Meine dazugewonnene Freiheit

[unbezahlte Werbung wegen PR-Sample (Leinenstoff Georgio) alle anderen Stoffe sind von mir selbst gekauft und genäht] [für die eingeblendeter Werbung unter dem Beitrag erhalte ich pro Klick eine minimale Vergütung]

Freiheit 1

Einer der vielen Gründe, weshalb ich für mich nähe, ist die Möglichkeit, meine Kleidung individuell zu gestalten. Stoffe und Schnitte zu kombinieren läßt viel Spielraum zu. Mich hat es zudem schon immer gereizt, Schnitte zu verändern. Selbst mit Lehrbuch, Geodreieck, Lineal und Papier bewaffnet,  erstellte ich einige Grundschnitte für mich. Aber darüber hinaus bin ich noch nicht gekommen.

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Vor einem Jahr sah ich einen Rock in einem Geschäft in Malta und war sofort verliebt. Genauso einen wollte ich haben – und zwar nähen, nicht kaufen. Ich fotografierte ihn so gut es ging. Allerdings traute ich mich anfangs nicht so recht an dieses Projekt. Es blieb erstmal in meinem Kopf, während ich mehr und mehr Erfahrungen, zum Teil bei Probenähen, sammelte.

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Ein Jahr und knapp 2 Monate später ist er nun fertig. Ich habe ihn sogar gleich 2 mal genäht. Dabei hat Petra von Pepelinchen mich unwissend motiviert, diesen Schnitt endlich anzugehen. Es war der schöne Georgio, mit dem sie mich köderte.

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Bevor hier jetzt ein falscher Eindruck entsteht: Georgio ist ein wunderbarer Leinenstoff. Und sein Name kam mir während des Nähens ein paar mal leicht verträumt über die Lippen.

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Ich hatte jedoch ein wenig Respekt vor Georgio und eben auch vor dem nicht vorhandenen Schnittmuster, weshalb ich erstmal aus einem anderen Stoff einen Proberock nähte.

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Und er gelang! Das war wirklich der Moment, wo mir bewusst wurde, dass ich wieder ein Stück Freiheit dazugewonnen hatte. Eine Freiheit, die es mir ermöglicht, mehr und mehr nähen zu können, wenn ich etwas irgendwo entdecke, aber nicht kaufen will und keinen Schnitt finde, der dem nahe kommt.

Für meinen „Malta-Rock“ nähte ich zuerst einen kurzen Rock. Danach kam dann der Überrock dran, der vorne aufspringt. Da der dunkelgrüne Rock dehnbar ist, brauchte ich am Bund nur ein Gummi einzunähen.

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Georgio war in der Hinsicht etwas anspruchsvoller. Nach der ersten Anprobe fügte ich an beiden Rockteilen Abnäher ein. Dass ein Gummibund nicht funktionieren würde, war mir von vornherein klar. Also bekam er einen seitlichen Reißverschluss. Da danach der Bund hinten aber noch immer abstand, nähte ich dort zur Hälfte ein Gummiband ein.  Weiterlesen „Meine dazugewonnene Freiheit“

Etuikleid Sewalong – Anpassungen

Dieser Beitrag enthält Werbung wegen Nennung von Bezugsquellen und Stoff, der mir kostenlos zur Verfügung gestellt wurde

In unserem Etuikleid Sewalong sind wir schon weit vorangeschritten. Viele haben ihr 1. Kleid schon fertig, aber es ist keine Eile geboten. Besonders freue ich mich über diejenigen, die durch unseren Sewalong den Mut fanden, endlich ein Etuikleid zu nähen.

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Mein erstes Kleid nähte ich vor dem offiziellen Start, einfach um ein Beispiel zeigen zu können. Mein Schnitt hatte ich über Pinterest gefunden und die Wahl fiel auf das Pam Dress. Zudem hatte mir Petra von Pepelinchen 2 tolle Stoffe zur Verfügung gestellt.

