Mit Umeko in der Fashion Revolution Week

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Fashion Revolution

Vor 5 Jahren stürzte in Bangladesh ein Gebäude ein, in dem neben einer Bank und Geschäften auch diverse Textilfabriken untergebracht waren. Am Tag zuvor waren Risse im Gebäude bemerkt worden und es wurde von der Polizei gesperrt. Dennoch befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes mehr als 3000 Menschen im Rana Plaza. Die Betreiber der Textilunternehmen hatten ihre Angestellten trotz des gesperrten Gebäudes und der Gefahr, die davon ausging, zur Arbeit gezwungen. Es starben 1135 Menschen  und 2438 wurden verletzt. Die Kritik und Proteste, die damals endlich laut wurden, richteten sich an die vielen Bekleidungsunternehmen. Doch nicht nur die Billigketten lassen dort zu Gehältern weit unter dem Mindestlohn unter katastrophalen Bedingungen ihre Kleidung fertigen – es sind auch oftmals teure Designerlabels. Und während wir heutzutage in günstigen Klamotten bessere Konditionen für unser Arbeitsleben fordern, hat sich in der Bekleidungsindustrie in den sogenannten Drittstaaten wenig geändert.

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Ist Boykott die Lösung?

Was würde ein Boykott dieser Marken bewirken? Letztlich nichts Gutes, denn viele der Näherinnen in den Fabriken sind froh, überhaupt einen Job zu haben. Letztes Jahr hörte ich dazu einen Beitrag im Deutschlandfunk. In einem Interview bat die befragte Näherin ausdrücklich um keinen Boykott, weil so viele Menschen z.B. in Bangladesh von der Arbeit abhängig sind.  Das Problem ist sehr vielschichtig und es gibt bzw. gab diverse Dokumentationen zu dem Thema (meist spät abends – wie immer). Übrigens beschränkt sich diese Situation nicht nur auf die Bekleidungsindustrie – sie ist fast überall. Ob Ausbeutung der Arbeitskräfte und/oder der Natur. Unser Wohlstand, auf den wir oft so stolz sind, wird auf dem Rücken ärmerer Länder ausgetragen.

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Ich bin Teil des Systems

Ich bin ein Teil davon, allein schon deshalb, weil ich ein kleiner Elektronikfreak bin und gern ein schickes Smartphone, Tablet und einen Laptop habe. Ich trage Schuhe, die wahrscheinlich unter katastrophalen Bedingungen hergestellt wurden. Ich esse manchmal Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung, kaufe Gemüse im Supermarkt das aus fernen Ländern importiert wurde und in Plastik verpackt ist. Tatsächlich kann ich mir vieles nicht leisten, was unter moralischen und ökologischen Gesichtspunkten besser wäre. Aber manchmal will ich auch einfach ein bestimmtes Produkt haben, weil es mir gefällt. Mein Gewissen beruhige ich dann mit dem Wissen, zumindest ein bisschen was zu tun, in dem ich z.B. seit einigen Jahren Naturstrom von einem Unternehmen beziehe, dass nicht an die großen Stromgesellschaften angeschlossen ist. Am Ende muss man abwägen. Ich schaffe es nur selten konsequent, aber ich versuche es.

Seit gut einem Jahr nähe ich meine Kleidung selbst und habe mir außer einer Winterjacke, für die ich noch ein Gutschein hatte, nichts mehr gekauft. Seit kurzem nähe ich auch Unterwäsche und Badebekleidung. Dabei stelle ich mir manchmal die Frage, wo und wie die Stoffe produziert wurden, denn auch hier gibt es Unterschiede. Ich kann mir oft nicht die in Deutschland mit Öko-Tex Zertifikat hergestellten Stoffe leisten. Vor kurzem kaufte ich einen günstigen Stoff über einen Händler in Holland. Leider riecht das Teil nach ausgiebigen Lüften und Waschen noch immer fürchterlich nach Chemie. Was letztlich drin steckt, wo der Stoff herkommt – ich weiß es nicht.

