Ich packe meine Cambag

Ich packe meine Cambag

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Ihr Lieben,

was soll ich an einem Tag machen, an dem mich die Dunkelheit ein wenig in ihren Klauen hält, aber dennoch einen versprochenen Blogpost schreiben will?

Ich schreibe ihn trotzdem, denn das eine hat mit dem anderen nichts zutun und ich freue mich, dass ich noch ausreichend Energie und Lust dazu habe.

Theresia von Crearesa hat eine tolle Tasche entworfen. Das Muster ist zwar nicht niegelnagel neu, aber verbessert weil vergrößert. Und da ich kein Fan von kleinen Täschchen bin, war es nur natürlich, dass ich die größeren Cambags probenähen wollte. Wenn ich mich richtig erinnere, war der Rock Resa mein erstes Probenähen überhaupt und ich erinnere mich noch an die entspannte und lockere Atmosphäre in ihrem Team.

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Jetzt ist Taschennähen nicht wirklich mein Steckenpferd. Gut bekam ich einst die Geobag von Pattydoo hin und meinen eigenen Bagpack, der allerdings mittlerweile seine Schwachstellen zeigt. Danach folgten noch 2 Strandtaschen und gut war. Kleidung nähen ist eben eher mein Ding. Aber die Cambag Tessa Large wollte ich nun mal haben und man kann ja auch durchaus seinen Horizont erweitern und aus seiner Komfortzone elegant herausgleiten. So fand ich mich mit gefühlten 50 Schnitteilen in mehrfacher Ausführung auf dem Boden wieder und versuchte irgendwie Ordnung in das Chaos zu bringen.

 

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Wenn ich beim Kleidungnähen sehr, sehr oft die Anleitung einfach beiseite lege, in manchen Fällen zumindest mal drüber hinwegfliege, so sass ich nach kurzer Zeit mit der ausgedruckten Anleitung da und las sie wirklich Schritt für Schritt durch. Ja, ich entdeckte sogar Tippfehler, die ich aber aufgrund der erhöhten Konzentration gar nicht melden konnte. Es kam am Ende so weit – und leider habe ich das Foto nicht mehr – dass ich die Teile haargenau so hinlegte, wie auf dem Foto der Anleitung. Von da an arbeitete ich mich Schritt für Schritt durch. Wäre da nicht dieses tolle, wirklich idiotensichere Ebook gewesen, hätte ich jetzt keine 2 Cambags. Offengestanden hätte ich am liebsten einige Tage Pause zwischen den Taschen gemacht, aber da ich selbstverschuldet verspätet anfing, musste ich die Suppe selbst auslöffeln. Und nur eine Cambag nähen war auch keine Option. Immerhin hatte ich dafür eigens Material besorgt.

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Upcycling Tutorial – Wie mache ich aus einem Oberhemd eine Tasche

Im letzten Jahr hatte ich bereits aus einem alten Herrenhemd meines Partners eine Tasche genäht. Einer Freundin von mir gefiel sie so gut, dass sie bei mir eine in Auftrag gab. Dank meines ältesten Sohnes bekam ich Nachschub an ausrangierten Hemden und ich konnte damit beginnen.
Nun hatte ich für meine Tasche kein Tutorial oder Anleitung gehabt und während des Nähens erst die Möglichkeiten entdeckt. Aber auch das dokumentierte nicht, sondern war fest davon überzeugt, dass ich das wieder hinbekommen würde. 
Ich nahm also ein weißes Oberhemd, setzte mich daran und nach kurzer Zeit konnte ich meine eigenen Näh- und Schnittschritte nicht mehr nachvollziehen. 
 

 

Nach einem halben Tag Ruhe vor dem Projekt und 5 km Joggen, entschied ich mich, diesmal die Schritte zu dokumentieren. Davon habe nicht nur ich einen Nutzen, sondern der eine oder andere auch.
 
Leider sind die Fotos von grausamer Qualität, was daran liegt, dass ich irgendwann den Bogen raus hatte und nur noch nähen wollte. Ich konnte mich nur mit eiserner Disziplin dazu anhalten, die einzelnen Schritte zu fotografieren. 
Ihr beginnt mit dem Abtrennen der Ärmel. Theoretisch kann man sie auch abschneiden, aber da das vordere Ärmelloch die seitliche Außenkante der Tasche wird, sollte man möglichst nicht zu viel dort abschneiden. Lieber etwas vom Ärmel überstehen lassen. Ich trenne lieber auf. 
Die Ärmel legt ihr erstmal zur Seite. 
 

