Bloggervorbilder und Rutschstoffe

[Werbung Probenähen]

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Ich habe heute beim Nähen die Podcasts von Elle Puls gehört. In einem ihrer ersten Podcasts, damals noch als Live-Talk bei Instagram, war Pepelinchen zu Gast.

Während ich näht und den Beiden beim erzählen ihrer Bloganfänge zuhörte, musste ich sehr schmunzeln. Elke von Ellepuls und Petra von Pepelinchen sind aus heutiger Sicht schon alte Hasen in der Nähbloggerwelt. Petra noch länger als Elke. Und ich bin mit meinen 2,5 Jahren mit einer längeren Unterbrechung eher ein Newbie.

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Als ich begann, war ich erstmal erschlagen von der Nähbloggerwelt. Da waren sooo viele, die ich interessant fand. Mit meinem baldigen Einstieg bei Instagram, wurde ich dann auf die Beiden aufmerksam und sie wurden schnell zu meinen Blogidolen. Ich glaube, ich habe ein kleines Freudentänzchen aufgeführt, als Pepelinchen mich abonnierte.

Wir haben jetzt August 2018 und ich hatte die große Freude, Elke und Petra mittlerweile persönlich kennenzulernen. Petra traf ich das erste Mal dieses Jahr auf der h+h in Köln. Wir verstanden uns von Anfang an gut und hatten kurz darauf unseren erfolgreichen Etuikleid Sew Along. Ende Juni lernte ich Elke bei einer Feier von Schnittmuster Berlin persönlich kenne und auch da stimmte die Chemie. Weiterlesen „Bloggervorbilder und Rutschstoffe“

Pascale und andere Unfälle

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Ach Du meine Güte – ich habe ja schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gebloggt. Und nächste Woche geht es in den Urlaub, da muss ich jetzt doch noch mal ran, bevor ich den Überblick über meine neu genähten Klamotten verliere.

 

 

Eigentlich habe ich in letzter Zeit gar nicht so viel genäht. Zumindest fühlt es sich so an. Aber als ich gestern endlich mal Fotos von allem machen wollte, musste ich auf eine Ikeatasche zurückgreifen, weil es so viel war. Und nachdem ich über 170 Fotos gemacht hatte, fand ich in meiner Wohnung doch noch ein paar Teile, die ich übersehen hatte.

Sommerkleidung nähen ist meist so wunderbar schnell und einfach. Es sei denn, man – also ich – greift zum wiederholten Mal zu Chiffon. Meine Hassliebe zu dem Stoff habe ich schon mehrfach hier im Blog erwähnt. Und ich will gerechtigkeitshalber nicht immer nur auf dem Chiffon rumreiten. Neu in meinem Portfolio der Rutschstoffe: Peachskin. Den entdeckte ich im holländischen Onlineshop. Er ist knitterfrei und wirklich weich wie ein Pfirsich, aber auch genauso rutschig wie ein Pfirsich aus der Dose. Wer vorweg mal testen möchte, ob er mit dem Stoff zurechtkommt, sollte sich eine Dose Pfirsichhälften zulegen und versuchen, sie unter der Nähmaschine zu dressieren.

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Für das Probenähen der Bluse Pascale aus dem Hause Schnittmusterlounge war das mein Stoff der Wahl. Mit ca. 2 Euro pro Meter war es genau das Material, um den ersten Schnitt zu fertigen. Kreischend bunt ist zudem ja nicht wirklich mein Stil, wobei da bei mir ja immer die Ausnahmen die Regel bestätigen. Und ich schwöre Euch, auf dem Bild im Shop war er dezenter. Aber gut, jetzt hatte ich ihn und er wurde erwählt.

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Für Jacqueline habe ich schon mehrmals zur Probe genäht und ich hoffe, ich kann das weiterhin machen, weil es wunderbar entspannt zugeht. Folglich kenne ich ihre Schnitte und wie man sie zusammenklebt. Da hat ja jeder Schnittersteller so seine eigenen Regeln. Madame Routine, mit Vornamen Versiert, Mittelname Überheblich-Tüdelich, druckte also alles aus, ignorierte die Anleitung und klebte zusammen. Schnitteile auf Stoff, zuschneiden, mit oben erwähnten Kämpfen genäht und als Vorder- und Rückenteil mit Nadeln verbunden waren, kam die erste Anprobe. Größe 36 hat bei den Schnitten von Schnittmusterlounge IMMER für mich gereicht. Immer! Dank des Stoffes glitt ich in das Teil hinein, aber dann…. bitte nur noch tiefenentspannte Bauchatmung! Um die Brust herum spannte es, um es milde auszudrücken. Übrigens der Bereich, wo die Abnäher vorne und hinten auslaufen. Da war nicht mehr viel rauszuholen. Also Bluse wieder ausziehen und das war der Moment, wo ich wirklich, wirklich froh war, dass Nadeln drin waren, denn ab einer gewissen Enge weigert sich das Material zu flutschen. Ich steckte tatsächlich drin fest. Um es abzukürzen… ich entfernte die Abnäher am Rücken, nähte mit der Overlock die Seitennähte so knappkantig wie möglich und konnte Pascale retten. Die ersten Fotos in der Nähgruppen bei Facebook riefen Begeisterung für den Stoff und das Teil hervor. Und plötzlich, als standhafte Und stilsichere Frau, fand ich den Stoff auch schön. Nur warum zum Henker passte die 36 nicht mehr? Ich druckte also Größe 38 aus und plötzlich fiel mir wieder ein, dass die Blätter bei Jacqueline nicht überlappend sondern auf Stoß geklebt werden!!! Dahin war also die 36 entschwunden.