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David gegen Goliath

Der Wunsch nach einer besseren Umwelt kommt mir manchmal wie ein Kampf zwischen David und Goliath vor. Wir kaufen Energiesparlampen, achten auf A++ Geräte im Haushalt, fahren Fahrrad anstatt Auto, buchen vielleicht einen Urlaub im Inland anstatt mit dem Flieger in ferne Regionen zu fliegen. Und was macht die Industrie? Sie tut so, als hätten wir eine nimmer endende Quelle der Resourcen. Allein in Deutschland wird Bauxit aus brasilianischen Regenwäldern, die vorher abgeholzt wurden, zu Aluminium verarbeitet, dessen täglicher Stromverbrauch dem Jahresdurchschnitt einer mittelgroßen deutschen Stadt entspricht. Weiterlesen „Mit Umeko in der Fashion Revolution Week“

Splish splash, I am taking a bath…

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Ihr Lieben,

nachdem ich Anfang des Jahres schon Unterwäsche gezeigt habe, mich letzte Woche seelisch nackisch gemacht habe, komm ich heute schon wieder leicht bekleidet daher. Glaubt jetzt aber nicht, ich hätte hier eine neue Leidenschaft entdeckt. Also eigentlich schon, aber die bezieht sich lediglich auf das Nähen. Außerdem fasse  ich mich heute recht kurz, weil ich noch immer in der Regenerationsphase der letzten 2 Wochen (Messe und Unternehmungen über Ostern) bin.

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Tina von Alpartig hatte vor einiger Zeit gefragt, wer ihre neuen Badestoffe vernähen würde und ich hatte das große Glück in die Testgruppe aufgenommen zu werden. Da das Nähen der Unterwäsche noch gar nicht so weit zurücklag, schlug ich Christina von Wardrobe by me vor, dass ich aus der Love Yourself Kollektion einen Bikini machen würde, aber sie hatte einen noch besseren Vorschlag und stellt mir Ihren Marylin Bikini Schnitt zur Verfügung.

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Zwar war ich geübt in Unterwäsche, aber vor dem Bikinioberteil hatte ich dann doch etwas Bammel und ich nähte erstmal eins aus Probestoff. Das ging besser als ich dachte und nun habe ich 2 Bikinis – ich, die sonst ein Leben lang immer nur über einen Badeanzug und einen Bikini verfügte. Aber wer schon 1 Kaufbikini und 2 Selbstgenähte hat, braucht natürlich auch 2 Badeanzüge. Und obwohl ich mir den Badeanzugschnitt von Wardrobe by me schon gekauft hatte, wurde ich nach dem geglückten Bikini richtig übermütig und nahm von meinem Kaufanzug einfach den Schnitt ab. Ganz so einfach war es zwar nicht, weil die Gummis überall die tatsächliche Nahtlänge verkürzen, aber es klappte trotzdem. Übrigens habe ich am Bikinioberteil die Bänder hinten einfach verlängert, um sie binden zu können. Das war eine Notlösung, weil ich auf die Schnelle keinen Verschluss mehr fand.

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h+h Köln – ein ganz persönlicher Rückblick

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Soll ich es als Zeichen deuten, dass der gesamte und fertige Text, den ich Tags zuvor geschrieben hatte, auf magische Weise in den Weiten der Datenwelt verloren gegangen ist? Was auch immer das für ein Zeichen ist – ich schreibe einen neuen Text. Allein schon deshalb, weil ich diesen Beitrag angekündigt hatte.

Es wird sicher viele Rückblicke in der nächsten Zeit von der h+h in Köln geben. Über Stände, über Blogger, die man getroffen hat, über Stoffe und die Modenschauen. Ja, es gab tatsächlich viel zu sehen und ich fand es sehr interessant.

Wenn ich jedoch an das vergangene Wochenende zurückdenke, dann sehe ich in erster Linie meinen ganz persönlichen Fortschritt. Es ist viele Jahre her, dass ich allein in eine andere Stadt gefahren bin, mir ein Hotelzimmer im Vorfeld reservierte und mich dazu noch am Freitagabend zu einem Bloggerdinner mit 28 Teilnehmerinnen traute, von denen ich einige gar nicht, und einige zumindest von Instagram her kannte. Persönlich war ich noch niemanden begegnet.

