Splish splash, I am taking a bath…

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Ihr Lieben,

nachdem ich Anfang des Jahres schon Unterwäsche gezeigt habe, mich letzte Woche seelisch nackisch gemacht habe, komm ich heute schon wieder leicht bekleidet daher. Glaubt jetzt aber nicht, ich hätte hier eine neue Leidenschaft entdeckt. Also eigentlich schon, aber die bezieht sich lediglich auf das Nähen. Außerdem fasse  ich mich heute recht kurz, weil ich noch immer in der Regenerationsphase der letzten 2 Wochen (Messe und Unternehmungen über Ostern) bin.

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Tina von Alpartig hatte vor einiger Zeit gefragt, wer ihre neuen Badestoffe vernähen würde und ich hatte das große Glück in die Testgruppe aufgenommen zu werden. Da das Nähen der Unterwäsche noch gar nicht so weit zurücklag, schlug ich Christina von Wardrobe by me vor, dass ich aus der Love Yourself Kollektion einen Bikini machen würde, aber sie hatte einen noch besseren Vorschlag und stellt mir Ihren Marylin Bikini Schnitt zur Verfügung.

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Zwar war ich geübt in Unterwäsche, aber vor dem Bikinioberteil hatte ich dann doch etwas Bammel und ich nähte erstmal eins aus Probestoff. Das ging besser als ich dachte und nun habe ich 2 Bikinis – ich, die sonst ein Leben lang immer nur über einen Badeanzug und einen Bikini verfügte. Aber wer schon 1 Kaufbikini und 2 Selbstgenähte hat, braucht natürlich auch 2 Badeanzüge. Und obwohl ich mir den Badeanzugschnitt von Wardrobe by me schon gekauft hatte, wurde ich nach dem geglückten Bikini richtig übermütig und nahm von meinem Kaufanzug einfach den Schnitt ab. Ganz so einfach war es zwar nicht, weil die Gummis überall die tatsächliche Nahtlänge verkürzen, aber es klappte trotzdem. Übrigens habe ich am Bikinioberteil die Bänder hinten einfach verlängert, um sie binden zu können. Das war eine Notlösung, weil ich auf die Schnelle keinen Verschluss mehr fand.

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h+h Köln – ein ganz persönlicher Rückblick

h+h Köln – ein ganz persönlicher Rückblick

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Soll ich es als Zeichen deuten, dass der gesamte und fertige Text, den ich Tags zuvor geschrieben hatte, auf magische Weise in den Weiten der Datenwelt verloren gegangen ist? Was auch immer das für ein Zeichen ist – ich schreibe einen neuen Text. Allein schon deshalb, weil ich diesen Beitrag angekündigt hatte.

Es wird sicher viele Rückblicke in der nächsten Zeit von der h+h in Köln geben. Über Stände, über Blogger, die man getroffen hat, über Stoffe und die Modenschauen. Ja, es gab tatsächlich viel zu sehen und ich fand es sehr interessant.

Wenn ich jedoch an das vergangene Wochenende zurückdenke, dann sehe ich in erster Linie meinen ganz persönlichen Fortschritt. Es ist viele Jahre her, dass ich allein in eine andere Stadt gefahren bin, mir ein Hotelzimmer im Vorfeld reservierte und mich dazu noch am Freitagabend zu einem Bloggerdinner mit 28 Teilnehmerinnen traute, von denen ich einige gar nicht, und einige zumindest von Instagram her kannte. Persönlich war ich noch niemanden begegnet.

Wenn ich sage, es ist viele Jahre her, dann spreche ich von einer Zeit vor dem Jahr 2001. In dem Jahr wurde bei mir eine schwere Depression diagnostiziert, begleitet von Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Um überhaupt zu dieser Diagnose zu kommen, musste ich zu einer Therapeutin und die fand ich nur mit Hilfe meines Partners, weil ich einerseits viel zu viel Angst zum Telefonieren hatte und mich zum anderen in Grund und Boden schämte. Wie gesagt, die Depression wurde da erst diagnostiziert, tatsächlich litt ich aber schon viele Jahre darunter.