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Nachdem das also geklärt war, kam der Punktechiffon an die Reihe und siehe da – Pascale passte,  wenn auch nicht die Punkte an den Nähten, aber ich verzichtete bewusst auf die Möglichkeit, die vordere Mittelnaht mit Band oder Rüschen zu verzieren. Und was ich bei Streifen nicht kann, kann ich bei Punkten auch nicht – nämlich schön aufeinandernähen. Wozu auch. Meine Argumentation: Wenn ein Schnittersteller sich schon die Mühe macht, Abnäher und vordere Mittelnähte zu designen, dann soll man diese auch durch Sichtbarkeit würdigen. So!

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Jetzt waren die beiden Blusen fertig und mussten nur noch fotografiert werden. Mein üblicher Sommerfotoplatz war durch den neuen Eigentümer/Vermieter belegt. Der werkelte nämlich die ganze Woche am Schuppen im Garten. Ich hingegen war vorwiegend bei meinem Freund zu Hause, hatte aber keine Lust, meine große Kamera mit Stativ mitzunehmen. Also wich ich auf meine kleine Kamera aus, die ich über mein Handy fernauslösen kann – könnte, also theoretisch. Jacqueline brauchte die Fotos und meine Kamera glänzte durch Verbindungsprobleme mit meinem Handy. Mein Partner bemerkte meinen Frust und bot spontan an, mir zu helfen. So war eine gefrustete und unmotivierte Frau vor und ein genauso unmotivierter mit Rückenschmerzen geplagter Mann hinter der Kamera. Aber wir erledigten die Aufgabe! Dabei kam es wieder zu Szenen, die nur mit meinem Partner vorkommen. Er: „Also motivieren werde ich Dich nicht.“ Ich: „Ist klar!“. Ohne Musik beim Fotografieren geht es schlecht. Also begann ich mir Musik zu denken und hampelte alsbald herum. Er: „Du bist so ein Kasper!“ Ja, was denn nun?!?

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Aber keine Sorge, wir hatten keine Krise. Mein Partner hatte am Ende sein Vergnügen, indem er mich dann auch beim Umziehen fotografierte und überhaupt Gesichtsausdrücke von mir festhielt, die mir bis dato völlig unbekannt waren.

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Die Fotosession in meinem Garten war dann wieder so, wie ich sie wollte. Allein, mit Musik und weniger Outtakes.

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So, und wenn ich schon Werbung in diesem Beitrag markieren muss, will ich sie jetzt auch machen. Die Bluse Pascale von Schnittmusterlounge ist ein toller Schnitt und ideal für den Sommer. Aber auch mit langen Ärmeln, mit Rüschen oder schlichter Borte vorne, tiefen oder kürzerem Ausschnitt ein Allrounder. Knöpfe entfallen und dennoch sitzt die Bluse toll auf Figur. Ich habe bei beiden Blusen den tiefen Ausschnitt gewählt und jeweils die Sommervariante mit kurzen bzw. gar keinen Ärmeln genäht. Die Anleitung ist klar und deutlich (ja, ich habe sie dann auch noch gelesen!) und auch für Nähanfängerinnen geeignet. Als Muttertagsspecial gibt es den Schnitt für den halben Preis.

 

 

Und da mein Blogtext jetzt doch länger als vorgesehen geworden ist, werde ich Euch die anderen Oberteile ein anderes Mal vorstellen. Da erwarten Euch dann u.a. Schnitte von Kibadoo, Sewera und Muckelie.

Mich würde übrigens sehr interessieren, ob und welche Nähunfälle bei Euch so passieren. Ihr könnt sie gern in die Kommentare schreiben. Sie werden selbstverständlich vertraulich behandelt 😉

Die Fakten:

Schnitt: Bluse Pascale von Schnittmusterlounge für Webware und auch in Petite Größen.

Stoff: Peachskin (z.zt in der Variante ausverkauft) und Chiffon von Driessenstoffen.

Ich werde jetzt verspätet zu Rums gehen und wünsche Euch einen schönen Feiertag und vielleicht ja auch ein verlängertes Wochenende. Ab nächster Woche bin ich im Urlaub. Wer mag, kann mich bei Instagram begleiten.