Wenn ich sage, es ist viele Jahre her, dann spreche ich von einer Zeit vor dem Jahr 2001. In dem Jahr wurde bei mir eine schwere Depression diagnostiziert, begleitet von Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Um überhaupt zu dieser Diagnose zu kommen, musste ich zu einer Therapeutin und die fand ich nur mit Hilfe meines Partners, weil ich einerseits viel zu viel Angst zum Telefonieren hatte und mich zum anderen in Grund und Boden schämte. Wie gesagt, die Depression wurde da erst diagnostiziert, tatsächlich litt ich aber schon viele Jahre darunter.

Um ambulant überhaupt therapierbar zu sein, musste ich 6 Wochen in eine Klinik. Danach begann dann die eigentliche Therapie. Ich musste meinen Job aufgeben, Erwerbminderungsrente beantragen und die darauf folgenden Jahre sehr, sehr hart an mir arbeiten. Ich kapselte mich ab, hatte anfangs nur meine Kinder und meinen Partner um mich. Die wenigen Freundinnen, die ich hatte, brachten unglaublich viel Verständnis für mich auf.

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Als ich jetzt am Freitag mein Hotelzimmer bezog, wurde mir bewusst, dass ich wirklich seit Ewigkeiten nicht mehr auf diese Weise allein unterwegs war und ich fühlte mich unglaublich wohl und stolz. Dann ging ich, einen leichten inneren Widerstand überwindend, zum Bloggerdinner und es war unglaublich schön, so viele Menschen dort zu sehen, die durch das Nähen verbunden sind. Es war ein toller Abend und ich danke an dieser Stelle Kira von The Couture, dass sie diesen Event organisiert hat.

Den nächsten morgen ging ich langsam an, mußte wieder diesen kleinen Widerstand überwinden und fuhr schließlich zur Messe. Ich schlenderte durch die Hallen, traf noch einige Bloggerinnen, redete kurz mit ihnen und ging weiter. Das ich tatsächlich aber auch freudestrahlend von Einigen erkannt wurde, hat mich wirklich unglaublich erfreut.

Bilder aus den Anfängen meines Blogs

Die letzten Tage habe ich immer wieder Berichte auf Instagram gesehen und konnte lesen, wer mit wem alles unterwegs war, wer auf welchen Ständen Goodies bekommen hat, vielleicht sogar über Kooperationen verhandelte und auf dem Bloggertreffen der Initiative Handarbeit war. Bis auf ein paar Goodies kann ich da nicht mitreden und ich spürte am Sonntag eine kleine, leise Stimme, die meinte, ich hätte mir nicht genügend Mühe gegeben. Ja, warum warst Du eigentlich auf der Messe?

Warum ich auf der Messe war: Weil ich seit 2001 und schon vorher unglaublich weit gekommen bin. Ich habe keine Kooperationen verhandelt, aber ich habe mich gezeigt. Ich habe meine eigenen Widerstände überwunden und bin nach Köln auf die Messe gefahren.

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Auf der Messe selbst habe ich immer wieder mit mir gerungen, ob ich mutiger sein soll oder nicht und hier und da habe ich mich einfach mal getraut. Dabei musste ich mir Kommentare anhören, dass ich für ein freies Exemplar einer Zeitschrift nicht genügend Follower auf Instagram habe, dass ich nicht bekannt genug wäre – unbedeutend sozusagen. Aber ich habe mich dadurch nicht fertig machen lassen. Stattdessen wuchs mein Kampfgeist daran.

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Immer perfekt? – The Perfect Tunic

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Als ich Dienstag spontan meine Blogbeitrag zu Jolie, Gina und den 5 Fragen am 5. schrieb, hatte ich Befürchtungen, dass mir kein wirkliches Thema zu diesem Beitrag einfallen würde, aber manchmal ergibt sich dann plötzlich doch etwas.

 

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In einem Post bei Instagram fragte neulich jemand, ab wann man Nähfehler korrigiert und wann man sie einfach so lassen würde – quasi ein unperfektes Stück tragen würde. Noch während ich antwortete, fiel mir sofort wieder mein misslungenes Holzfällerhemd ein, wo der Musterverlauf völlig verquer lief, der Rücken einen Buckel formte und zum Schluss noch die Knopflöcher quer anstatt längs waren.

