Es ist wie es ist

Es ist wie es ist

Wenn man diesen Sommer anhand meiner seit Juni entstandenen Kleidung beurteilt, war er gigantisch. Das ist eine Sichtweise. Wenn ich aber erwähne, dass ich vorwiegend bei schlechtem Wetter genäht habe, kommen wir der Sache schon etwas näher.

Ich liebe das Frühjahr und den Sommer. Wenn es nach mir ginge, könnten wir bis Anfang Dezember immer um die 25 Grad haben. Dann für die Weihnachtsstimmung kurz Winter und gegen Januar gleich wieder Frühling.

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Die letzten Wochen und Monate habe ich meine Zeit an der Nähmaschine eng anhand der Wettervorhersage geplant. Das liegt nicht nur daran, dass ich das bisschen Sommer geniessen will, sondern begründet sich auch in der Tatsache, dass mein Nähatelier unter dem Dach eines schlecht bis kaum isolierten Miethauses ist. Folglich ist es dort oben im Sommer brütend heiss.

Heute ist so ein Tag. Am Vormittag konnte ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen. Danach bin ich schnurstracks in den Garten, um erst Fotos zu machen und mich dann auf die Liege zu werfen. Auch jetzt sitze ich noch in der Sonne und tippsel auf meinem Tablett den heutigen Beitrag. Und laut Wettervorhersage werde ich in den nächsten Tagen eher am Abend oder am morgen nähen, dafür tagsüber die Sonne geniessen. Ja, es ist schon reichlich luxoriös wenn man die Möglichkeit dazu hat, aber alles hat auch seinen Preis. Wer denkt, er würde jetzt gern mit mir tauschen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Tauschpaket ein Komplettset ist und sich einige unangenehme Überraschungen darin befinden.

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Es gab Zeiten, da hätte ich auf der Stelle tauschen wollen. Doch die Zeiten sind hoffentlich vorbei. Mir gefällt mein Leben und um das sagen zu können, musste ich sehr, sehr viel ertragen, lernen und immer wieder üben. Eine der wichtigsten Lektionen war, zu akzeptieren. Und ich glaube, sie war für mich auch die Schwerste. Mein innerer Kampf gegen mich selbst, meine Depressionen, meine Unzulänglickeiten, usw.  stand Tag für Tag ganz oben auf der Agenda. Menschen, die mir sagten, ich muss es eben akzeptieren, lächelte ich zwar an, murmelte ein „ja“, aber in mir schrie ich immer lauter „UND WIE, BITTE SEHR?“ Ich fühlte mich noch schlechter und ungenügender. Der Kreislauf begann von vorn.

Es müssen nicht immer gleich Depressionen und Selbstzweifel sein. Manchmal hat man Erwartungen, Hoffnungen, Wünsche, die nicht in Erfüllung gehen oder es einfach mal ander kommt, als erwartet. Da ist es wichtig, irgendwann loszulassen. Wie schwierig es ist, las ich heute in der aktuellen Ausgabe von Zeit Wissen. Darin berichtet eine Therapeutin, dass sie es selbst erst lernen musste, um ihren Klienten erfolgreich behandeln zu können. Ein sehr empfehlenswerter Artikel, der mich tatsächlich so beschäftigt hat, dass dieser Blogbeitrag fast von allein seine Wendung vom Thema Sommer und Nähen zu akzeptieren wechselt.

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Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ja, was soll ich sagen – der eine oder andere erkennt das Kleid wieder und denkt sich, dass es das letzte mal aber blaugestreift war. Hier ist jetzt keiner Farbenblind, ich musste diesen Schnitt nur unbedingt nochmal machen und als Selmin aka Tweed and Greet für die 12 Colours of Handmade Fashion rot bekannt gab, war ich schnell entschieden, es nochmal mit roten Ringeln zu nähen. Darum kann ich hier wenig Neues erzählen und beschränke mich einfach auf die Farbe.

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Roter Teppich, Rotkäppchen und der Wolf, Rotkäppchen Sekt, rotes Tuch, Alarmstufe rot, rote Rosen, Rötung, Morgenrot, Abendrot, blutrot, rote Augen, Signalrot, rosarote Wolke, roten Kopf kriegen, es fehlt der rote Faden.

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Rostrot, Rot werden, die rote Lola, das Rote Meer, Rotkohl, Rothaut (politically totally incorrect!), Rotkehlchen, Rotwild, Rot am Mann (ach nee, dass war Not), Rot am See (ein Ort in Baden Würtemberg), Rothenburg, Rottweiler (keine Beschwerde bitte, da steckt das Wort rot sehr wohl drin. Den Rotstift braucht Ihr jetzt nicht ansetzen.