Um ambulant überhaupt therapierbar zu sein, musste ich 6 Wochen in eine Klinik. Danach begann dann die eigentliche Therapie. Ich musste meinen Job aufgeben, Erwerbminderungsrente beantragen und die darauf folgenden Jahre sehr, sehr hart an mir arbeiten. Ich kapselte mich ab, hatte anfangs nur meine Kinder und meinen Partner um mich. Die wenigen Freundinnen, die ich hatte, brachten unglaublich viel Verständnis für mich auf.

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Als ich jetzt am Freitag mein Hotelzimmer bezog, wurde mir bewusst, dass ich wirklich seit Ewigkeiten nicht mehr auf diese Weise allein unterwegs war und ich fühlte mich unglaublich wohl und stolz. Dann ging ich, einen leichten inneren Widerstand überwindend, zum Bloggerdinner und es war unglaublich schön, so viele Menschen dort zu sehen, die durch das Nähen verbunden sind. Es war ein toller Abend und ich danke an dieser Stelle Kira von The Couture, dass sie diesen Event organisiert hat.

Den nächsten morgen ging ich langsam an, mußte wieder diesen kleinen Widerstand überwinden und fuhr schließlich zur Messe. Ich schlenderte durch die Hallen, traf noch einige Bloggerinnen, redete kurz mit ihnen und ging weiter. Das ich tatsächlich aber auch freudestrahlend von Einigen erkannt wurde, hat mich wirklich unglaublich erfreut.

Bilder aus den Anfängen meines Blogs

Die letzten Tage habe ich immer wieder Berichte auf Instagram gesehen und konnte lesen, wer mit wem alles unterwegs war, wer auf welchen Ständen Goodies bekommen hat, vielleicht sogar über Kooperationen verhandelte und auf dem Bloggertreffen der Initiative Handarbeit war. Bis auf ein paar Goodies kann ich da nicht mitreden und ich spürte am Sonntag eine kleine, leise Stimme, die meinte, ich hätte mir nicht genügend Mühe gegeben. Ja, warum warst Du eigentlich auf der Messe?

Warum ich auf der Messe war: Weil ich seit 2001 und schon vorher unglaublich weit gekommen bin. Ich habe keine Kooperationen verhandelt, aber ich habe mich gezeigt. Ich habe meine eigenen Widerstände überwunden und bin nach Köln auf die Messe gefahren.

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Auf der Messe selbst habe ich immer wieder mit mir gerungen, ob ich mutiger sein soll oder nicht und hier und da habe ich mich einfach mal getraut. Dabei musste ich mir Kommentare anhören, dass ich für ein freies Exemplar einer Zeitschrift nicht genügend Follower auf Instagram habe, dass ich nicht bekannt genug wäre – unbedeutend sozusagen. Aber ich habe mich dadurch nicht fertig machen lassen. Stattdessen wuchs mein Kampfgeist daran.

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Jolie und Gina sowie 5 Fragen zum März

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 Ich bin tatsächlich ein wenig im Blogstress. Letzte Woche sind 2 neue Schnitte erschienen, bei denen ich zur Probe mitgenäht habe, ein 3. kam gestern heraus. Und dann ist da noch die Challenge von Luziapimpinella  mit den 5 Fragen zum 5. März.

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Ganz getreu der ersten Frage von Nic, werde ich hier alles schön durcheinanderwirbeln. Wen nur die Fragen Interessieren: Sie sind alle fettgedruckt zum leichteren Durchscrollen.


1. Wenn Du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst Du dann?

Was bin ich froh, dass die Fragen schon weit vor dem 5. veröffentlicht werden, denn diese Frage fand ich ganz besonders schwierig. Ich habe viel darüber nachgedacht und habe letztlich 2 Gerichte, die im Grunde aber beide das Selbe beinhalten: Eintopf und/oder ein gemischter Salat. Warum? Lange Zeit habe ich behauptet, ich könne Viele, aber nichts davon richtig. Mittlerweile weiß, dass ich nicht alles perfekt können muß, um es dennoch zu machen. Ein lieber Mensch sagte mir einmal, ich sei ein bunter Blumenstrauß. Und darum pflege ich alle Seiten meiner Kreativität. Das eine mal mehr, das andere mal weniger. Je nach dem, was gerade dran ist.