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Mit Umeko in der Fashion Revolution Week

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Fashion Revolution

Vor 5 Jahren stürzte in Bangladesh ein Gebäude ein, in dem neben einer Bank und Geschäften auch diverse Textilfabriken untergebracht waren. Am Tag zuvor waren Risse im Gebäude bemerkt worden und es wurde von der Polizei gesperrt. Dennoch befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes mehr als 3000 Menschen im Rana Plaza. Die Betreiber der Textilunternehmen hatten ihre Angestellten trotz des gesperrten Gebäudes und der Gefahr, die davon ausging, zur Arbeit gezwungen. Es starben 1135 Menschen  und 2438 wurden verletzt. Die Kritik und Proteste, die damals endlich laut wurden, richteten sich an die vielen Bekleidungsunternehmen. Doch nicht nur die Billigketten lassen dort zu Gehältern weit unter dem Mindestlohn unter katastrophalen Bedingungen ihre Kleidung fertigen – es sind auch oftmals teure Designerlabels. Und während wir heutzutage in günstigen Klamotten bessere Konditionen für unser Arbeitsleben fordern, hat sich in der Bekleidungsindustrie in den sogenannten Drittstaaten wenig geändert.

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Ist Boykott die Lösung?

Was würde ein Boykott dieser Marken bewirken? Letztlich nichts Gutes, denn viele der Näherinnen in den Fabriken sind froh, überhaupt einen Job zu haben. Letztes Jahr hörte ich dazu einen Beitrag im Deutschlandfunk. In einem Interview bat die befragte Näherin ausdrücklich um keinen Boykott, weil so viele Menschen z.B. in Bangladesh von der Arbeit abhängig sind.  Das Problem ist sehr vielschichtig und es gibt bzw. gab diverse Dokumentationen zu dem Thema (meist spät abends – wie immer). Übrigens beschränkt sich diese Situation nicht nur auf die Bekleidungsindustrie – sie ist fast überall. Ob Ausbeutung der Arbeitskräfte und/oder der Natur. Unser Wohlstand, auf den wir oft so stolz sind, wird auf dem Rücken ärmerer Länder ausgetragen.

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Ich bin Teil des Systems

Ich bin ein Teil davon, allein schon deshalb, weil ich ein kleiner Elektronikfreak bin und gern ein schickes Smartphone, Tablet und einen Laptop habe. Ich trage Schuhe, die wahrscheinlich unter katastrophalen Bedingungen hergestellt wurden. Ich esse manchmal Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung, kaufe Gemüse im Supermarkt das aus fernen Ländern importiert wurde und in Plastik verpackt ist. Tatsächlich kann ich mir vieles nicht leisten, was unter moralischen und ökologischen Gesichtspunkten besser wäre. Aber manchmal will ich auch einfach ein bestimmtes Produkt haben, weil es mir gefällt. Mein Gewissen beruhige ich dann mit dem Wissen, zumindest ein bisschen was zu tun, in dem ich z.B. seit einigen Jahren Naturstrom von einem Unternehmen beziehe, dass nicht an die großen Stromgesellschaften angeschlossen ist. Am Ende muss man abwägen. Ich schaffe es nur selten konsequent, aber ich versuche es.

Seit gut einem Jahr nähe ich meine Kleidung selbst und habe mir außer einer Winterjacke, für die ich noch ein Gutschein hatte, nichts mehr gekauft. Seit kurzem nähe ich auch Unterwäsche und Badebekleidung. Dabei stelle ich mir manchmal die Frage, wo und wie die Stoffe produziert wurden, denn auch hier gibt es Unterschiede. Ich kann mir oft nicht die in Deutschland mit Öko-Tex Zertifikat hergestellten Stoffe leisten. Vor kurzem kaufte ich einen günstigen Stoff über einen Händler in Holland. Leider riecht das Teil nach ausgiebigen Lüften und Waschen noch immer fürchterlich nach Chemie. Was letztlich drin steckt, wo der Stoff herkommt – ich weiß es nicht.

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David gegen Goliath

Der Wunsch nach einer besseren Umwelt kommt mir manchmal wie ein Kampf zwischen David und Goliath vor. Wir kaufen Energiesparlampen, achten auf A++ Geräte im Haushalt, fahren Fahrrad anstatt Auto, buchen vielleicht einen Urlaub im Inland anstatt mit dem Flieger in ferne Regionen zu fliegen. Und was macht die Industrie? Sie tut so, als hätten wir eine nimmer endende Quelle der Resourcen. Allein in Deutschland wird Bauxit aus brasilianischen Regenwäldern, die vorher abgeholzt wurden, zu Aluminium verarbeitet, dessen täglicher Stromverbrauch dem Jahresdurchschnitt einer mittelgroßen deutschen Stadt entspricht. Weiterlesen „Mit Umeko in der Fashion Revolution Week“

Gold gepunktet

Gold gepunktet

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Weicher Chambray-Jeansstoff mit goldenen Punkten? Muss ich haben. Ab damit in den Einkaufskorb, noch ein paar Stoffe dazu und ab geht die Bestellung nach Holland.