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My Lady… jetzt hat sie ein Gesicht

Über konsequente Inkonsequenz oder inkonsequente Konsequenz

Beim Unkrautjähten habe ich gerade darüber nachgedacht, wie ich heute beginne und ein Gedanke war: „Ich nähe nicht oft Schnittmuster mehrfach.“ Dann dachte ich daran, was ich normalerweise so nähe und konnte diesen Gedanken alsbald in die Tonne treten. Ich bin ein gnadenloser Wiederholungstäter, der sich scheinbar manchmal selbst etwas vormacht.

So halte ich mich auch für konsequent, bin aber in der Konsequenz bisweilen sehr inkonsequent. Nach welchem Schema, kann ich nicht sagen, ich höre da einfach auf meinen Bauch. Aber so ist auch die Inkonsequenz der Konsequenz wiederum konsequent. Ich lass Euch mal eine Weile über diesen Satz nachdenken.

Derweil ihr noch darüber nachdenkt, präsentiere ich schon mal ein paar Fotos meiner My Lady Topas von Mialuna bzw. das Freebook von Farbenmix. Übrigens habe ich extra gegoogelt.. ganz oberkorrekt heißt es My Lady und nicht Me Lady. Das wird auch verwendet, aber wenn man von Hoheiten spricht, wird es My Lady geschrieben, aber ausgesprochen wie Me Lady.

Lady Topas 1
Lady Topas 2
Lady Topas 3

Im Detail

Ich kann dafür leider keine schönen Worte finden, weil es sich so tief in meinen Kopf eingegraben hat, dass es mir schwerfällt, einen anderen Namen dafür zu nehmen, auch wenn es diverse dafür gibt. Ich spreche von meinem Spucktuch Top. Kaum ein Stoff polarisiert so sehr, wie dieses Spucktuch. Als ich die ersten Stoffe online sah, war ich sicher: Wir werden keine Freunde. Zu sehr erinnert es mich an die Zeit, wo ich über mehrere Monate (oder gar Jahre?) mit diesen weißen Tüchern über der Schulter rumgelaufen bin, während Sohn Nr. 1 und 2,5 Jahre später Sohn Nr. 2, über dem Spucktuch hingen, ich den Rücken von den Würmern klopfte, auf das Bäuerchen wartete, was in den meisten Fällen von vorverdauter Milch begleitet war und dann im günstigsten Fall im Spucktuch landete. Meist natürlich daneben oder es war so viel, dass es durch das Spucktuch durchging.
Es sei nicht zu vergessen, dass diese Spucktücker zudem die  Vorgänger von Pampers, Fixies, usw. waren. Auch da landete die Milch drin, allerdings komplett verdaut und noch übelriechender.

Warum in aller Welt sollte ich mit diesen Erinnerungen im Kopf mir ein schönes Kleidungsstück aus diesem Stoff nähen (nebenbei fand ich es eine Frechheit, dass die Spucktücher jetzt meterweise und auch noch doppellagig kommen. Die hätte ich vor 30 Jahren gut gebrauchen können!)
Alles in mir wehrte sich gegen dieses Material.
Insgesamt blieb ich bestimmt 4 Monate völlig konsequent. Wenn in mancher Instastory die eine oder andere Erzählende zärtlich über den Windelstoff streichelten, die schönen Muster darauf anpries und mit verklärtem Blick erzählte, was daraus vielleicht alles entstehen könnte, saß ich kopfschüttelnd davor und dachte mir „im L E B E N nicht!!!“
Lest Ihr noch mit oder denkt Ihr noch über meinen philosophischen Ausbruch oben nach?
Instagram sowie auch die Startseiten der meisten Onlineshops wurde mit steigenden Temperaturen von Musselin, Double Gauze, Crinkle Denim…. also Spucktuch- und Windelstoffen geflutet. Es wurde alles daraus genäht. Tücher, Shirts, Blusen, sogar Röcke und Kleider. – Nein, nein, nein … dieser Trend wird an mir vorübergehen. Ich muss ja nicht alles mitmachen.

Gehirnwäsche? – Oder wie mein Wille gebrochen wurde

Mein starker Wille, meine stahlharte Konsequenz wurde zum ersten Mal mächtig auf die Probe gestellt, als ich auf dem Blog meiner lieben Blogfreundin Jenni aka Basteltantes Nähkästchen war. Sie schrieb so begeistert von ihrem Crinkle Denim, den sie zuvor gewonnen hatte und wie toll er sich anfühlt. Wer mag kann gern auf den Link zu ihrer Seite klicken und nachlesen, was ihr in die Kommntarbox schrieb.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits schon so eine ganz leise Vorahnung, dass ihr Beitrag meine Gedanken auf hinterhältigste Weise infiltriert würden. Kurz zuvor hatte sie ein Wickelkleid gezeigt und wer nähte sich bald danach ein Wickelkleid … ich!! (Zu meiner Rettung: Es ist ein Kleid in Wickeloptik).
Wie es dann weiterging, weiß ich gar nicht mehr genau – wahrscheinlich habe ich diesen Teil verdrängt und könnte nur über Hypnose wieder drankommen. Ich erinnere nur, dass ich für die Monatsfarbe Blau auf der Suche nach Stoffen war und irgendwann kam ein Paket von Alles für Selbermacher, in dem über ein Meter (bestelltes) Spucktuch war. Ich öffnete das Paket und  es passierte genau das, was ich nicht wollte:  Ich saß verträumt vor diesem Stoff, streichelte ihn und dachte mit verklärtem Blick an schöne Oberteile, die ich mir daraus nähen könnte. Ein letzter Rest Selbsterhaltungstrieb hielt mich davon ab, spontan eine Instastory zu machen.

