein altes Herrenhemd verarbeitet. Diesmal zu einer Tasche. Tatsächlich hatte ich sie schon im Frühjahr fertig und auch im Einsatz, aber mir fehlte das i-Tüpfelchen. 
 
 
 
Die Umarbeitung ist eigentlich denkbar einfach, denn richtig gefaltet und zusammengenäht, ist das Futter gleich dabei. Die Ärmel (inklusive Loch) wurden zu Trägern und die Knopfleiste an der Blende einmal zugenäht. Die Brusttasche ist geblieben und neben dem Hauptfach kann man noch etwas in den Kragen/Halsausschnitt stecken. 
Letzte Woche hatte ich dann endlich eine Idee, wie ich der Tasche mein persönliches i-Tüpfelchen verpasse. Damit habe ich mehr oder minder 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn ich wollte unbedingt eine silberne Tasche haben. 
Warum ich schon vor Jahren silberne Textilfarben gekauft habe, obwohl ich noch längst nicht in Glitzerstadium angelangt war, wird mir für immer ein Rätsel bleiben, aber sie war für meinen spontanen Ideenumsetzprozeß sehr hilfreich. 
 
Gestern abend habe ich einen zusätzlichen Nutzen bemerkt. Im Dunkeln ist dieses Teil fast schon ein Reflektor. Wenn ich dann noch meine Paillettenstiefeletten trage, komme ich sicher durch den Winter, auch wenn sich dann mancher wundert, weshalb 2 Schuhe und ein gefaltetes Hemd über die Wege schwebt – das natürlich nur, wenn ich nicht auch noch meine schwarze Hose und Jacke silber färbe. 
 
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, diese „Hemdtasche“ individuell zu gestalten. Ob man anstatt der Ärmel z.B. ein Gurtband oder andere Taschenträger nimmt, die Knöpfe abtrennt und/oder andere annäht, den Hemdkragen entfernt, die Brusttasche mit anderen Stoffen ersetzt… alles ist möglich.
Beim Fotografieren dachte ich übrigens gerade, dass einige Stangen Lauch oder ein paar Blumen toll wären, um sie für das Foto in die Tasche zu stecken. Beides hatte ich nicht. Den Hokkaido hätte niemand gesehen und Lauch gibt es erst heute Nachmittag auf unserem Markt. So musste die Zeitung modeln und auch die ist nicht aktuell, sondern von letzter Woche. Das – so denke ich – ist aber RUMS so ziemlich egal. 

Und jetzt?

Nach einer Woche in Meeresnähe bei meiner bestern Freundin, einer Ü30 Party (wo mir am Eingang einfiel, dass ich meinem Partner vor einer ganzen Weile mal voller Überzeugung gesagt hatte, dass meine Discozeit endgültig vorüber ist) und die ich erst um 3:00 Uhr morgens verließ, einem Besuch in Lübeck, wo ich den leckersten Cocktail meines bisherigen Lebens trank, joggen am Nord-Ostsee-Kanal, Milchkaffee mit Blick aufs Meer und dem ungewöhnliche Gefühl, 2x mit der Bahn durch Hamburg, meiner Heimatstadt, gefahren zu sein, ohne auszusteigen (ich danke der Deutschen Bahn übrigens an dieser Stelle sehr für die Möglichkeit, auf der Rückfahrt aufgrund einer Verspätung mein Sportprogramm im Bereich Ausdauer und Krafttraining innerhalb von 2 Minuten gleich miterledigen zu können), bin ich nun wieder zu Hause und kann mich meinen Projekten widmen.
Mein letztes Projekt – das umgewandelte Herrenoberhemd beschäftigt mich allerdings noch. Die Shorts war eines der ersten Kleidungsstücke, die mich zu Hause empfing, weil ich vor meiner Abfahrt nicht mehr zum Aufräumen gekommen war. 
Da heute Rums-Tag ist möchte ich gern mal eine (nicht immer ganz ernstgemeinte) Umfrage unter den Besuchern machen. Wenn Ihr so eine Hose hättet, wie würdet ihr sie stylen? Mit Tshirt oder Bluse? Am besten nur zu Hause? Gestreiftes Oberteil oder auch kariert? Krawatte oder Fliege?
Im Strandbad als Badeshorts? 
Eventuell Manschettenknöpfe? 
Ich freue mich auf Eure Ideen, während ich jetzt erstmal eine alte und zu große Übergangsjacke bearbeite, bevor ich mich an das nächste Hemd mache.