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Als das Paket kam, freute ich mich schon. Doch dann sah ich den Jeanschambray mit den goldenen Punkten und fragte mich: „Was ist denn da in Dich gefahren???“  Ihr kennt diese Momente sicher. Auf dem Bildschirm sah der Stoff noch gut aus, dass fertige Stück im Kopf auch, aber dann trifft einen die Realität hart.

Wardrobe by me hatte diesmal sehr rechtzeitig zum Probenähen für das Shirt „Anna“ aufgerufen und da ich den Stoff genau dafür bestimmt hatte, blieb ich bei der ersten Entscheidung.

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Mich funkelten die vielen goldigen Punkte an…. in der Tat zu viele und ich dachte mir, den kombiniere ich mit meinem anderen Jeansstoff, den ich eigentlich für eine Jeans bestellt hatte, um dann festzustellen, dass es ein Blusenstoff war. Ja, ich vertue mich hin und wieder bei Bestellungen.

Da hatte ich nun 2 Jeanshemdenstoffe, aber sie passten von der Dicke bzw. Festigkeit nicht zusammen.

Und was habe ich gemacht?  ….

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Ich nahm den goldigen Stoff und verwendete für einen Teil der Anna einfach die linke Seite, die ohne die Punkte.

Und so kam ich zu diesem Hemd.

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Auf den Schnitt hatte ich im Grunde gewartet. Wer sich noch an mein verhunztes aber dennoch gern getragenes Flanellhemd erinnert, weiß, dass ich mit dem damals verwendeten Schnitt keinen Frieden schließen konnte. Zwar nähte ich noch ein weiteres Flanellhemd, diesmal mit einem Schnitt von Sewera, was mir schon sehr gut gefiel, aber es war mehr ein Blusenschnitt.

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Anna hingegen ist Beides. Bluse und Hemd, lang oder kurzärmlig, verschiedene Kragenformen und mit einer tollen Rückenpasse. Also ein Schnitt für viele Gelegenheiten und Stoffe. Ich stürzte mich also auf die Möglichkeit, mir endlich meinen lang gehegten Wunsch eines Jeanshemdes zu erfüllen, aber diese goldenen Punkte haben es leider ein wenig verhindert, wenn man doch eigentlich ein schlichtes Teil haben will. Selber schuld. Doch ich will mich nicht beklagen. Es war letztlich der Probestoff und ich hatte noch 2 weitere Stoffe hier, um Anna zu nähen, doch da kam mir mal wieder eine depressive Phase dazwischen, sodass ich einen großen Teil meiner Probenähen stark reduzierte bzw. ganz absagte. Im Moment ist da psychisch ein wenig der Wurm drin.  Weiterlesen „Gold gepunktet“

M und M macht Blau

M und M macht Blau
Ein Blogbeitrag mit Werbung

Ihr Lieben,

da schrieb ich noch in meinem Blogbeitrag h+h Köln – ein ganz persönlicher Rückblick , dass ich ohne Kooperationsanfragen zurückgekommen bin und schon bekam ich über Instagram die Anfrage von Schnittmuster Berlin, ob ich 2 Schnitte ihrer neuen Kollektion designnähen würde.  Die Welt war für mich wieder im Lot.

Bevor ich jetzt weiterschreibe, möchte ich darauf hinweisen, dass alle Leser, die nicht zu Schnittmuster Berlin gehören, den gesamte Text lesen können. Schnittmuster Berlin bitte ab jetzt die kursiv geschriebenen Absätze überspringen, sonst blättert mein Image der erfahrenen und versierten Näherin.

Die Qual der Wahl

Schritt 1 stellte mich schon vor eine Herausforderung: 2 Schnitte aus der Kollektion aussuchen. Hört sich jetzt nicht schwierig an, aber bei den vielen schönen Teilen, war es wirklich nicht einfach, sich auf 2 zu beschränken.

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Schritt 2 war da schon deutlich einfacher: Die Stoffwahl. Glücklicherweise hatte ich kurz vorher in Holland Stoffe bestellt und die Auswahl wäre wesentlich schwieriger gewesen, hätte ich nicht fast ausschließlich 1,50 m bestellt. Die Schnitte wollten aber mindestens 1,60 m haben. So flogen just die meisten zurück ins Lager. Übrig blieben 2 blaue Stoffe. Einmal Jersey und einmal Chiffon. Die Papierschnitte waren auch ratzfatz da und es konnte losgehen.