Seit Januar lief das Probenähen bei TinaLisa für die Jolie, die später noch um eine Gina erweitert wurde. Meine erste Jolie entstand ganz früh, noch bevor die Anleitung geschrieben war und darum kamen in den großen Kragen keine Bänder für die Raffungen sondern einfach ein Gummiband.

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Beim 2. Versuch hielt ich mich dann zur Abwechslung an die Anleitung und nähte seitlich in den Kragen jeweils 2 Tunnel um dann Bänder für die Raffung einzuziehen.

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Beide Jolies habe ich hier in Shirtlänge gemacht, wobei der Schnitt auch die Kleidlänge enthält und wahlweise mit Zipfelsaum genäht werden kann. Ich persönlich mag keine Zipfelsäume, weshalb hier eben nur die eine Variante ist.


2. Welches Buch oder welche Bücher liebst Du so sehr, dass Du es/sie mehr als einmal gelesen hast?

Ich glaube, ich habe bis auf ein paar Bücher in meiner Jugendzeit kaum eins 2 mal gelesen. Und wenn, dann nur, weil ich die Geschichte nicht mehr erinnerte. Wenn ich aber ein Buch wirklich liebe, dann vergesse ich es nicht und behalte das erste Leseerlebnis wie ein kostbares Gut in mir. Vielleicht habe ich die Befürchtung, dass dieses Erlebnis beim nächsten Mal nicht mehr da wäre. Es gibt aber Bücher, die ich immer wieder zur Hand nehme, um darin einige Seiten zu lesen. „Briefe an einen jungen Dichter“ von Rilke ist so ein Buch. Obwohl es sehr dünn ist, habe ich es noch nie ganz durchgelesen. Die wunderbaren und wahren Worten berühren und regen zum nachdenken an.


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Kaum waren meine Jolies fertig, ergänzte TinaLisa Schnittdesign das Probenähen mit der Gina. Der untere Teil der Gina ist der gleiche wie von Jolie, aber oben am Kragen wurde mächtig verändert. Die Varianten die dabei entstanden waren so vielfältig, dass ich mich erstmal beim Glitzerstrick an die Pullivariante mit Volantärmel hielt.

So sehr ich Volantärmel liebe – ich tappe immer wieder in die gleiche Falle, denn ich bin manchmal ein Tolpatsch und es war nur eine Frage der Zeit, bis ich mit dem Volantärmel im Essen hing. Darum habe ich die Ärmel mittlerweile „entschärft“, damit dieser Pulli alltagstauglich ist. Auf dem Foto ist aber die ursprüngliche Version und sie sieht ja auch wirklich schön aus. Auch wenn es mir um die schönen Ärmel leid tut, werde ich mich nicht dafür entschuldigen, weil ich damit Frage 3 widerlegen würde.

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Die 12. von 12 Colours of Handmade Fashion

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Da sind wir jetzt also angekommen. 12 Farben über 1 Jahr und ich war noch nie so lange mit so viel Begeisterung, Leidenschaft und Enthusiasmus bei einer Challenge dabei.

 

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Liebe Selmin von Tweed and Greet, letzten Monat schrieb ich Dir noch einen nicht ernst gemeinten Beschwerdebrief. Heute möchte ich mich bei Dir für diese tolle Challenge bedanken. Es hat so unglaublich viel Spaß gemacht und ich habe tatsächlich neue Farben für mich entdeckt. Und nicht nur Farben. Ich ließ mich von der Streifensucht anstecken, von Mustern und Materialien. Ich verließ diverse Male auf unterschiedlichste Weise meine Komfortzone, um festzustellen, dass meine Komfortzone plötzlich größer wurde.

 

Wenn ich weiterhin zurückschaue, denke ich besonders an die Farbe Gelb zurück, die mich das erste Mal verzweifeln liess. Und wenn ich mich recht erinnere, so brachte mich das erstmals mit Jenni von Basteltantes Nähkästchen näher und das ist ein Kontakt, der eine der vielen Bereicherungen in meinem Leben dieses Jahr ist.