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Milliblus – viel mehr als Anfängernähen

Wie heißt es immer so schön im Fernsehen: Der nachfolgende Beitrag wird Ihnen präsentiert von….
(was oder wer auch immer…)
Mein heutiger Beitrag wird nicht präsentiert von Milliblus, sondern ganz allein von mir und meiner Liebe zu ihren Stoffen.
Wir sind erst seit dem Frühjahr zusammen und haben uns rein zufällig durch das Internet kennengelernt. Unser erstes Date, das durch das Königskind in Friedberg ermöglicht wurde, war der Jersey mit Frauenköpfen. Ich sah den Stoff und wusste sofort – der ist es!!! Es war Liebe auf den ersten Blick.

Ich verblieb erstmal bei den Frauengesichtern, denn ich entdeckte schon beim ersten Besuch im Stoffladen den wunderbaren rosafarbenen Stoff aus Webware mit Elastananteil. In Verbindung mit der ersten Stoffliebe und der Sehnsucht nach Frühling, mit den einhergehenden Frühlingsgefühlen, kaufte ich den Stoff und nähte Shorts.

 

Liebe auf den 2. Blick

Mit dem Shirt und den Shorts war ich glücklich. Doch ich hatte ja noch mehr Stoffe entdeckt und der Frühling und somit auch unser Urlaub nahte.
Ich brauchte Kleider. Und wer hatte den passenden Stoff für meine Kleider? Oder war es eher andersrum, dass ich den Stoff sah und sofort dazu Kleider im Kopf hatte – ach, wie in jeder Liebesbeziehung vergisst man manchmal kleine Details.

 

 

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Schönheitsideale – Diktatur oder Anregung

Die Shorts vor dem türkisfarbenen Wasser von Comino

Seit letzter Woche läuft auf Instagram eine Aktion, die Female Empowerment Challange von Kea, in der es darum geht sich jeden Tag mit einem bestimmten Thema in Bezug auf Frauen auseinanderzusetzen und darüber zu schreiben. Allein die ersten 2 Tage waren schon sehr beeindruckend, weil es um Frauenvorbilder und Selbstliebe ging.
Am Pfingstmontag stand das Thema Schönheitsideale an und ich dachte mir im ersten Moment, dass das jetzt etwas einfacher wird und ich schnell mit meiner Meinung durch sei.
Doch dann wurde mir sehr schnell klar – auch beim Lesen der anderen Beiträge, dass es wesentlich weitreichender ist, als ich zunächst angenommen hatte. Im Internet habe ich verschiedene Seite zu diesem Thema gelesen und wirklich nur ganz grob einige Beiträge dazu zusammengefasst.

 

Venus von Malta 3300 – 3000 v. Chr.

 

Schönheitsideale sind keine Neuheit

Schönheitsideale gibt es schon seit vielen Jahrhunderten und in unterschiedlichen Kulturen. Im Gegensatz zu Mode bezieht sie sich allein auf das Aussehen von Körper und Gesicht. Oft scheinen Schönheitsideale im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Entwicklung zu stehen und repräsentieren einen gewissen Status oder die Zugehörigkeit zu einem Clan oder Stamm. Uns allen sind die wohlgenährten Frauen von Rubens Gemälden bekannt. Damals standen sie für Wohlstand und Gesundheit. Dazu ein blasser Teint, der die höhere Gesellschaftsschicht von den Arbeitern und Bauern unterschied, die damals vorwiegend draußen arbeiteten und dem Sonnenlicht ausgesetzt waren. Heutzutage gelten „wohlgenährte“ Figuren wie bei Rubens als Übergewicht wenn nicht sogar Fettleibigkeit. Ein brauner Teint zeugt hingegen von Wohlstand, weil man es sich leisten kann entweder in Länder zu reisen, wo viel Sonne ist und/oder es sich erlauben kann in der Sonne zu liegen, wobei dieser Trend aufgrund des vermehrten Hautkrebsrisikos bereits wieder rückläufig ist. Mit schlanken Menschen wird hingegen wiederum Gesundheit, ein bewußter Lebensstil, Vitalität und Agilität verbunden.
Neuere Forschungen haben aber auch gezeigt, dass Schönheitsideale mit Symetrie und somit mit Gesundheit zutun haben und zwar über alle Kulturen hinaus. Ein bestimmtes Taille/Hüfte Verhältnis gilt als attraktiv, ein ebenmäßiges Gesicht genauso. Und diese Vorlieben sind teilweise genetisch in uns verankert und beziehen sich interessanterweise vorwiegend auf Frauen.
Nachbildung einer maltesischen Skulputur Maltas
Wer sich mehr über dieses Thema informieren möchte, kann bei Wikipedia darüber nachlesen (und eventuelle Fehler in meiner obigen Ausführung aufdecken) oder einfach den Begriff „Schönheitsideal“ googeln.
Nachbildung einer maltesischen Figurine