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Projekt 1: Das Kleid Martha

Martha sprang mich sofort an, weil mir dieser gürtelähnliche Teil an der Seite sehr gut gefiel. Zudem war ich natürlich neugierig, wie man so einen Effekt hinbekommt. Schnittmuster abpausen, auf Stoff legen und zuschneiden! Hierbei ist das genaue Abpausen der Markierungen sehr wichtig. Falten an der Seite legen, an den Schultern legen, feststeppen – klappt! Dann 2 Raffnähte machen – klar, auch kein Problem. Vorweg schon die Schulternähte und die eine „einfache“ Seitennaht zusammensteppen, um mal eine ungefähre Idee der Passform zu bekommen. Auch hier, Daumen hoch. Für die andere Seitennaht, da wo die Falten und Raffungen waren, schaute ich mal vorsichtshalber im Blog nach der Anleitung nach und beendete (offiziell) auch die Naht.

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Zwischen Seitennaht 2 und beenden lag aber mindestens ein Tag und eine schlaflose Nacht, die eher vom Vollmond kam. Tagsüber hatte ich mich hingebungsvoll dem Auftrennen der Nähte gewidmet. Nicht einmal, nein – gleich mehrmals. Es sah einfach nicht so aus, wie auf der Zeichnung. Und im Blog war dieses Bild, dass mir schlichtweg Fragenzeichen ins Gesicht zauberte. Mein Hirn hatte einen Knoten von der Größe des Eisbergs, den die Titanic rammte. In der schlaflosen Nacht gingen mir diverse Dinge durch den Kopf, die ich Euch hier erspare. Gegen 3.00 oder 4.00 machte es dann „Klick“ im Kopf. Und das ist einer dieser Klicks, die ganz spontan kommen, ohne das man vorher lange darüber gegrübelt hatte. Der Eisberg war spontan geschmolzen. Das ich danach wieder einschlafen konnte, grenzt an ein Wunder. Nach dem Aufstehen verpflegte ich noch schnell meinen Freund mit Frühstück und setzte mich dann an die Nähmaschine. Ja, mein Hirn hatte den richtigen Klick gehabt. Das Kleid saß, die Markierungen und das Bild im Anleitungsblog ergaben plötzlich Sinn und ich fragte mich, warum ich da nicht schon vorher drauf gekommen war. Am Ende schob ich die Schuld auf den Blätterstoff… wenn man vor Blättern den Wald nicht sieht (oder so ähnlich!).

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Da das Kleid so problemlos zu nähen war, habe ich mich gleich an ein Zweites gemacht, wobei ich diesmal einen V-Ausschnitt wählte (ach ja, und die Falten an der Schulter diesmal in die richtige Richtung legte). Das das Faltenelement bei diesem Kleid auf der anderen Seite liegt, war natürlich Absicht (nicht, dass jemand denkt, ich hätte den Stoff falsch herum gelegt!….öhm) Am Rockteil nahm ich noch etwas Weite weg und schon war Martha Nr. 2 fertig. Weiterlesen „M und M macht Blau“

Splish splash, I am taking a bath…

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Ihr Lieben,

nachdem ich Anfang des Jahres schon Unterwäsche gezeigt habe, mich letzte Woche seelisch nackisch gemacht habe, komm ich heute schon wieder leicht bekleidet daher. Glaubt jetzt aber nicht, ich hätte hier eine neue Leidenschaft entdeckt. Also eigentlich schon, aber die bezieht sich lediglich auf das Nähen. Außerdem fasse  ich mich heute recht kurz, weil ich noch immer in der Regenerationsphase der letzten 2 Wochen (Messe und Unternehmungen über Ostern) bin.

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Tina von Alpartig hatte vor einiger Zeit gefragt, wer ihre neuen Badestoffe vernähen würde und ich hatte das große Glück in die Testgruppe aufgenommen zu werden. Da das Nähen der Unterwäsche noch gar nicht so weit zurücklag, schlug ich Christina von Wardrobe by me vor, dass ich aus der Love Yourself Kollektion einen Bikini machen würde, aber sie hatte einen noch besseren Vorschlag und stellt mir Ihren Marylin Bikini Schnitt zur Verfügung.

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Zwar war ich geübt in Unterwäsche, aber vor dem Bikinioberteil hatte ich dann doch etwas Bammel und ich nähte erstmal eins aus Probestoff. Das ging besser als ich dachte und nun habe ich 2 Bikinis – ich, die sonst ein Leben lang immer nur über einen Badeanzug und einen Bikini verfügte. Aber wer schon 1 Kaufbikini und 2 Selbstgenähte hat, braucht natürlich auch 2 Badeanzüge. Und obwohl ich mir den Badeanzugschnitt von Wardrobe by me schon gekauft hatte, wurde ich nach dem geglückten Bikini richtig übermütig und nahm von meinem Kaufanzug einfach den Schnitt ab. Ganz so einfach war es zwar nicht, weil die Gummis überall die tatsächliche Nahtlänge verkürzen, aber es klappte trotzdem. Übrigens habe ich am Bikinioberteil die Bänder hinten einfach verlängert, um sie binden zu können. Das war eine Notlösung, weil ich auf die Schnelle keinen Verschluss mehr fand.