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Ja, sowas kommt vor. Warum? Es gibt viele Gründe, aber der wichtigste Grund ist: Wir (also die meisten von uns) sind keine Profis und wir alle sind nicht perfekt. Folglich hat auch manches seine Fehler. Das ist nun mal so. Früher, als ich noch längst nicht so viel Erfahrungen hatte, sagte ich immer scherzhaft, „an irgendetwas muss man doch erkennen, dass es selbstgemacht ist“. Und im Grunde ist es ja auch richtig.

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Das Streben nach Perfektion ist den meisten Menschen in die Wiege gelegt, spätestens aber anerzogen worden und uns Frauen noch mal mit einer Extraportion.   Häufig liegen unsere Meßlatten so unglaublich hoch, dass man daran nur scheitern kann. Und stets zu scheitern macht unzufrieden. Doch anstatt die Messlatte ein Stückchen zu senken, versuchen wir mit mehr Anlauf, mehr Kraftaufwand darüber zu kommen… die anderen können es ja auch… Bleibt man aber wieder hängen, ist der Frust hoch und führt oft zur eigenen Abwertung. Dabei verlieren wir aus den Augen, wieviel wir eigentlich schon erreicht haben. Anstatt sich darauf zu konzentrieren und stolz darauf zu sein, schauen wir bei den anderen, was sie alles schon können und legen die Messlatte wieder auf einen viel zu hohen Level… die anderen können es ja auch.

 

Was wir aber dabei auch übersehen ist zum einen die Frage, wieviele Hürden die anderen bis zu diesem Zeitpunkt schon nehmen mussten und zum anderen, dass eben auch andere an ihren eigenen Maßstäben scheitern. Nur das wird häufig nicht erzählt.

Das Streben nach Perfektion ist nicht verkehrt, nur sollte das Streben ein sich langsam steigernder Weg sein, der ganz individuell gestaltet ist. Begegnen einem Rückschläge, dann sollte man sie annehmen, schauen, was noch verbesserungswürdig ist, sich aber niemals dafür abwerten. Ein Rückschlag ist eben ein Signal, ein Hinweis zum Innehalten um sich zu fragen, was gerade nicht funktioniert. Vielleicht hat man einfach mal einen schlechten Tag, ist unkonzentriert oder hat 2 Schritte übersprungen. Es gibt viele Gründe dafür.

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Die längste Zeit meines Lebens hatte ich meine eigenen Maßstäbe viel zu hoch. Ich weiss also, wovon ich schreibe. Es war ein langer und mühsamer Weg, mich von diesen Idealen, diesem Perfektionismus zu verabschieden. Nach und nach gelang es mir und ich wurde zufriedener mit mir. Und mit der Zufriedenheit zog auch Selbstsicherheit mit ein. Je mehr meine Selbstsicherheit wuchs, desto mehr gelang mir auch und das machte mich stolz. Im Laufe der Zeit hat sich meine Messlatte Schritt für Schritt wieder erhöht, aber immer nur so hoch, wie ich darüber komme. Dazu gehört eben auch mal ein Sprung, der sie runter wirft, aber das ist nicht schlimm. Dann lege ich sie eben tiefer oder wieder auf die Höhe davor und übe weiter, bis ich rüberkomme und sie höher legen kann. Natürlich habe ich auch manchmal den Eindruck, dass andere schon viel höher, eleganter und schöner über ihre Messlatte kommen, aber das ist eben  i h r e  Messlatte.

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Jolie und Gina sowie 5 Fragen zum März

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 Ich bin tatsächlich ein wenig im Blogstress. Letzte Woche sind 2 neue Schnitte erschienen, bei denen ich zur Probe mitgenäht habe, ein 3. kam gestern heraus. Und dann ist da noch die Challenge von Luziapimpinella  mit den 5 Fragen zum 5. März.

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Ganz getreu der ersten Frage von Nic, werde ich hier alles schön durcheinanderwirbeln. Wen nur die Fragen Interessieren: Sie sind alle fettgedruckt zum leichteren Durchscrollen.