 

 

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Mein eigenes Design: Rucksack/Tasche

Liebe auf den ersten Blick – nach den Nachbesserungen

Das Problem

Ich habe ja mindestens 2 Seiten in mir … sicherlich noch mehr, aber wenn es um Mode und alles was dazu gehört geht, gibt es die Seite, die etwas Schönes will und dann die, die es praktisch mag.
Beide Seiten haben ihre Berechtigung. Tolle obermodische Schuhe mit hohen Absätzen – der Wahnsinn! Aber flache Treter, optisch vielleicht nicht gerade schön, aber unbezahlbar für längere Fußtouren.
Bisher war insbesondere auf Reisen immer mein Eastpack mit dabei. Er ist unheimlich praktisch, bequem zu tragen, man bekommt viel rein und alles ist darin sicher verstaut (es sei denn, ich habe meine Wasserflasche nicht richtig zugedreht). Wer ein solches Stück besitzt, weiß wovon ich spreche. Aber optisch für ein nettes Restaurant…  no! Wenn ich mit meinem weltbesten Partner verreise, ist dieser Rucksack eigentlich immer dabei. Vorallem im Flieger, weil da mein iPad, meine ganzen Aufladekabel, iPhone, eReader und iPod und natürlich diverse Kosmetiksachen dabei sind. Für den Inhalt hätte ich natürlich auch Handtaschen, aber ganz ehrlich, nach einer Weile des Wartens auf den Flieger, dem herumstöbern in Dutyfreeshops und dem ständigen Toilettenbesuchen aus Angst vorm Fliegen, ist mir meine Tasche dann zu schwer. Also der Rucksack. Im Gepäck dann natürlich noch eine Handtasche, wenn man abends mal schön essen geht. Nach meiner weiblichen Logik nimmt diese Handtasche mindestens den Platz von 2 Paar Schuhen ein.
Seit einiger Zeit hege ich also den Gedanken, mir eine Kombi-Rucksack-Tasche zu nähen. Es gibt zwar manche Modelle zu kaufen, aber die, die ich bisher gesehen habe, waren meisten zu klein und mindestens als Rucksack, spätestens für meinen ganzen Kladderadatsch nicht tauglich. Im Internet fand ich neulich ein Modell, aber es war weit außerhalb meiner finanziellen Verhältnisse. Dennoch habe ich einen Screenshot gemacht und Teile dieses Modells in mein eigenes Design einfließen lassen.
Meine 2. Anforderung an einen Rucksack, die auch der Eastpack nicht erfüllt: Die Außentaschen sind in Städten wie Rom, wo man ständig vor Taschendieben gewarnt wird, nicht tauglich. Tatsächlich habe ich einen Lederrucksack, der an der Rückenseite ein Einsteckfach hat. Auch das wollte ich unbedingt haben. Allein schon deshalb, um dort meine Bordkarte vor Abflug zu deponieren. Obwohl… die nimmt mittlerweile nur noch mein Weltbester an sich, da ich in der Vergangenheit dieses Papierstück einmal im Raucherraum liegengelassen habe (da war allerdings meine Mutter Zeugin dieses Vorfalls was nicht minder  schlimm ist) und ein weiteres Mal zusammen mit einer Papiertüte vom Brötchen in den Abfall warf. Das Herausfischen vor der japanischen Reisegruppe, die sich als Treffpunkt genau die Abfalleimer ausgesucht hatten, war nicht unbedingt etwas für die Stärkung des Selbstbewußtseins. Das süffisante Lächeln des Weltbesten übrigens auch nicht… da ahnte er aber noch nicht, dass das erst der Anfang einer Reihe von Mißgeschicken meinerseits war (es endete mit dem gemeinsamen Aussperren auf dem Hotelbalkon abends um 23.00! – Handys im Zimmer!) Seitdem nimmt er demonstrativ unsere Bordkarten an sich. Und das Hotel hat den Verriegelungsmechanismus der Balkontüren geändert. Danke!