Doch heute geht es um Schwarz. Und ohne mich wiederholen zu müssen, kann ich wenig über das Kleid sagen.

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Ich entdeckte den Jersey von Lillestoff auf meiner Suche nach dem roten Milliblus Stoff beim Königskind in Friedberg. Eigentlich dachte ich auch hierbei an das Schlauchkleid, aber mit 4 Stück hatte ich wirklich genug. Einen neuen Schnitt wollte ich nicht extra kaufen und entschied mich bald für ein Kleid, das ich bereits 2 mal im Sommer genäht hatte. Es ist der Schnitt aus der Fashionstyle 5/2017. Und da es ein Sommerkleid ist, habe ich auch hier lange Ärmel zugeschnitten.

Was soll ich sagen: Ich fürchte ich habe das nächste festliche Kleid. Aber ich gebe jetzt mal ganz klar zu: Mindestens 3 oder 4 meiner Kleider sind letztlich auch alltagstauglich.

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Über den Umgang mit Stoffen…

Über den Umgang mit Stoffen…

Man weiß genau was man will…

Mittlerweile weiss ich zum Glück, dass es für Menschen, die sich ihre Kleidung gern selbst nähen typisch ist, über ein Stofflager zu verfügen, dass von groß bis hin zu „gewaltiges Ausmass“ ist. Das hat die verschiedensten Ursachen. Ich kenne einige davon und ich versuche sie mal aufzuzählen.

Im günstigsten Fall habe ich eine genaue Vorstellung von dem, was ich nähen möchte und weiss, was ich dafür brauche. Und noch günstiger, wenn es sich um eine so präzise Vorstellung handelt, wie z.B. ein rotes T-Shirt. Dann kaufe ich roten Jersey. So weit so gut. Aber hier kommt es jetzt zu den ersten verhängnisvollen Situationen: Der Stoffladen hat leider nicht nur roten Jersey, sondern noch viel, viel mehr schöne Stoffe, die man leider sieht und beginnt zärtlich zu streicheln. Dort nimmt das Schicksal oft seinen Lauf und man verlässt das Geschäft mit dem roten Jersey (sehr gut!) und um die 2 oder 3 weitere Stoffe (weniger gut!). Bei Letzerem ist noch zu unterscheiden, ob man eine genaue Vorstellung hat, was man daraus machen will oder man einfach nur in den Stoff hoffnungslos verliebt war.

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In beiden Fällen kann es darauf hinauslaufen, dass diese Stoffe erstmal im Lager landen oder dann früher, meist später, verarbeitet werden. Ganz schlecht ist es, wenn sich zwischenzeitlich der Geschmack ändert, die Stoffe immer weiter nach unten rücken und man sie irgendwann vergessen hat. Beim nächsten Durchsuchen zeigen sie sich dann wieder und man denkt entweder „wow, den habe ich ja auch noch“ – dann rückt er um einige Stoffe nach oben oder „was hat mich denn da geritten???“ – dann bleibt er wo er ist.

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Jetzt gibt es natürlich auch die Möglichkeit, den Beispieljersey im Internet zu kaufen. Hier fällt das Streicheln aus, zumindest weiss ich bisher von niemanden, der verträumt über den Bildschirm streicht. Je nach Anbieter kann man recht schnell zu seinem Wunschstoff finden, die Menge eintragen und in den Warenkorb legen. Manchmal springt dann ein Fenster auf, das einem sagt, was man sich gerade ausgesucht hat und vor die Wahl stellt, ob man gleich zur Kasse will oder den Einkauf fortsetzen möchte. Ehrlich gesagt glaube ich, dass der Knopf „Jetzt zur Kasse“ nur so ein Fakeknöpfchen ist. Ich habe es noch nie ausprobiert, denn vor die Wahl gestellt, bekomme ich dieses leichte Panikdenken: „Jetzt bestellst Du schon, überleg nochmal genau, ob Du nicht doch noch was brauchst!!!“ – Ergo: „weiter einkaufen“, zur Kasse kann man ja immer noch (Trugschluss!). Und dann schweift der Blick in die vielfach links eingerichtete Seitenleiste mit den Stoffangeboten und innerhalb kürzester Zeit wird einem plötzlich klar, dass man erst jetzt weiß, was einem alles gefehlt hat und was man eigentlich definitv nicht braucht. Der Ausgang ist am Ende wie im Stoffladen. Für diejenigen Leser, die nicht nähen: Das ist so ungefähr der gleiche Effekt wie in der Tüdelkramabteilung von Ikea.