1. Wenn Du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst Du dann?

Was bin ich froh, dass die Fragen schon weit vor dem 5. veröffentlicht werden, denn diese Frage fand ich ganz besonders schwierig. Ich habe viel darüber nachgedacht und habe letztlich 2 Gerichte, die im Grunde aber beide das Selbe beinhalten: Eintopf und/oder ein gemischter Salat. Warum? Lange Zeit habe ich behauptet, ich könne Viele, aber nichts davon richtig. Mittlerweile weiß, dass ich nicht alles perfekt können muß, um es dennoch zu machen. Ein lieber Mensch sagte mir einmal, ich sei ein bunter Blumenstrauß. Und darum pflege ich alle Seiten meiner Kreativität. Das eine mal mehr, das andere mal weniger. Je nach dem, was gerade dran ist.


Seit Januar lief das Probenähen bei TinaLisa für die Jolie, die später noch um eine Gina erweitert wurde. Meine erste Jolie entstand ganz früh, noch bevor die Anleitung geschrieben war und darum kamen in den großen Kragen keine Bänder für die Raffungen sondern einfach ein Gummiband.

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Beim 2. Versuch hielt ich mich dann zur Abwechslung an die Anleitung und nähte seitlich in den Kragen jeweils 2 Tunnel um dann Bänder für die Raffung einzuziehen.

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Beide Jolies habe ich hier in Shirtlänge gemacht, wobei der Schnitt auch die Kleidlänge enthält und wahlweise mit Zipfelsaum genäht werden kann. Ich persönlich mag keine Zipfelsäume, weshalb hier eben nur die eine Variante ist.


2. Welches Buch oder welche Bücher liebst Du so sehr, dass Du es/sie mehr als einmal gelesen hast?

Ich glaube, ich habe bis auf ein paar Bücher in meiner Jugendzeit kaum eins 2 mal gelesen. Und wenn, dann nur, weil ich die Geschichte nicht mehr erinnerte. Wenn ich aber ein Buch wirklich liebe, dann vergesse ich es nicht und behalte das erste Leseerlebnis wie ein kostbares Gut in mir. Vielleicht habe ich die Befürchtung, dass dieses Erlebnis beim nächsten Mal nicht mehr da wäre. Es gibt aber Bücher, die ich immer wieder zur Hand nehme, um darin einige Seiten zu lesen. „Briefe an einen jungen Dichter“ von Rilke ist so ein Buch. Obwohl es sehr dünn ist, habe ich es noch nie ganz durchgelesen. Die wunderbaren und wahren Worten berühren und regen zum nachdenken an.


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Kaum waren meine Jolies fertig, ergänzte TinaLisa Schnittdesign das Probenähen mit der Gina. Der untere Teil der Gina ist der gleiche wie von Jolie, aber oben am Kragen wurde mächtig verändert. Die Varianten die dabei entstanden waren so vielfältig, dass ich mich erstmal beim Glitzerstrick an die Pullivariante mit Volantärmel hielt.

So sehr ich Volantärmel liebe – ich tappe immer wieder in die gleiche Falle, denn ich bin manchmal ein Tolpatsch und es war nur eine Frage der Zeit, bis ich mit dem Volantärmel im Essen hing. Darum habe ich die Ärmel mittlerweile „entschärft“, damit dieser Pulli alltagstauglich ist. Auf dem Foto ist aber die ursprüngliche Version und sie sieht ja auch wirklich schön aus. Auch wenn es mir um die schönen Ärmel leid tut, werde ich mich nicht dafür entschuldigen, weil ich damit Frage 3 widerlegen würde.

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So posh!

So posh!

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Als ich den Namen von Seweras neuster Bluse las, musste ich unweigerlich an die Spice Girls denken. Ja, ich bin nicht nur so alt, dass ich sie kenne, ich war sogar zu ihren erfolgreichsten Zeiten zu alt, um sie zu mögen. Vermutlich hätte ich sie aber auch in jungen Jahren nicht gemocht, stand ich doch mit 13 Jahren auf Bob Dylan, Joan Baez, Neil Young, dicht gefolgt von Keith Jarret, dessen Album, ‚The Köln Concert‘ ich zur Konfirmation bekam und heute noch immer gern höre.  Allerdings habe ich die damalige LP vor langer Zeit durch eine CD ersetzt.