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Weiterlesen „Splish splash, I am taking a bath…“

Immer perfekt? – The Perfect Tunic

Immer perfekt? – The Perfect Tunic

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Als ich Dienstag spontan meine Blogbeitrag zu Jolie, Gina und den 5 Fragen am 5. schrieb, hatte ich Befürchtungen, dass mir kein wirkliches Thema zu diesem Beitrag einfallen würde, aber manchmal ergibt sich dann plötzlich doch etwas.

 

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In einem Post bei Instagram fragte neulich jemand, ab wann man Nähfehler korrigiert und wann man sie einfach so lassen würde – quasi ein unperfektes Stück tragen würde. Noch während ich antwortete, fiel mir sofort wieder mein misslungenes Holzfällerhemd ein, wo der Musterverlauf völlig verquer lief, der Rücken einen Buckel formte und zum Schluss noch die Knopflöcher quer anstatt längs waren.

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Ja, sowas kommt vor. Warum? Es gibt viele Gründe, aber der wichtigste Grund ist: Wir (also die meisten von uns) sind keine Profis und wir alle sind nicht perfekt. Folglich hat auch manches seine Fehler. Das ist nun mal so. Früher, als ich noch längst nicht so viel Erfahrungen hatte, sagte ich immer scherzhaft, „an irgendetwas muss man doch erkennen, dass es selbstgemacht ist“. Und im Grunde ist es ja auch richtig.

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Das Streben nach Perfektion ist den meisten Menschen in die Wiege gelegt, spätestens aber anerzogen worden und uns Frauen noch mal mit einer Extraportion.   Häufig liegen unsere Meßlatten so unglaublich hoch, dass man daran nur scheitern kann. Und stets zu scheitern macht unzufrieden. Doch anstatt die Messlatte ein Stückchen zu senken, versuchen wir mit mehr Anlauf, mehr Kraftaufwand darüber zu kommen… die anderen können es ja auch… Bleibt man aber wieder hängen, ist der Frust hoch und führt oft zur eigenen Abwertung. Dabei verlieren wir aus den Augen, wieviel wir eigentlich schon erreicht haben. Anstatt sich darauf zu konzentrieren und stolz darauf zu sein, schauen wir bei den anderen, was sie alles schon können und legen die Messlatte wieder auf einen viel zu hohen Level… die anderen können es ja auch.

 

Was wir aber dabei auch übersehen ist zum einen die Frage, wieviele Hürden die anderen bis zu diesem Zeitpunkt schon nehmen mussten und zum anderen, dass eben auch andere an ihren eigenen Maßstäben scheitern. Nur das wird häufig nicht erzählt.

Das Streben nach Perfektion ist nicht verkehrt, nur sollte das Streben ein sich langsam steigernder Weg sein, der ganz individuell gestaltet ist. Begegnen einem Rückschläge, dann sollte man sie annehmen, schauen, was noch verbesserungswürdig ist, sich aber niemals dafür abwerten. Ein Rückschlag ist eben ein Signal, ein Hinweis zum Innehalten um sich zu fragen, was gerade nicht funktioniert. Vielleicht hat man einfach mal einen schlechten Tag, ist unkonzentriert oder hat 2 Schritte übersprungen. Es gibt viele Gründe dafür.

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Die längste Zeit meines Lebens hatte ich meine eigenen Maßstäbe viel zu hoch. Ich weiss also, wovon ich schreibe. Es war ein langer und mühsamer Weg, mich von diesen Idealen, diesem Perfektionismus zu verabschieden. Nach und nach gelang es mir und ich wurde zufriedener mit mir. Und mit der Zufriedenheit zog auch Selbstsicherheit mit ein. Je mehr meine Selbstsicherheit wuchs, desto mehr gelang mir auch und das machte mich stolz. Im Laufe der Zeit hat sich meine Messlatte Schritt für Schritt wieder erhöht, aber immer nur so hoch, wie ich darüber komme. Dazu gehört eben auch mal ein Sprung, der sie runter wirft, aber das ist nicht schlimm. Dann lege ich sie eben tiefer oder wieder auf die Höhe davor und übe weiter, bis ich rüberkomme und sie höher legen kann. Natürlich habe ich auch manchmal den Eindruck, dass andere schon viel höher, eleganter und schöner über ihre Messlatte kommen, aber das ist eben  i h r e  Messlatte.

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Jolie und Gina sowie 5 Fragen zum März

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 Ich bin tatsächlich ein wenig im Blogstress. Letzte Woche sind 2 neue Schnitte erschienen, bei denen ich zur Probe mitgenäht habe, ein 3. kam gestern heraus. Und dann ist da noch die Challenge von Luziapimpinella  mit den 5 Fragen zum 5. März.