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12 von 12 aus Venedig

12 von 12 aus Venedig

Das 2. mal dieses Jahr, dass ich am 12. eines Monats im Urlaub bin. Darum schaut der Blogpost eventuell ein bisschen anders aus als sonst, weil ich ihn behelfsmässig vom Tablett machen muss.

Das erste, was ich heute morgen vom Hotelfenster aus sah, war dieser Mann.

Ich musste ihn fotografieren, noch bevor mir klar war, dass heute der 12. ist.

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Jetzt geht es erstmal zum Frühstück, in den bisher mir bekannten kleinsten Frühstücksraum.

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Da heute endlich mal blauer Himmel ist, werden wir uns demnächst zu Fuss auf den Weg machen und das ehemalige Ghetto von Venedig suchen, was bereits 1526 entstand und von woher der Begriff überhaupt stammt. Die jüdischen Bürger wurden damals auf die Insel in Venedig verbannt und unter zahlreiche Repressionen gestellt. Letztlich war das Ghetto aber nicht nur Ausgrenzung sondern auch Schutz. Napoleon liess das Ghetto 1797 wieder öffnen. Als 1943 schliesslich die Nazis in Venedig einfielen, deportierten sie fast 200 Juden. Für sind Gedenktafeln und die sogenannten Stolpersteine errichtet worden.

So war der Plan nach dem Frühstück. Als wir uns auf den Weg zur Rialtobrücke machten, zogen dunkle Wolken auf und mein Weltbester, der schon seit einem Tag mit diesem Gedanken spielte, fragte mich, ob wir uns nicht lieber ein 3-Tage Ticket für den Vaporetto, dem Wasserbus, kaufen wollen. Ich stimmte ihm sofort zu und so setzten wir uns in den nächstbesten „Wasserbus“ fuhren bis zur ersten Endstation, und wieder zurück bis zur Nächsten. Da war dann wirklich Stop und wir mussten aussteigen. So warteten wir auf die nächste Linie 2, die auf einer anderen Route zurück zu San Marco fuhr.

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Venedig, ich komme….

Venedig, ich komme….

Nächste Woche um diese Zeit werde ich mit meinem Weltbesten durch die Lagunenstadt schlendern… Vorausgesetzt wir kommen an – da meldet sich nämlich mal wieder meine Flugangst! Da wir aber am Abend vorher in München zu einer Party eingeladen sind und am nächsten morgen von dort aus in den Flieger steigen, habe ich ein wenig die Hoffnung, dass ich wegen eines möglichen Katers gar nichts davon mitbekomme.

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Ich bin also schon mitten in der Planung, was ich einpacken werde. Durch diverse Probenähprojekte bin ich da ein wenig in Zeitdruck und Koffer für eine Flugreise zu packen, stresst mich immer wegen des Gewichtsbegrenzung. Und dann das entschärfen der Handtasche, bzw. Handgepäcks…. jedesmal glaube ich, dass ich doch irgendetwas Verbotenes dabei habe. Andererseits komme ich bei der Gelegenheit dazu, meine Handtasche mal auszumisten. Meist entdecke ich dann mindestens 4 angebrochene Päckchen Taschentücher (die nicht auffindbar waren, als ich wirklich mal eins hätte gebrauchen können), Lippenbalsam, Visitenkarten von Leuten, die ich irgendwann mal getroffen habe, Kärtchen für Arzt-/Friseurtermin (alle aus dem Vorjahr), zerknüllte Kassenbons, hin und wieder mal 1 oder 2 Centmünzen (komischerweise nie 50€), Lippenstifte und alte Parkscheine. Und das alles, obwohl ich diverse kleine Täschchen habe, in die eigentlich der Ordnung halber alles reingesteckt werden soll.  Wenn das irgendeinem von Euch bekannt vorkommt, bitte seid so gnädig und schreibt ein „Ja“ in die Kommentare, dann fühle ich mich schon besser.