Schönheitsideale und ihre Wirkung heute

Das Schönheitsideal ist also kein Phänomen unserer Neuzeit. Das streben nach Schönheit ist in uns in irgendeiner Form verankert. Was wir aber als „schön“ definieren, ist am Ende jedem selbst überlassen. Es mag uns ein Ideal vorgegeben sein, aber es liegt an uns, ob wir dem kritik- und vorbehaltlos folgen oder nicht. Meiner persönlichen Meinung nach, ist es allerdings heute schwerer als früher, sich dem komplett zu entziehen, weil die Medien in unseren Leben permanent präsent sind und uns Ideale vorgaukeln, die jenseits der Realität sind. Kein Model – und sei es noch so gut gewachsen, schlank, hübsch und symmetrisch – ist auf einer Plakatwand ohne Nachbearbeitung durch Bildbearbeitungsprogramme zu sehen. Das muss uns allen klar sein.
Zusätzlich zu dem Schönheitsideal der heutigen Zeit kommt noch der Jugendwahn.
Vielleicht… ganz vielleicht würde ich mich eher dazu hinreißen lassen, eine Creme zu kaufen, die verspricht, Falten zu reduzieren, wenn nicht ein 20-jähriges (oder oft noch jüngeres) Mädchen dafür werben würde. Aber was ist eigentlich so schlimm an Falten? Ich habe mir schon immer gern Fotos von alten Frauen mit wirklich tiefen Falten im Gesicht angesehen, weil sie so sehr viel mehr ausdrücken und abbilden als jedes 20 jährige Model es kann. Es ist der Lauf des Lebens. Botox, Lifting hin oder her – wir werden alt. Mit dem Moment der Geburt beginnen wir zu altern.
Und um sich von diesem Trend abzusetzen, braucht man einfach ein gewisses Maß an Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl.
Ungefähr so war auch mein Beitrag auf Instagram und viele andere schrieben in eine ähnliche Richtung. Dann stieß ich auf einen Beitrag von einer jüngeren Frau, die über ihre Erfahrungen in der Schule schrieb. Das war der Moment, wo mir bewusst wurde, dass man als ältere Frau viel eher zu sich selbst findet. Es gibt natürlich Ausnahmen. Manch 14-jährige hat eine Selbstsicherheit, die meine um Längen übersteigt und das ist großartig. Aber viele jüngere Mädchen und auch Jungen werden in der Schule und in ihrem Umfeld oft ausgegrenzt, weil sie dem von den Medien vorgegebenen Schönheitsideal nicht entsprechen.
Dort genau setzt meine Kritik an den Medien, den Schulen, der Gesellschaft an. Ich muss an dieser Stelle betonen, dass meine Kritik völlig subjektiv ist, denn ich habe keinerlei Recherche, Erfahrungen oder Studienabschlüsse auf diesem Gebiet und würde mich sehr dafür interessieren, wenn mir jemand dazu etwas sagen könnte. Lediglich weiß ich, dass eines der Grundbedürfnisse des Menschen die Zugehörigkeit ist. Soweit so gut. Aber das heißt doch noch lange nicht, dass wir Menschen, egal welchen Alters, welcher Figur, welcher Abstammung deshalb diskriminieren bzw ausgrenzen dürfen.
Wenn wir Schönheitsideale haben, so haben wir aber dennoch auch die Pflicht und Verantwortung andere Ideale, andere Ansichten zu tolerieren und zu akzeptieren.

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Ich packe in meinen Koffer….

Seit Tagen bin ich gedanklich beim Kofferpacken. Ab Samstag stehen 2 Wochen Urlaub an, die reichlich gegensätzlich sind. Wir fahren als erstes nach Hamburg zum Hafengeburtstag. Nicht das ich als im Exil lebende Hamburgerin unbedingt den Hafengeburtstag brauche, aber mein hessischer Seebär hat ihn letztes Jahr kennengelernt als ich ihm einen Törn mit der Ausflaufparade zum Geburtstag schenkte.