Der Schnitt ist für meine Verhältnisse einfach zu nähen und selbst der Reissverschluss am Rücken gelingt mit einem Spezialnähfuss für nahtverdeckte einwandfrei.

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Für das 2. Kleid wollte ich einen anderen Schnitt wählen, stieß dann aber auf Grund meiner Stoffmenge auf Grenzen und nach einigem erfolglosen Suchen, griff ich wieder zum Pam Dress. Es ging ja einfach und schnell.

Wehe dem, der meint, nach einem Kleid schon eine gewisse Routine zu haben. So bemerkte ich nach dem Zuschnitt, dass Vorder- wie auch Rückenteil im Bruch zugeschnitten hatte. Letzteres hätte für den Reißverschluss in der Mitte offen sein müssen. Mein erster Impuls: Ich schneide den Bruch einfach auf, aber da stoppte ich dann doch, weil mir die Nahtzugaben für die Naht und Reißverschluss fehlen würden. Also schnell einen Plan B entwickeln. Und wenn ich eines gut kann, dann ist es improvisieren. Kurzerhand entschied ich mich, den Reißverschluss an die Seite zu legen. Eine erste Anprobe mit zig Nadeln zeigte, dass die Idee funktionierte.

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Die 2. Änderung, die ich vornahm, war der Halsausschnitt. Ich wollte ihn ein wenig größer haben, als beim ersten Kleid. Halsausschnitte gehörten lange Zeit zu meinen persönlichen Schwachstellen beim nähen, weil sie oft wider erwarten abstanden. Mit einem Vliesstreifen verstärkte ich erstmal die Nahtkante, passte den Beleg an den neuen Ausschnitt an und war sehr erleichtert, dass es geklappt hatte. Der Rest war schnell genäht und als ich alles anprobierte, bemerkte ich, dass das Kleid nicht saß. Es war insbesondere um die Taille und Hüfte zu weit. Auch das war schnell behoben. Dennoch wundere ich mich noch immer, dass Kleid Nr. 2 aus dem gleichen Material, zwar 2 mal im Bruch zugeschnitten, plötzlich zu weit war.

Als ich es am Abend meinem Partner zeigte, bemerkte er am Rücken noch einige Unstimmigkeiten, die mir vorher nur minimalst aufgefallen waren.

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Das Problem waren am Ende die Abnäher im Rücken. Auf wundersame Weise sassen sie zu weit außen, was der Grund für den Falten wurf war. So trennte ich sie nochmals auf, plazierte sie mehr zur Mitte und schon war das Problem gelöst. Weiterlesen „Etuikleid Sewalong – Anpassungen“

Venedig, ich komme….

Venedig, ich komme….

Nächste Woche um diese Zeit werde ich mit meinem Weltbesten durch die Lagunenstadt schlendern… Vorausgesetzt wir kommen an – da meldet sich nämlich mal wieder meine Flugangst! Da wir aber am Abend vorher in München zu einer Party eingeladen sind und am nächsten morgen von dort aus in den Flieger steigen, habe ich ein wenig die Hoffnung, dass ich wegen eines möglichen Katers gar nichts davon mitbekomme.

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Ich bin also schon mitten in der Planung, was ich einpacken werde. Durch diverse Probenähprojekte bin ich da ein wenig in Zeitdruck und Koffer für eine Flugreise zu packen, stresst mich immer wegen des Gewichtsbegrenzung. Und dann das entschärfen der Handtasche, bzw. Handgepäcks…. jedesmal glaube ich, dass ich doch irgendetwas Verbotenes dabei habe. Andererseits komme ich bei der Gelegenheit dazu, meine Handtasche mal auszumisten. Meist entdecke ich dann mindestens 4 angebrochene Päckchen Taschentücher (die nicht auffindbar waren, als ich wirklich mal eins hätte gebrauchen können), Lippenbalsam, Visitenkarten von Leuten, die ich irgendwann mal getroffen habe, Kärtchen für Arzt-/Friseurtermin (alle aus dem Vorjahr), zerknüllte Kassenbons, hin und wieder mal 1 oder 2 Centmünzen (komischerweise nie 50€), Lippenstifte und alte Parkscheine. Und das alles, obwohl ich diverse kleine Täschchen habe, in die eigentlich der Ordnung halber alles reingesteckt werden soll.  Wenn das irgendeinem von Euch bekannt vorkommt, bitte seid so gnädig und schreibt ein „Ja“ in die Kommentare, dann fühle ich mich schon besser.