Meine Güte, was schweife ich hier immer ab. Ein ganzer Absatz über Musik und meine frühe Jugend, und nichts über die Bluse, die Anlass dafür ist, dass ich diese Woche schon den 2. Blogbeitrag schreibe.

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Posh Blouse heißt der neue Schnitt aus dem Hause Sewera Fashion. Und auch wenn ich keinen offiziellen Bildungsauftrag hier habe, bekommt Ihr jetzt die Übersetzung von mir frei Haus geliefert: Posh heißt so viel wie todschick, vornehm und piekfein. Und mit dieser Übersetzung im Kopf warf ich mich erstmal in Rock und Absätze. Todschick und vornehm – meine Mutter hätte Tränen vor Freude in den Augen (Test, Test, Test – liest Du auch immer brav meine Beiträge, Mutter?).

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Wie schnell man doch von so einem Namen beeinflusst ist. Es dauerte eine Weile, bis ich auf die Idee kam, die Bluse auch lässiger zu kombinieren. Und eigentlich waren es die Shorts, die ich mir nach dem Schnitt der Skinnyjeans genäht hatte. Das war meine allererste Sewera-Jeans, wo ich noch mit dem seperaten Beleg gekämpft hatte und der Reißverschluß letztlich nicht richtig saß. Als ich dann auch noch – aus welchen Gründen auch immer – den Bund zu eng gemacht hatte und vor der Wahl stand, abzunehmen oder den Bund zu korrigieren, wählte ich Letzteres mit der Konsequenz, dass die Shorts erstmal auf dem Stuhl lag. Weiterlesen „So posh!“

Tapered Fit – was ist das denn? Norma Jill

Tapered Fit – was ist das denn?  Norma Jill

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Mit einer halben Tonne Alufolie in den Haaren, habe ich gestern beim Friseur gesessen und mir Gedanken über den heutigen Blogbeitrag gemacht.

Es war erfolgreich! Ich bin wieder frisch gesträhnt mit geschnittenen Spitzen und Stufen. Ach ja,  und ein Thema habe ich auch gefunden.

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Ich halte mich zwar nicht für eine Modeexpertin, aber ein absoluter Laie bin ich nun auch nicht. Doch manchmal tauchen Begriffe auf, von denen man ungefähr weiß , was sie bedeuten, aber eben nicht genau.

Unendliche Weiten

Und mal ganz ehrlich – blickt Ihr noch durch den Dschungel an Hosenformen durch? Ein kurzer Blick ins Internet hat mich heute etwas erstaunt. Unter den gängigen Definitionen fand ich auf den ersten Seiten „nur“: Skinny, Regular und Boot-cut. Dazu noch die Varianten High waist, mid waist und low waist. Dazu dann noch die verschiedenen Farben, Stretch oder keins, used look, bleached, mit Löchern usw. Dann sind mir noch Boyfriend Fit eingefallen, Röhre, Bundfalte, Chino und aus den 70igern die Karotte und Schlaghose.

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Als Denise von Follow me Design zum Probenähen ihrer Hose Norma Jill aufrief, hieß es, sie wäre im Tapered Fit. Okay, nahm ich so hin und nähte 2 Stück.

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Nähen ohne Wissen mag man das nennen. Was heißt denn nun eigentlich Tapered Fit? Tatsächlich habe ich gestern erstmal nachgeschaut. Tapered heisst so viel wie „verjüngt“ und genauso ist es. Die Hose sitzt oben etwas lässiger und die Hosenbeine verjüngen sich zum Knöchel hin. Also weder Skinny, noch Regular und schon gar nicht Bootcut. Im Prinzip also oben Regular, und zum Knöchel hin Skinny. Weiterlesen „Tapered Fit – was ist das denn? Norma Jill“

Love yourself – Unterwäsche

Love yourself – Unterwäsche

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Unterwäsche ist ein Thema in einigen Blogs und Nähgruppen. Zum einen sind sie im Zuge des „nähen statt kaufen“ Mottos für Manchen ein Muss, zum anderen – wer sie dann auch zeigen will und sonst immer Tragebilder zeigt – eine Herausforderung.