 

 

 

 

Männern etwas zum Geburtstag zu schenken ist im allgemeinen schon nicht ganz einfach, aber wenn man regelmäßig jedes Jahr auf die Frage „was wünschst Du Dir zum Geburtstag?“ die Antwort „nix“ erhält, er aber um Punkt 12 an seinem Geburtstag laut „Geschenke, Geschenke, Geschenke“ kreischt (na gut, schreit…), dann kennt Ihr mein Dilemma. Doch dieses Jahr war ich wieder einmal fein raus, weil er so gern wieder zum Hafengeburtstag nach Hamburg wollte.
Dann hatte er kurz nach Ostern eine Überraschung für mich parat. Wir würden am Montag morgen nicht zurück nach Hause fahren, sondern auf eine Minikreuzfahrt nach Oslo. Ich war zwar schon in Norwegen, aber noch nie in Oslo und mein größter Traum ist es, in den Vigeland Park zu gehen. Genau das werden wir während unseres 4-stündigen Aufenthalt in Oslo machen und ich weiß schon jetzt, dass ich dort wieder hin möchte.
Wir werden also Mittwoch früh in Kiel mit der Fähre anlegen, uns dann ins Auto setzen und nach Hause fahren. Dort angekommen bleibt uns der Donnerstag, um Wäsche zu waschen und Koffer zu packen, weil es am Freitag für 8 Tage nach Malta geht. Ich freue mich riesig. Doch das ganze logistische Drumherum muss bewältigt werden und ich erinnere mich sehnsüchtig an Zeiten, wo ich in der Nacht 6 Stunden vor Abflug noch „schnell“ meine Koffer packte. Die Zeiten sind längst vorbei.

Seit April habe ich fleissig Sommersachen genäht, auch im Hinblick auf unseren Urlaub, aber wenn ich mir jetzt die Wettervorhersage für Hamburg und Oslo anschaue, sollte ich besser auf die Teile zurückgreifen, die ich im Winter gefertigt habe. Sämtliche Tops, Kleidchen, Shorts und Blüschen sind für diese beiden nördlichen Reiseziele völlig überflüssig.
Daher können sie schon diese Woche in den Koffer für Malta wandern, denn wehe, wenn es dort nicht warm ist. Momentan liegen dort die Temperaturen um die 22 Grad. Da Malta aber eine Insel mit reichlich Wind ist, kann es vorallem gegen Abend recht kühl werden. Also kühl für mich. Ich bin eine Frostbeule.

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Gelb und wie ich langsam dem Wahn verfiel

Während ich Ende März noch die rosa Stoffreste vom Boden sammelte, die rosa Flusen aus den Nähmaschinen holte und viele Bloggerinnen auf der h&h in Köln waren, verkündete Tweedandgreet-Bloggerin Selmin die neue Farbe für 12coloursofhandmadefashion:

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„Ach, gelb….“ dachte ich noch so ganz unvoreingenommen, einfach weil die Anspannung über die Verkündung der neuen Farbe erstmal vorbei war. Dann sickerte es so langsam von meiner Initialwahrnehmung (wo auch immer die sitzt) in den Bereich meines Hirns, der für die Verarbeitung von Nachrichten zuständig ist. Scheinbar streifte die Neuigkeit dabei ausversehen die Mandelkerne (Teil des Hirns, der u.a. für Angst und Panik zuständig ist) und mir fielen spontan nur alte, längst der Altkleidersammlung zugeführte Kleidungsstücke ein, die ich allein deshalb ausrangiert hatte, weil sie gelb waren. Ich mag Gelb als Farbe sehr, aber als Kleidung??? Ich hatte immer das Gefühl, sie steht mir nicht oder fühlte mich aus anderen Gründen darin Unwohl.  Mein weltbester Partner, erinnerte mich dann aber an ein knallgelbes Leinenkleid, das ich schon hatte, als wir uns erst kurz kannten. Es war lang, hatte Größe 38 und war mir ein paare Jahre später viel zu klein. Es fristete im Keller sein Dasein im Schrank, machte sogar einen Umzug mit und kam erst letztes Jahr wieder zum Vorschein, als ich wieder reinpasste. Nur die Länge hatte mir eigentlich noch nie so richtig gefallen. Mit einer Größe von 1,76 m sind viele Kleider wie auch Hosen oft nicht lang genug. Und das Kleid hing irgendwo zwischen Knöchel und Knie, mehr in Richtung Knöchel. Kurzerhand kürzte ich es letztes Jahr, machte es ein bißchen enger und alles war gut. Und somit wurde dieses Kleid mein absoluter Notnagel für das Motto „Gelb“, denn immerhin hatte ich es abgeändert.

 