Nachdem ich neulich den Stoffladen meines Vertrauens „Das Königskind“ entdeckte, kaufte ich nicht nur als erstes den tollen Jersey von Milliblus sondern auch 90 cm silbernes Kunstleder.

Wie lange ich gedanklich an diesem Projekt gesessen habe, kann ich gar nicht sagen. Ich habe nicht mal eine Zeichung dazu gemacht, sondern irgendwann am Wochenende einfach losgelegt. Die größte Schwierigkeit bestand darin, einen grauen, ca.50 cm langen Reißverschluß zu bekommen, der silberne Metalldingens hat. Ich habe ca. 4 Reißverschlüsse gekauft und am Ende funktionierten doch nur die Schwarzen.

Weil ich kein wirklich geübter Taschennäher bin, stellt mich so ein Projekt immer vor gewisse Herausforderungen. Während ich Kleidung meist nach einem gewissen Ablauf nähe, muss ich beim Taschennähen immer vorausdenken und quasi von Innen nach Außen nähen. Der Zuschnitt des Kunstleders war problemlos. Futterstoff in Form einer ausgedienten Gardine meines jüngsten Sohnes stand ausreichend zur Verfügung, aber nach dem Zuschnitt des Futters musste ich erstmal überlegen, was ich Innen eigentlich so alles haben will. Erst dachte ich an einen Innentasche mit Reißverschluß, weil die in allen guten Taschen sind, bis mir klar wurde, dass ich die Reißverschlüsse eigentlich ausnahmslos offen habe. Die Mühe sparte ich mir also und fertigte mir reichlich Steckfächer, denn schließlich muss man Fächer haben, um überhaupt suchen zu können.

Die Innenseite nach außen gekehrt.

Dann hatte ich die Idee, einer „Trennwand“… allerdings erst nachdem ich das Futter zusammengenäht hatte. War egal, ich wollte es und machte es. Den Taschenboden verstärkte ich übrigens mit einer festen Vlieseline am Kunstlederteil und am Futter verarbeitete ich ein Rest festen Teddystoff, um dem ganzen eine angenehme Festigkeit und Polsterung zu geben.

Die „Trennwand“ in der Mitte.

Gerade bemerke ich, dass ich das alles gar nicht mit Fotos zeigen kann, weil ich so auf das Nähen konzentriert war, dass ich vergaß, Fotos zu machen. Nun denn… ich zähle auf Euer Vorstellungsvermögen.

Trennwand und Steckfächer

Die nächste Herausforderung war eher an meine Nähmaschine als an meinen Kopf gestellt. Ich schwöre, ich habe sie heute stöhnen hören, als ich nochmals mit dem Rucksack ankam, obwohl ich ihr gestern lobend über das Gehäuse strich und sagte, „jetzt hast Du es geschafft!“. Aber sie hat wacker durchgehalten, wenn auch nicht die 3 Nadeln,
Tatsächlich war ich gestern nämlich fertig, hatte schon fröhlich bei Instagram gepostet, aber ich war nicht so richtig zufrieden damit. Heute morgen wußte ich dann auch warum. Ich hatte ursprünglich vorgesehen, die Taschengurte selbstzumachen, fand dann aber die silbernen Henkel im Laden und benutzte sie. Für die Taschenversion waren sie gut, aber sobald ich sie als Rucksackgurte umfunkionierte, saß die ganze Tasche komisch am Rücken. Die Griffe waren einfach nicht lang genug und deshalb mußte meine Nähmaschine heute nochmal ran und ich nähte verstellbare Gurte. Und diese Dinger sind das i-Tüpfelchen. Als ich sie an meinen Taschenrucksack machte war ich so überglücklich! Ich war spontan in das gute Stück verliebt.

Meiner Nähmaschine würde ich die fetten Nähte mir den Gurten nicht nochmal zumuten wollen. Sollte ich so eine Rucksacktasche nochmal machen, würde ich wahrscheinlich Nieten zum befestigen nehmen, was ich vielleicht noch nachholen werden, weil die Nähmaschine viele Stiche ausgelassen hat. Das sind ein paar Schönheitsfehler daran, aber auf die werde ich natürlich nicht hinweisen und schon gar nicht darüber schreiben.