Für mich ging mit dem Probenähaufruf von Wardrobe by me bereits Anfang des Jahres mein Vorhaben für 2018 in Erfüllung. Christina liess ihre erste Unterwäschekollektion bestehend aus Hipster, Panties und Trägerhemdchen/Camisol testen und ich war sofort Feuer und Flamme. Und auch bei der Frage, wer denn am Ende bereit wäre, Tragefotos zu zeigen, war ich sofort dabei.

Mein Partner war angesichts dieser Entscheidung etwas skeptisch und damit hatte er mich nochmal zu weiteren Gedanken angeregt. Unterwäsche im Internet zu präsentieren erfordert schon etwas Selbstüberwindung, bzw. den Mut, sich auch kritischen Kommentaren auszusetzen.

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Schon während ich die Love yourself Wäsche nähte, plante ich einen Blogbeitrag zu schreiben, bei dem es um Liebe zu sich selbst gehen sollte. Zu dem Zeitpunkt hieß die Unterwäsche von Wardrobe by me nur „Hipster“, „Panties“ und „Camisole“. Kurz vor Veröffentlichung wurde dann bekannt, dass die Kollektion „Love yourself“ heißt. Und als ich dann noch meine Bilder auf der Titelseite des Webshop fand (natürlich erst nach vorheriger Absprache), war mir klar, dass ich schon die ganze Zeit auf dem richtigen Weg mit diesem Beitrag war. Die dazugehörigen Texte, die auf meinen Fotos standen, waren einfach nur toll und rundeten alles für mich ganz persönlich ab.

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Ja, es geht darum, sich selbst zu lieben – ein ständig wiederkehrendes Thema. Natürlich passiert das nicht, indem man jetzt diese Unterwäsche näht. Doch während des Probenähens fand ich es so angenehm, dass Frauen aus unterschiedlichen Ländern mit den unterschiedlichsten Figuren alle ihre Selfies für den Passformcheck zeigten. Für diejenigen, die nicht wissen wovon ich gerade rede: Beim Probenähen wird ein Schnitt vor Veröffentlichung auf Passform für verschiedene Größen getestet. Zusätzlich schaut man, ob die Anleitung für möglichst alle verständlich und nachvollziehbar ist. Diese Phase des Probenähens findet oft bei Facebook in geheimen bzw. geschlossenen Gruppen statt, wo man unter sich ist. Soviel zur Erklärung.

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Keine dieser Frauen entschuldigte sich dafür, dass jetzt gerade irgendwo Orangenhaut zu sehen ist, der Bauch sich zu sehr wölbt oder was man sonst noch so an sich auszusetzen hat. Die Fotos waren alle allein schon deshalb toll, weil die Frauen sich mit einer Selbstverständlichkeit in diesem geschützten Rahmen zeigten, was eigentlich normal sein sollte.

Und ich muss mich an meine eigene Nase fassen – für mich ist auch nicht selbstverständlich, mich immer so zu zeigen wie ich bin. Ich haderte tatsächlich ein, zwei Tage mit mir, ob ich das eine Foto mit meinen nach unten hängenden Hautfalten am Bauch noch etwas retouchiere oder nicht. Ich retouchierte es – nicht viel, aber ein bisschen. Weil ich aber nicht einfach nur über das Thema schreiben will und viel von „sollte“ und „müsste“ rede,  habe ich entschieden, Euch beide Bilder zu zeigen.

Weiterlesen „Love yourself – Unterwäsche“

Was ziehe ich denn jetzt an?

Was ziehe ich denn jetzt an?

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Letztes Jahr bemerkte ich viel zu spät, dass es den Memademittwoch Weihnachtsevent gibt und ich schusterte mir auf die Schnelle noch ein Kleid zusammen.

Dieses Jahr hätte ich ihn nun beinahe wieder verpasst, aber ich muss nicht mehr auf die Schnelle etwas nähen. Dieses Jahr habe ich mehr Kleider als Anlässe.