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Während also viele von Euch die Koffer gerade ausgepackt haben, packe ich meinen ein und auf meinem Bett liegen schon stapelweise die Sachen, die unbedingt mit müssen – alles selbstgenäht natürlich. Während ich am anfang des Sommers noch Probleme hatte, die neu genähten Sachen zu kombinieren, scheint sich das Problem gerade wie von Zauberhand zu lösen. Letzte Woche zeigte ich Euch ja schon die Streifenbluse mit Chiffonvolant, der auch in meiner Juniperhose vorkommt. Mittlerweile ist ein neues Blüschen entstanden, dass sich auch dazu kombinieren lässt, ich es aber noch nicht zeigen kann (wie so vieles…).

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Was ich mir Anfang der Woche auf keinen Fall nehmen lassen wollte, war die Cassie Bikerhose von Elle Puls. Den Bengaline hatte ich zuvor bei Pepelinchen bestellt und er lag hier bereit. Aber anstatt am Sew along auf Facebook teilzunehmen, hatte ich die schlaue Idee, Sonntag gegen Mitternacht, kurz vorm Schlafengehen, mir den Schnitt schon mal anzusehen. Eins ergab das andere und ich fand mich plötzlich an der Nähmaschine wieder – mit einer fast fertigen Hose. Ich war wirklich todmüde, aber konnte nicht aufhören. Ich probierte sie sogar noch an und war begeistert, fiel dann ins Bett und schlief ein. Am nächsten morgen sah ich dann aber, wie müde ich wirklich schon gewesen war, denn die Hose sass hinten und vorne nicht. Die Vorderbeine bestehen aus 4 Teilen, die zusammengenäht werden müssen. Das ist auch toll beschrieben, doch da,waren diese 2 Faktoren, die nicht mit dem Schnitt harmonierten, somwie ich ihn zusammengesetzt hatte. 1. Faktor: Bengaline sieht links wie rechts gleich aus, 2. Faktor: Ich wiederhole mich, ich war müde, komatös müde.

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Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ja, was soll ich sagen – der eine oder andere erkennt das Kleid wieder und denkt sich, dass es das letzte mal aber blaugestreift war. Hier ist jetzt keiner Farbenblind, ich musste diesen Schnitt nur unbedingt nochmal machen und als Selmin aka Tweed and Greet für die 12 Colours of Handmade Fashion rot bekannt gab, war ich schnell entschieden, es nochmal mit roten Ringeln zu nähen. Darum kann ich hier wenig Neues erzählen und beschränke mich einfach auf die Farbe.

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Roter Teppich, Rotkäppchen und der Wolf, Rotkäppchen Sekt, rotes Tuch, Alarmstufe rot, rote Rosen, Rötung, Morgenrot, Abendrot, blutrot, rote Augen, Signalrot, rosarote Wolke, roten Kopf kriegen, es fehlt der rote Faden.

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Rostrot, Rot werden, die rote Lola, das Rote Meer, Rotkohl, Rothaut (politically totally incorrect!), Rotkehlchen, Rotwild, Rot am Mann (ach nee, dass war Not), Rot am See (ein Ort in Baden Würtemberg), Rothenburg, Rottweiler (keine Beschwerde bitte, da steckt das Wort rot sehr wohl drin. Den Rotstift braucht Ihr jetzt nicht ansetzen.