Bühne frei für meine Rucksacktasche und meinen Taschenrucksack!

Voller stolz weil nicht nur für mich sondern auch für meine Anforderungen selbst entworfen und gemacht, verlinke ich es bei Rums

Rückwärts-Tutorial

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Es gibt viele Anleitungen im Internet, wie man Dinge machen kann. Ich weiss gar nicht, ob es auch so viele zum Thema „Alles nochmal“ gibt.
Ich hatte vor 2 Tagen ein Kosmetiktäschchen genäht. Es ging wirklich schnell, was erstmal toll war. Mich interessierte das Design, der Stoff „lag rum“ und innerhalb von 30 Min war es fertig.

Was man auf dem Foto jetzt nicht sieht: Dieses Täschchen hat keinen Stand. In den 30 Minuten hatte ich mir die Bügeleinlage einfach erspart. Ich war insgeheim davon ausgegangen, daß die Form genügend Stabilität geben würde. Zweiter Fehler: weißes Innenfutter. Da sieht man sofort jeden Fleck und bei Kosmetik und mir geht das schnell. Weiß und abwaschbar wäre eine mögliche Kombination gewesen. 
Dritter Grund für das Auftrennen: Ich hatte einfach schlampig genäht. Die Ecken waren nicht symmetrisch, was auf den ersten Blick nicht unbedingt auffiel, aber ich sah es und das reicht.
Mein Trennmesser. Ich liebe es und wir haben eine innige und intensive Beziehung, was einerseits an meiner Ungeduld liegt und zum anderen an meinem ausgeprägten Hang zu Denkfehlern und Unfällen.
Seit einigen Monaten haben wir unsere Beziehung vertieft, nachdem ich per Zufall auf Youtube sah  wie man es richtig benutzt. Dem standen über 30 Jahre (mit langejährigen Nähpausen) falsche Handhabung entgegen.

 

Alle Nähte bis auf den Reissverschluss sind augetrennt .

 

Das Futter vom Reissverschluss lösen und dann mit der Fusselrolle die Fadenreste entfernen

 

Auch die von der Hose. Kleiner Tipp: Möglichst keine Fleecekleidung beim Auftrennen tragen. Die nimmt mehr Fadenfussel auf als die Rolle.
Das Futter habe ich beiseite gelegt (auf dem probiere ich gerade den Fototransfer auf Stoff aus), den Reissverschluss vom Oberstoff getrennt und erstmal Vlieseinlage aufgebügelt.
Da ich einen Endlosreissverschluss benutzt habe, sicherte ich vorsichtshalber nochmal die Enden mit einem Zickzackstich, damit der Schieber nicht rausgeht.

 

Für den Stand des Oberstoffes wählte ich die H250 Vlieseinlage.

 

Bei der Wahl des Futters hätte ich auf meine vielen Stoffresten zurückgreifen können, aber es war der Gedanke „abwaschbar“ aufgekommen. Ich verfüge über ein stattliches Kontingent an faltbaren Einkaufstaschen, die teilweise schon sehr gelitten haben. Insbesondere die 0,99€ Taschen eines großen Drogeriemarktes vertragen keinen schweren Inhalt.
Die Bodennaht hatte ich schon nachgenäht, aber der Stoff reisst immer wieder auf, wenn Milchtüten und Flaschen transportiert werden. Darum bin ich auf Baumwolltaschen umgestiegen – selbstgemacht, natürlich.
Als Futter eignen sich diese Taschen jedoch großartig.

 

Aus dem Einkaufsbeutel schnitt ich 2 passende Teile zu. Da mir das Täschchen insgesamt zu groß war, verkleinerte ich alle Schnittteile um 2 cm. Spontan entschied ich mich noch für einen Streifen auf dem Oberstoff als Dekoration, applizierte ihn und setzte alles wieder zusammen. Diesmal aufmerksamer und richtig.

 

 

Da es sich um ein Rückwärts-Tutorial handelt, beschreibe ich jetzt nicht die genauen Arbeitsschritte hierzu. Auf Youtube gibt es hilfreiche Videoanleitungen für das Boxtäschchen. Wenn man sie von Anfang an befolgt, braucht man auch nicht wieder alles aufzutrennen.