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Während also viele von Euch die Koffer gerade ausgepackt haben, packe ich meinen ein und auf meinem Bett liegen schon stapelweise die Sachen, die unbedingt mit müssen – alles selbstgenäht natürlich. Während ich am anfang des Sommers noch Probleme hatte, die neu genähten Sachen zu kombinieren, scheint sich das Problem gerade wie von Zauberhand zu lösen. Letzte Woche zeigte ich Euch ja schon die Streifenbluse mit Chiffonvolant, der auch in meiner Juniperhose vorkommt. Mittlerweile ist ein neues Blüschen entstanden, dass sich auch dazu kombinieren lässt, ich es aber noch nicht zeigen kann (wie so vieles…).

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Was ich mir Anfang der Woche auf keinen Fall nehmen lassen wollte, war die Cassie Bikerhose von Elle Puls. Den Bengaline hatte ich zuvor bei Pepelinchen bestellt und er lag hier bereit. Aber anstatt am Sew along auf Facebook teilzunehmen, hatte ich die schlaue Idee, Sonntag gegen Mitternacht, kurz vorm Schlafengehen, mir den Schnitt schon mal anzusehen. Eins ergab das andere und ich fand mich plötzlich an der Nähmaschine wieder – mit einer fast fertigen Hose. Ich war wirklich todmüde, aber konnte nicht aufhören. Ich probierte sie sogar noch an und war begeistert, fiel dann ins Bett und schlief ein. Am nächsten morgen sah ich dann aber, wie müde ich wirklich schon gewesen war, denn die Hose sass hinten und vorne nicht. Die Vorderbeine bestehen aus 4 Teilen, die zusammengenäht werden müssen. Das ist auch toll beschrieben, doch da,waren diese 2 Faktoren, die nicht mit dem Schnitt harmonierten, somwie ich ihn zusammengesetzt hatte. 1. Faktor: Bengaline sieht links wie rechts gleich aus, 2. Faktor: Ich wiederhole mich, ich war müde, komatös müde.

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Erst Statist und jetzt die Hauptrolle

Erst Statist und jetzt die Hauptrolle

In meinem letzten Blogbeitrag von Donnerstag hatte ich angekündigt, noch einmal separat auf die Oberteile einzugehen, die ich zu meinen Shorts Juniper trug. Es war eigentlich anders geplant, aber als ich sah, was ich da alles trug, wäre es den Oberteilen nicht gerecht geworden, wenn sie lediglich nur kurz als Statisten erwähnt werden.

Darum bitte ich Euch jetzt, Euer Augenmerk auf die Oberteile zu richten. Wer etwas zu den Unterteilen wissen möchte, kann gern nochmal hier nachlesen.

Bühne frei für das Neckholder Top von Beekiddie.

Ich habe es aus einem hellblauen Jersey mit silbernen Ornamenten genäht. Es war eine Rabattaktion bei Makerist gepaart mit einigen heissen Sommertagen hier, die mich dazu bewegten, dieses BeeNeck Shirt zu nähen. Das schöne daran ist, dass man die Träger auch hinten befestigen kann. Bisher habe ich im Nacken einen Knoten gemacht, überlege mir aber eventuell für den nächsten Sommer eine Variante, wie ich beides haben kann.

Über das nächste Shirt habe ich bereits schon berichtet, scheue mich aber nicht, es nochmal zutun, weil ich in den Schnitt sooo verliebt bin. Es ist das Artemis von Lasari Design, das ich jetzt schon 4 mal vernäht habe, ein 5. aus weissem Jersey ist in Planung und für den Winter habe ich bereits Wollstoff, um mir die langärmelige Version als Pullover zu nähen.

Ja, ihr seht ganz richtig, ich habe bereits ein Artemis in weiss, aber der Stoff scheint reiner Polyester zu sein und an warmen Tagen entwickelt sich ein Geruch, der die Menschen um einen herum die Nase rümpfen lässt – was meist weit vor dem Moment geschieht, bevor man es selbst bemerkt. Um die beiden Shirts unterscheiden zu können, werde ich das nächste weisse Artemis wahrscheinlich mit 3/4 Ärmeln nähen.