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Ganz getreu der ersten Frage von Nic, werde ich hier alles schön durcheinanderwirbeln. Wen nur die Fragen Interessieren: Sie sind alle fettgedruckt zum leichteren Durchscrollen.


1. Wenn Du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst Du dann?

Was bin ich froh, dass die Fragen schon weit vor dem 5. veröffentlicht werden, denn diese Frage fand ich ganz besonders schwierig. Ich habe viel darüber nachgedacht und habe letztlich 2 Gerichte, die im Grunde aber beide das Selbe beinhalten: Eintopf und/oder ein gemischter Salat. Warum? Lange Zeit habe ich behauptet, ich könne Viele, aber nichts davon richtig. Mittlerweile weiß, dass ich nicht alles perfekt können muß, um es dennoch zu machen. Ein lieber Mensch sagte mir einmal, ich sei ein bunter Blumenstrauß. Und darum pflege ich alle Seiten meiner Kreativität. Das eine mal mehr, das andere mal weniger. Je nach dem, was gerade dran ist.


Seit Januar lief das Probenähen bei TinaLisa für die Jolie, die später noch um eine Gina erweitert wurde. Meine erste Jolie entstand ganz früh, noch bevor die Anleitung geschrieben war und darum kamen in den großen Kragen keine Bänder für die Raffungen sondern einfach ein Gummiband.

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Beim 2. Versuch hielt ich mich dann zur Abwechslung an die Anleitung und nähte seitlich in den Kragen jeweils 2 Tunnel um dann Bänder für die Raffung einzuziehen.

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Beide Jolies habe ich hier in Shirtlänge gemacht, wobei der Schnitt auch die Kleidlänge enthält und wahlweise mit Zipfelsaum genäht werden kann. Ich persönlich mag keine Zipfelsäume, weshalb hier eben nur die eine Variante ist.


2. Welches Buch oder welche Bücher liebst Du so sehr, dass Du es/sie mehr als einmal gelesen hast?

Ich glaube, ich habe bis auf ein paar Bücher in meiner Jugendzeit kaum eins 2 mal gelesen. Und wenn, dann nur, weil ich die Geschichte nicht mehr erinnerte. Wenn ich aber ein Buch wirklich liebe, dann vergesse ich es nicht und behalte das erste Leseerlebnis wie ein kostbares Gut in mir. Vielleicht habe ich die Befürchtung, dass dieses Erlebnis beim nächsten Mal nicht mehr da wäre. Es gibt aber Bücher, die ich immer wieder zur Hand nehme, um darin einige Seiten zu lesen. „Briefe an einen jungen Dichter“ von Rilke ist so ein Buch. Obwohl es sehr dünn ist, habe ich es noch nie ganz durchgelesen. Die wunderbaren und wahren Worten berühren und regen zum nachdenken an.


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Kaum waren meine Jolies fertig, ergänzte TinaLisa Schnittdesign das Probenähen mit der Gina. Der untere Teil der Gina ist der gleiche wie von Jolie, aber oben am Kragen wurde mächtig verändert. Die Varianten die dabei entstanden waren so vielfältig, dass ich mich erstmal beim Glitzerstrick an die Pullivariante mit Volantärmel hielt.

So sehr ich Volantärmel liebe – ich tappe immer wieder in die gleiche Falle, denn ich bin manchmal ein Tolpatsch und es war nur eine Frage der Zeit, bis ich mit dem Volantärmel im Essen hing. Darum habe ich die Ärmel mittlerweile „entschärft“, damit dieser Pulli alltagstauglich ist. Auf dem Foto ist aber die ursprüngliche Version und sie sieht ja auch wirklich schön aus. Auch wenn es mir um die schönen Ärmel leid tut, werde ich mich nicht dafür entschuldigen, weil ich damit Frage 3 widerlegen würde.

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Tapered Fit – was ist das denn? Norma Jill

Tapered Fit – was ist das denn?  Norma Jill

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Mit einer halben Tonne Alufolie in den Haaren, habe ich gestern beim Friseur gesessen und mir Gedanken über den heutigen Blogbeitrag gemacht.

Es war erfolgreich! Ich bin wieder frisch gesträhnt mit geschnittenen Spitzen und Stufen. Ach ja,  und ein Thema habe ich auch gefunden.

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Ich halte mich zwar nicht für eine Modeexpertin, aber ein absoluter Laie bin ich nun auch nicht. Doch manchmal tauchen Begriffe auf, von denen man ungefähr weiß , was sie bedeuten, aber eben nicht genau.