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Susie Slip Slub

Susie Slip Slub

Das Susie Slip Dress und was ist Slubjersey

Als ich letztens das Schnittmuster für das Susie Slipdress von Wardrobe by me, bekam, fiel meine Stoffwahl auf Koshibo, einem wunderbar weichfallendem Material, dass ähnlich wie Seide fällt. Den Blogbeitrag findet Ihr hier.

Der Schnitt gefiel mir außergewöhnlich gut und ich wollte es unbedingt noch einmal aus Jersey nähen. Dabei hatte ich einen Viskosejersey im Kopf, aber weder eine Vorstellung, ob uni oder gemustert noch welche Farbe.

Bei Instgram entdeckte ich zufällig die Aktion von Pepelinchen „1 Stoff viele Möglichkeiten“ und schaute mich in ihrem Shop um. Es ging um einen Slubjersey, der mir auch noch unter dem Namen Flame Jersey bekannt ist. Dabei handelt es sich um einen Jersey, der aus einem unregelmäßigem Garn gestrickt wird. Während die Hersteller sonst unregelmäßige Garne aussortieren, wird beim Slub extra drauf gezählt, um einen Shabby-Look zu erreichen. Meist werden Kleidungsstücke im Oversize Look gefertigt, mal mit Rollsaum oder Prints, mal ganz ohne.

Dieser Slubjersey interessierte mich für mein 2. Susie Slip Dress. Für ein Kleid wollte ich eine schöne Farbe haben und wählte den Ton Aqua. Die Verarbeitung mit Jersey verlief genauso problemlos wie beim ersten Kleid. Lediglich entdeckte im Schnittmuster eine Stelle, die ich jetzt entweder beim Koshibo Kleid verkehrt dafür beim Slubjersey richtig oder andersrum gemacht habe. Beiden Kleidern sieht man es nicht an.

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Die Lernkurve bleibt flach

Habe irgend etwas gelernt? Meistens lernt man beim Nähen irgendetwas dazu – oder auch nicht. Aber die Dinge, die man eigentlich weiss, sollte man beachten.

Nämlich Folgendes: Auch wenn ich es bisher so gut wie nie gemachte habe und immer wieder gern auf Argumente dagegen höre, ist es beim Slubjersey sehr wohl angezeigt, dass man ihn vorher wäscht. Er läuft nämlich etwas ein.

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Die Hochzeit

Für eine lockere Hochzeitsfeier vor den Toren Flensburg war das Kleid aber auch ungewaschen geeignet. Mit dem Aquablau passte ich hervorragend an die Küste. Mit einem passenden Kurzblazer drüber, der gegen die Kälte wichtig war, sah selbst ein Jerseykleid sehr schick aus. Und während wir auf das Brautpaar warteten, ergriff ein Freund die Gelegenheit und machte ganz viele Fotos von mir in dem Kleid. Das wiederum heiterte die anderen wartenden Gäste auf, weil ich mich von einer Pose in die andere Schmiss. Leider habe ich die Fotos nie zu Gesicht bekommen und wie ich später erfuhr, war der liebe Freund sich auch nicht sicher, ob er den richtigen Knopf gedrückt hatte (kommt leider bei fremden Kameras vor). Aber die Kulisse mit Leuchturm und Meer im Hintergrund wäre schon schön gewesen.

Bei welcher Gelegenheit auch immer es war, setzte ich mich auf etwas Undefinierbares in braun, was zu Flecken direkt am Po bzw. am Kleid auf Pohöhe führte. Darauf wurde ich allerdings erst auf dem Weg ins Hotel aufmerksam gemacht. Möglicherweise trug ich aber ein zweites Mal zur Belustigung der Gäste bei.

Spätestens dieser Fleck machte eine Wäsche notwendig. Wieder zu Hause und frisch von der Wäscheleine genommen, warf ich mich ins Slipdress, um für den Blog Fotos zu machen und da merkte ich dann, dass es eingelaufen war. Das ist die eine Theorie. Die andere Möglichkeit liegt vielleicht aber auch an dem Kuchenbuffet der Hochzeit.

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