Ich meine, es ist ja nicht so, dass wir gezwungen werden, das ganze Jahr bei dieser Challenge mitzumachen, aber irgendwann ist der Ehrgeiz geweckt und man hatte ja auch schon viel Spaß, da will man weder klein bei noch ganz aufgeben (und sei es nur für einen Monat).
Zudem gab es bei Tweedandgreet so viele schöne gelbe Farbtöne, dass ich mich sehr schnell anstecken ließ und schon bald in einem Gelbfieber war, was zuletzt schon an Gelbwahn grenzte (dazu weiter unten mehr).
Ich durchsuchte die Online-Stoffläden, bevorzugt die, die auch Farbfilter hatten.
Mehr per Zufall stieß ich bei Stoffe Hemmers auf einen gelben Spitzenstoff, der zudem noch runtergesetzt war und bestellte ihn spontan ohne auch nur einen Ahnung zu haben, was ich daraus machen sollte. Bis zur Lieferung des Stoffes fuhr ich in mein Lieblingsstoffgeschäft „Das Königskind“ und klagte dort mein Leid… „Ich brauche Gelb… gelben Stoff… “ und was sah ich? Wundervolle Stoffe, einer schöner als der andere. Ich hatte binnen Sekunden schon ein ganzes Outfit vor Augen, nur keiner von ihnen war gelb oder beinhaltete auch nur Nuancen, Fasern von gelb… bis ich auf den gelben Leinenstoff aufmerksam gemacht wurde. Ein tolles Gelb. Nicht zu knallig, nicht zu hell – irgendwie toll. Und dann noch Leinen. „Ja, daraus mache ich eine Shorts!“
Ich hatte jetzt also 2 gelbe Stoffe. Einen aus Spitze und einen aus Leinen. Als ich den Spitzenstoff bekam, hatte ich auch sofort eine Ahnung, was ich daraus mache. Eine Tunikabluse mit Trompetenärmeln.


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Wenn Anleitungen einen in die Verzweiflung stürzen


Eine Anleitung für Nähanfängerinnen – ist doch gelacht!



Ich durfte ja schon mit ca. 6 Jahren das erste mal an die Nähmaschine meiner Großmutter. Sie ist diejenige, die mir so ziemlich alles beigebracht hat, was ich in puncto Handarbeiten weiss. 

 

Meine 4 Jahre ältere Schwester kam einmal mit einem selbstgestrickten Teddy aus der Schule zurück und ich wollte nicht nur auch so einen haben, sondern wissen, wie man ihn macht. Der Gedanke, mir dann unendlich viele Teddys stricken zu können, war für eine 6-jährige einfach berauschend. So brachte mir meine Großmutter Stricken bei. Und ich strickte mir einen roten Teddy. Dann folgten Klamotten für meine Puppen und Barbies. 
Als Teenie, mitten in den 70iger Jahren, waren wir alle vollkommen dem Hippielook verfallen. Ich hatte zwar keine Nähmaschine, aber das hielt mich nicht davon ab, mir alte Bettlaken zu schnappen, lila Stofffarbe (was damals noch mit 2 ‚f’s geschrieben wurde), Eimer, Salz und Holzlöffel, um das Laken zu batiken und mir dann einen Kaftan daraus zu nähen. Am liebsten hätte ich mich darin konfirmieren lassen, aber meine Eltern waren dagegen. Allerdings war mein Konfirmationsoutfit nicht minder peinlich für meine Mutter. 

 

Ich habe mit manch langjähriger Unterbrechung immer genäht – alles ohne je Kurse besucht zu haben, weil ich leidenschaftliche Autodidaktin bin. Ich habe Burdaschnitte genäht, Vogue Patterns, Simplicity, Schnittquelle und vor allem in den letzten Jahren auch Schnittvision. Ich machte mich auch mit Packpapier, Geodreieck, Lineal, Massband, Bleistift und Taschenrechner an die Erstellung eigener Grundschnitte. Das lief nicht immer reibungslos ab, aber ich bekam es hin und würde mich als eine erfahrene Näherin bezeichnen. 
Immer auf der Suche nach schönen Schnitten, die mal anders als meine vorherigen sind, stiess ich vor ca. 2 Wochen auf die Seite ‚Wardrobe by me‘. Ich fand ein paar schöne Schnittmuster und entschied mich, als erstes für eine Shorts. Das Schnittmuster konnte ich als PDF runterladen zusammen mit einer ausführlichen, bebilderten Ste-by-Step Anleitung. 

 

Ich las dazu noch die Kommentare von Näherinnen, die schwärmten, wie toll die Shorts ist und das die Anleitung so großartig erklärt ist, dass sie es als Anfängerinnen ohne Probleme hinbekommen hatten. 
Ich war bester Dinge und es dauerte keine 30 Minuten, bis ich an der Anleitung schier verzweifelte. Ich verstand nichts mehr. Es begann bei den Taschen. Hier muss ich allerdings zugeben, dass ich die Angaben auf den Schnittteilen nicht gelesen hatte. Anstatt die Taschenbeutel aus Futter zuzuschneiden, hatte ich sie aus meinem Stoff gemacht. Das lließ sich schnell beheben. Dann ging es weiter, aber da lauerte schon das nächste Problem. Wie soll ich die Dinger jetzt anbringen? Ich wusste ja eigentlich, was zutun wäre, aber ich klebte noch an der Anleitung, bereit etwas Neues zu lernen. Nach einigen Versuchen entschied ich mich, den Teil der Anleitung zu überspringen und die Taschen so einzusetzen, wie ich es für richtig hielt. Und es klappte. 