Das letzte Artemis ist aus einem Jersey, mit orange-lila Ringeln. Ich wollte es eigentlich noch zu der Aktion 12 Colours of Handmade Fashion dazu nehmen, bis ich später auf den Fotos sah, dass es fast nur orange aussieht. Oh je, hatten wir Orange schon? Ich hatte eigentlich vor, keine Fotos vor Bekanntgabe der neuen Farbe zu posten… Für den Fall, dass Orange drankommt, betrachtet das Foto als Sneak Preview oder besser noch als antizipierter Sneak Preview.

Die nächste Teilnehmerin im Bereich Oberteile ist Hera. Wardrobe by me, ein dänisches Label von der lieben Christina Albeck, stellte diesen vor einiger Zeit auf Facebook gratis zur Verfügung. Nach der Frida Shorts und dem Slipdress ist es mein 3. Schnitt von ihnen. Warum ich ausgerechnet diesen gut gereiften Chiffon aus meinem Stofflager nahm – tja, diese Frage stellte ich mir während des Nähens auch immer wieder, wenn die untere Stofflage nach links, die obere nach rechts, ich aber beide Teile unter dem Nähfuss gern geradeaus gehabt hätte. Chiffon eben. Die restlichen Meter davon habe ich jetzt erstmal ganz nach hinten verbannt, bis ich nächstes Jahr vielleicht wieder vergessen habe, wie frustrierend er ist.

Weiterlesen „Erst Statist und jetzt die Hauptrolle“

Kiss my Stripes

Kiss my Stripes

Als ich mit ca. 16 oder 17 Jahren von den Eltern eines Freundes (sie waren in der Textilbranche tätig) einen blau weiß gestreiften Stoff geschenkt bekam, nähte ich mir meinen ersten Overall. Er hieß damals noch Overall und nicht Jumpsuit. Ich nähte ihn ganz ohne Schnitt wie so ziemlich alles damals. Und wenn ich mich recht erinnere war es das letzte Kleidungsstück mit feinen, blauen Streifen (bis auf die Upcycling Shorts aus einem Fischerhemd). Ich hätte mir den Stoff wahrscheinlich auch nie gekauft, aber ich bekam ihn geschenkt und es waren viele Meter. Leider gibt es davon nicht mal mehr ein vergilbtes Foto, aber ich weiss, er hatte Druckknöpfe, lange Ärmel und Beine  und ich war stolz wie Bolle.

Ein paar-und-40 Jahre später, bestelle ich in voller Absicht und im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte wieder Streifenstoff, obwohl ich, und da bin ich mir zu 80% sicher, bis dahin nie wieder Streifen trug oder vernähte (bis auf die Upcyclingshorts aus einem Fischerhemd). Ringelshirts, ja. Aber Streifen… nee, ich glaube nicht.

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Anfang des Jahres entschied ich mich, bei den 12 Colours of Handmade Fashion von Selmin teilzunehmen und ich habe bisher keinen Monat, egal wie herausfordernd die Farbe ist, ausgelassen. Ich mag ihre Aktion, ihren Blog und die Art wie sie schreibt.

Warum eigentlich 12 Colours of Handmade Fashion?

Ich gehe mal davon aus, dass nicht jeder, der hier mitliest weiss, weshalb diese Aktion ins Leben gerufen wurde. Jeder hat so seine Lieblingsfarben bei Kleidung. Bei mir herrschen im Sommer die hellen Farben vor . Ich habe Unmengen an weißen T-Shirts und Blusen. Im Winter hingegen trug ich bis letztes Jahr vorwiegend dunkle Farben, meist Schwarz. Das ging soweit, dass ich so viel Schwarz im Schrank hatte, dass ich die zusammengelegten Teile nicht mehr voneinander unterscheiden konnte und mich dazu entschied, meine Pullover nach Auschnitten zu sortieren. Das dämmte das Problem ein wenig ein. Ziel dieser Aktion ist es aber, den Kleiderschrank ein wenig bunter zu machen. Und es ist erstaunlich, wie man plötzlich neue Farben für sich entdeckt… und plötzlich auch Muster.