Die Kleider habe ich bereits schon einzeln vorgestellt, doch ein kleiner Überblick kann ja nicht schaden und ich komme dadurch vielleicht zu einer Entscheidung, was ich heute abend anziehe. Theoretisch könnte ich Jogginghosen bzw Leggings anziehen – uff, aber auch da habe ich dieses Jahr so viele schöne Hosen genäht. Den Gedanken bloss schnell wieder vergessen, bevor ich ins nächste Dilemma stürze.

Also Kleider: Da wäre 4 mal das Schlauchkleid von Kira aka The Couture.

Mein 1. Kleid aus dem Samtstoff (oh je, ich erinnere nicht mal mehr, woher ich den Stoff habe – aber das steht im Blogbeitrag dazu). Das werde ich heute nicht anziehen, weil Weihnachten das Fest der Liebe ist und mein ungeehelichter Mann den Stoff so gar nicht mag. Normalerweise macht mir das nichts mehr aus, aber es reicht ja, wenn er es bis zum Frühjahr hin und wieder an mir ertagen muss.

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Kleid 2 und 3 habe ich aus Milliblus Stoffen genäht. Das daraus Kleider wurden lag auch am Wettbewerb von Milliblus, bei dem es eine Nähmaschine und ein Stoffpaket zu gewinnen gab. Dazu steht im  Originalblogbericht die Schwierigkeiten, die ich insbesondere bei der Beschaffung des roten Stoffes hatte. Und laut Abstimmung bei Instagram soll ich unbedingt das rote Kleid heute tragen und auch das Schwarze! Danke liebe Instagramers 😀 Gewonnen habe ich übrigens nicht. Einmal im Lostopf gelandet, scheint das Zettelchen mit meinem Namen drauf sich fast immer aufzulösen.

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Kleid Nr 4 ist aus dem Jerseyjacquard von Stoff und Stil. Mir war klar, dass 3 Schlauchkleider eigentlich schon mehr als genug sind, aber bei dem Glitzerstoff konnte ich mir einfach keinen schöneren Schnitt vorstellen.

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Währenddessen habe ich für Sewera das Dress to impress probegenäht und heraus kam ein Kleid, auf das ich wirklich sehr stolz bin. Dieses figurnahe Kleid mit dem grossen Ausschnitt am Rücken muss wirklich genau angepasst werden.

Weiterlesen „Was ziehe ich denn jetzt an?“

Dress to Impress

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Ihr kennt mich als Bloggerin mit vielen Worten. Und auch diesen Beitrag hatte ich schon fast fertig. Dann überlegte ich nochmal und kam zu dem Schluß, dass das Kleid von Sewera so wunderschön ist, dass es keine vielen Worte braucht.

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Der Schnitt ist durch die Wiener Nähte am Vorderteil perfekt, sollte aber wegen seiner körpernahen Form des Oberteils unbedingt probeweise mit einem alten oder billigen Stoff genäht werden. Ich habe dafür ein zerschlissenes Oberhemd meines Partners genommen. Wenn man sich die Mühe macht, wird man mit einem Kleid belohnt, dass einwandfrei sitzt. Man kann zwar trotz des tiefen Rückenausschnitts einen BH drunter tragen, muss es aber nicht, denn das Oberteil ist so konzipiert, dass ein BH bei den meisten Frauen überflüssig ist. Ich habe mir mit einem selbsthaftenden Schalen-BH geholfen, was aber an meiner bald 53 Jahre alten Brust und Haut liegt, die manche Tricks ohne Hilfsmittel nicht mehr mit macht.

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Mit meinem ersten Versuch war ich dem perfekten Sitz schon nahe gekommen, aber erst mit dem 2. Kleid hat es dann wirklich geklappt.

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Carina von Sewera hat neben dem engen Rock  noch eine weite Variante im Ebook.

Die teuerste Investition in das grüne Kleid war übrigens ein längst überfälliger Nähfuss für nahtverdeckte Reissverschlüsse. Ich habe nirgends auch noch annähernd einen Reissverschluss gefunden, der zu dem Stoff passte und musste auf einen cremefarbenen ausweichen, den ich aber noch mit normalem Nähfuss anbrachte.

 

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Weiterlesen „Dress to Impress“