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12 von 12 April

12 von 12 April

Meine 2. Teilnahme an dem Fotoprojekt „12 von 12“ hätte ich beinahe verpasst, hätte ich nicht den ersten Beitrag auf Instagram entdeckt. Da war es zum Glück noch nicht zu spät.

Wer nicht weiß, was „12 von 12“ ist, hier eine kurze Erklärung. Die ursprüngliche Idee stammt von Chad Darnell, fortgeführt bzw. hier eingeführt wurde sie von Caro vom Blog „Draußen nur Kännchen„. An jedem 12. des Monats kann jeder Blogger seinen Tag mit Fotos dokumentieren, Dann werden 12 Fotos ausgewählt und im Blog gezeigt und erklärt. Danach kann man sich auf Caros Seite eintragen und schauen, wer so alles mitgemacht hat.

Meine erste wirklich bewusste Erkenntnis heute morgen war, dass unser örtliches Bermuda Dreieck noch immer funktioniert. Ich habe es vor einer Weile so genannt, weil an dieser Ecke, direkt neben dem Haus, in dem ich wohne, immer irgendwelche Sache abgestellt werden, die kurz darauf verschwunden sind. Seitdem Sperrmüll teuer bezahlt werden muss, haben sich einige Leute gedacht, wir stellen an die Strasse und schauen, ob jemand das noch braucht. Und das scheint zu funktionieren. Anfangs habe ich mich nicht getraut selbst etwas hinzustellen, aber irgendwann war es dann soweit. Im Schutz der Dunkelheit lief ich das kurze Stück zur Ecke, stellte mein Sperrmüll dort ab und schlich wieder ins Haus. Am nächsten Tag war es weg. Manchmal dauert es länger, aber es verschwindet immer und ich habe noch nie, wirklich noch kein einziges Mal gesehen, wie jemand etwas mitgenommen hat. Darum bat ich gestern meinen Freund, mein altes, kaputtes Trimmrad mit mir runterzutragen. Obwohl er hier im Ort aufgewachsen ist, kannte er das Bermuda Dreieck noch nicht und war skeptisch, dass irgendjemand das Rad mitnehmen würde. Doch als ich ihn heute morgen verabschiedete war das Rad schon weg.

Gleich danach war ich so in mein Schnittmuster vertieft, dass ich meinen 1. Kaffee beim Ausschneiden trank.

 

Dabei lernte ich mal wieder, dass es durchaus sinnvoll ist, sich manche Anleitungen vorher einmal durchzulesen. Ich mache den Fehler immer wieder – egal was! Einzig habe ich mir  bei elektronischen und elektrischen Geräten angewöhnt, zumindest die „Erste Schritte“ anzuschauen, weil dort oftmals steht, was man auf gar keinen Fall vorher machen soll.
Schnittmuster sind aber weder elektrisch noch elektronisch und ich merkte nach dem Ausschneiden, dass der Stoff, den ich für diese Short nehmen wollte, nicht geeignet war, weil er kein Stretchstoff ist. Zum Glück habe ich ein großes Vorratslager an Stoffen und fand einen anderen elastischen Stoff.

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Einmal Montmarte und der Ruhm ist sicher – Milliblus Shorts

Die Shorts sind schon seit einer Woche fertig und ich habe den ganzen Tag überlegt, was für einen geistreichen Text ich zu diesem Blogbeitrag schreiben könnte.
Letztlich wird er nicht unbedingt geistreich, eher peinlich für mich. Heute abend hatte ich beim Tragen meiner Shorts die Assoziation mit einem Bild von Picasso. Ich möchte diesem von mir verehrtem Künstler nicht zu Nahe treten, aber das Muster auf diesem Stoff von Milliblus erinnert mich an eine Zeichnung von ihm. Und natürlich möchte ich Milliblus nicht zu Nahe treten, indem ich indirekt mitteile, dass sie nicht an Picasso heranreichen – oh mein Gott, ich bin in einer Zwickmühle, aus der ich nicht mehr rauskomme.

Ich kehre zu Picasso zurück. Vor einigen Sommern war ich mit meinem Weltbesten in Rouen in Frankreich. Es war ein wunderschöner Urlaub, wir sahen uns die Stadt an und wiedermal versagte mein Orientierungssinn, wenn ich mit meinem Partner zusammen bin. Ich komme sonst recht gut überall zurecht und meine behaupten zu können, dass ich für eine Frau einen überdurchschnittlich guten Orientierungssinn habe, aber partiell versagt er komplett. Etwa dann, wenn ich fest davon überzeugt bin, dass der Fluss, die Seine, ganz sicher, also 100 %ig, garantiert, vielleicht nicht unbedingt beim Leben meiner Kinder, aber dennoch in die falsche Richtung fließt. So was kann ja mal vorkommen. Aus Hamburg stammend passiert das bei einer Sturmflut mit der Elbe regelmäßig.