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So lieben viele Teilnehmerinnen Streifen. Ich lese seit Monaten „Streifen gehen immer“. Ähnlich wie bei meinem Spucktuchstoff, blieb ich beinhart und widerstand erstmal. Das hielt so lange an, bis ich bei irgendjemanden die erste Bluse mit Ballonärmeln sah und von jetzt auf gleich wusste, es muss g-e-n-a-u diese Blusen sein. Und diese Bluse war blau weiss gestreift. Ich zog los und kaufte den Stoff ohne zu wissen, welchen Schnitt ich wählen würde, noch wieviel ich dafür bräuchte.

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Es ist wie es ist

Es ist wie es ist

Wenn man diesen Sommer anhand meiner seit Juni entstandenen Kleidung beurteilt, war er gigantisch. Das ist eine Sichtweise. Wenn ich aber erwähne, dass ich vorwiegend bei schlechtem Wetter genäht habe, kommen wir der Sache schon etwas näher.

Ich liebe das Frühjahr und den Sommer. Wenn es nach mir ginge, könnten wir bis Anfang Dezember immer um die 25 Grad haben. Dann für die Weihnachtsstimmung kurz Winter und gegen Januar gleich wieder Frühling.

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Die letzten Wochen und Monate habe ich meine Zeit an der Nähmaschine eng anhand der Wettervorhersage geplant. Das liegt nicht nur daran, dass ich das bisschen Sommer geniessen will, sondern begründet sich auch in der Tatsache, dass mein Nähatelier unter dem Dach eines schlecht bis kaum isolierten Miethauses ist. Folglich ist es dort oben im Sommer brütend heiss.

Heute ist so ein Tag. Am Vormittag konnte ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen. Danach bin ich schnurstracks in den Garten, um erst Fotos zu machen und mich dann auf die Liege zu werfen. Auch jetzt sitze ich noch in der Sonne und tippsel auf meinem Tablett den heutigen Beitrag. Und laut Wettervorhersage werde ich in den nächsten Tagen eher am Abend oder am morgen nähen, dafür tagsüber die Sonne geniessen. Ja, es ist schon reichlich luxoriös wenn man die Möglichkeit dazu hat, aber alles hat auch seinen Preis. Wer denkt, er würde jetzt gern mit mir tauschen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Tauschpaket ein Komplettset ist und sich einige unangenehme Überraschungen darin befinden.

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Es gab Zeiten, da hätte ich auf der Stelle tauschen wollen. Doch die Zeiten sind hoffentlich vorbei. Mir gefällt mein Leben und um das sagen zu können, musste ich sehr, sehr viel ertragen, lernen und immer wieder üben. Eine der wichtigsten Lektionen war, zu akzeptieren. Und ich glaube, sie war für mich auch die Schwerste. Mein innerer Kampf gegen mich selbst, meine Depressionen, meine Unzulänglickeiten, usw.  stand Tag für Tag ganz oben auf der Agenda. Menschen, die mir sagten, ich muss es eben akzeptieren, lächelte ich zwar an, murmelte ein „ja“, aber in mir schrie ich immer lauter „UND WIE, BITTE SEHR?“ Ich fühlte mich noch schlechter und ungenügender. Der Kreislauf begann von vorn.

Es müssen nicht immer gleich Depressionen und Selbstzweifel sein. Manchmal hat man Erwartungen, Hoffnungen, Wünsche, die nicht in Erfüllung gehen oder es einfach mal ander kommt, als erwartet. Da ist es wichtig, irgendwann loszulassen. Wie schwierig es ist, las ich heute in der aktuellen Ausgabe von Zeit Wissen. Darin berichtet eine Therapeutin, dass sie es selbst erst lernen musste, um ihren Klienten erfolgreich behandeln zu können. Ein sehr empfehlenswerter Artikel, der mich tatsächlich so beschäftigt hat, dass dieser Blogbeitrag fast von allein seine Wendung vom Thema Sommer und Nähen zu akzeptieren wechselt.

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