Unendliche Weiten

Und mal ganz ehrlich – blickt Ihr noch durch den Dschungel an Hosenformen durch? Ein kurzer Blick ins Internet hat mich heute etwas erstaunt. Unter den gängigen Definitionen fand ich auf den ersten Seiten „nur“: Skinny, Regular und Boot-cut. Dazu noch die Varianten High waist, mid waist und low waist. Dazu dann noch die verschiedenen Farben, Stretch oder keins, used look, bleached, mit Löchern usw. Dann sind mir noch Boyfriend Fit eingefallen, Röhre, Bundfalte, Chino und aus den 70igern die Karotte und Schlaghose.

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Als Denise von Follow me Design zum Probenähen ihrer Hose Norma Jill aufrief, hieß es, sie wäre im Tapered Fit. Okay, nahm ich so hin und nähte 2 Stück.

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Nähen ohne Wissen mag man das nennen. Was heißt denn nun eigentlich Tapered Fit? Tatsächlich habe ich gestern erstmal nachgeschaut. Tapered heisst so viel wie „verjüngt“ und genauso ist es. Die Hose sitzt oben etwas lässiger und die Hosenbeine verjüngen sich zum Knöchel hin. Also weder Skinny, noch Regular und schon gar nicht Bootcut. Im Prinzip also oben Regular, und zum Knöchel hin Skinny. Weiterlesen „Tapered Fit – was ist das denn? Norma Jill“

Love yourself – Unterwäsche

Love yourself – Unterwäsche

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Unterwäsche ist ein Thema in einigen Blogs und Nähgruppen. Zum einen sind sie im Zuge des „nähen statt kaufen“ Mottos für Manchen ein Muss, zum anderen – wer sie dann auch zeigen will und sonst immer Tragebilder zeigt – eine Herausforderung.

Für mich ging mit dem Probenähaufruf von Wardrobe by me bereits Anfang des Jahres mein Vorhaben für 2018 in Erfüllung. Christina liess ihre erste Unterwäschekollektion bestehend aus Hipster, Panties und Trägerhemdchen/Camisol testen und ich war sofort Feuer und Flamme. Und auch bei der Frage, wer denn am Ende bereit wäre, Tragefotos zu zeigen, war ich sofort dabei.

Mein Partner war angesichts dieser Entscheidung etwas skeptisch und damit hatte er mich nochmal zu weiteren Gedanken angeregt. Unterwäsche im Internet zu präsentieren erfordert schon etwas Selbstüberwindung, bzw. den Mut, sich auch kritischen Kommentaren auszusetzen.

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Schon während ich die Love yourself Wäsche nähte, plante ich einen Blogbeitrag zu schreiben, bei dem es um Liebe zu sich selbst gehen sollte. Zu dem Zeitpunkt hieß die Unterwäsche von Wardrobe by me nur „Hipster“, „Panties“ und „Camisole“. Kurz vor Veröffentlichung wurde dann bekannt, dass die Kollektion „Love yourself“ heißt. Und als ich dann noch meine Bilder auf der Titelseite des Webshop fand (natürlich erst nach vorheriger Absprache), war mir klar, dass ich schon die ganze Zeit auf dem richtigen Weg mit diesem Beitrag war. Die dazugehörigen Texte, die auf meinen Fotos standen, waren einfach nur toll und rundeten alles für mich ganz persönlich ab.

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Ja, es geht darum, sich selbst zu lieben – ein ständig wiederkehrendes Thema. Natürlich passiert das nicht, indem man jetzt diese Unterwäsche näht. Doch während des Probenähens fand ich es so angenehm, dass Frauen aus unterschiedlichen Ländern mit den unterschiedlichsten Figuren alle ihre Selfies für den Passformcheck zeigten. Für diejenigen, die nicht wissen wovon ich gerade rede: Beim Probenähen wird ein Schnitt vor Veröffentlichung auf Passform für verschiedene Größen getestet. Zusätzlich schaut man, ob die Anleitung für möglichst alle verständlich und nachvollziehbar ist. Diese Phase des Probenähens findet oft bei Facebook in geheimen bzw. geschlossenen Gruppen statt, wo man unter sich ist. Soviel zur Erklärung.

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Keine dieser Frauen entschuldigte sich dafür, dass jetzt gerade irgendwo Orangenhaut zu sehen ist, der Bauch sich zu sehr wölbt oder was man sonst noch so an sich auszusetzen hat. Die Fotos waren alle allein schon deshalb toll, weil die Frauen sich mit einer Selbstverständlichkeit in diesem geschützten Rahmen zeigten, was eigentlich normal sein sollte.

Und ich muss mich an meine eigene Nase fassen – für mich ist auch nicht selbstverständlich, mich immer so zu zeigen wie ich bin. Ich haderte tatsächlich ein, zwei Tage mit mir, ob ich das eine Foto mit meinen nach unten hängenden Hautfalten am Bauch noch etwas retouchiere oder nicht. Ich retouchierte es – nicht viel, aber ein bisschen. Weil ich aber nicht einfach nur über das Thema schreiben will und viel von „sollte“ und „müsste“ rede,  habe ich entschieden, Euch beide Bilder zu zeigen.

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