Nach Rouen machten wir einen Abstecher in die Normandie und fuhren dann spontan noch für 1 oder 2 Nächte nach Paris.
Als Malerin zieht mich Paris natürlich magisch an und ich war fest überzeugt davon, dass mein Ruhm lediglich davon abhing, dass ich zumindest einen Abend auf dem Montmartre betrunken sein müsste. Schließlich waren das alle großen Künstler und mein Ruhm war damit nur noch einige Drinks entfernt.
Ja, ich bin noch immer nicht berühmt und ganz sicher liegt es daran, dass die Lokale auf dem Montmartre keinen Absinth mehr ausschenken. So mußte ich auf Alternativen umsteigen.
Am Ende des Abends war ich ziemlich betrunken. Ich hätte Georges Braques‘  Kubismus noch vor ihm in runder Form, also Rundismus, erfunden, Picasso hätte sich schämend in die Ecke gestellt und Matisse neidisch welkende Blümchen gemalt – wäre die Höhe der Rechnung ausschlaggebend gewesen. Sie lag bei 98 Euro allein für Cocktails und ich sage besser nicht, dass mein Partner nach 2 Cocktails bei Cola blieb.
Er hatte einen heiden Spaß mit mir. Meine Freundin und mein ältester Sohn weniger, weil ich zu fortgeschrittener Stunde fest davon überzeugt war, sie anrufen zu müssen (es war ein Wochentag!) Der Verkäufer der wohlriechenden Jasminkettchen war wiederum ganz entzückt. Das Blütenband verlor ich ca. 30 Min später auf den Treppen von Sacre Coeur. 
Eine Entdeckung machte ich jedenfalls: die Französischkenntnisse steigen proportional zum Alkoholkonsum. Hätte ich das früher in der Schule gewußt, ich hätte vor jeder Französischarbeit Chartreuse getrunken.
Mein Partner profitierte von meinen plötzlich einsetzenden Französischkenntnissen, indem er ein Taxi heranwinkte und ich dem Taxifahrer so unglaublich fließend die Adresse des Hotels mitteilen konnte, dass ich selbst ganz überrascht war. Meine Schwäche im Französisch waren bis dahin immer die Zahlen spätestens ab 40. Unser Hotel hatte leider eine Hausnummer über 40, aber die flutschte mir über die Lippen, als hätte ich nie etwas anderes gesprochen.
So kamen wir mit diversem französischem Smalltalk meinerseits mit dem Taxifahrer wohlbehalten im Hotel an.
Übrigens lag dieses Hotel in der Nähe einer Straße mit dem Namen Rue Picasso (oder so ähnlich). Und somit habe ich wieder den Bogen zu meinen Shorts gespannt.

Das Muster hatte ich bereits auf dem weißen Jersey zu einem T-Shirt verarbeitet. Als ich es aber bei „Das Königskind“ in Friedberg auch auf dieser rosa Webware entdeckte, wußte ich, dass ich daraus unbedingt eine kurze Hose machen musste. Den Schnitt habe ich von Schnittvision. Es ist eigentlich eine lange Hose, aber ich habe sie gekürzt.
Ich liebe diesen Stoff. Er ist elastisch, angenehm zu verarbeiten und angenehm zu tragen. Zum Glück war das Wetter die letzten Tage so sommerlich warm, dass ich sie heute bereits tragen konnte.

Übrigens habe ich schon diverse Hosen mit Reißverschluß genäht, aber ich weiß nicht, ob Ihr das kennt? Für meinen ersten Hosenreißverschluß fand ich ein Anleitungsvideo bei Youtube und fand es sehr hilfreich. Seitdem geht kein Reißverschluß ohne dieses Video. Ich schätze es liegt daran, dass ich diesem Video immer blind Schritt für Schritt folge ohne auch nur einmal über die eigentliche Logik dieses Vorgangs nachzudenken. Eine meiner größten Befürchtungen ist deshalb, dass dieses Video irgendwann mal gelöscht wird. Bis dahin will ich mein eigenes gemacht haben. Und vielleicht verstehe ich irgendwann mal die Logik in der Anbringung des Reißverschlusses.
Satinschrägband am Innenbund
Auch wenn der April noch einige Wetterkapriolen bringen kann, freue ich mich, dass die letzten Tage so wunderbar sonnig waren.
Auf jeden Fall weiß ich schon jetzt, dass ich im Mai diese Shorts anziehen werde, denn dann geht es erst nach Hamburg und dann nach Malta.
Aber bis dahin werde ich noch diverse Beiträge schreiben.
Habt Ihr auch lustige Reiseerlebnisse? Ich muss gestehen, dass ich noch diverse Geschichten auf Lager habe, bei denen ich meistens nicht gut abschneide. Aber was tut man nicht alles, damit die Mitmenschen etwas zu lachen haben….

In diesem Sinne Euch einen schönen MeMadeMittwoch
Stoff: Milliblus, gekauft bei Das Königskind in Friedberg/Hessen
Schnitt: Schnittvision
Als Nachzügler bei 12 Colous of Handmade Fashion
und mit Punktlandung bei After Work Sewing.