Punkt, Punkt, Streifen, Strich – fertig ist das Shirt für mich!

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Seit gut 10 Min. sitze ich vor meinem iPad und denke über eine richtig gute Überschrift nach… etwas, dass den Leser neugierig auf den Beitrag macht. Ich wälze im Kopf Wörter hin und her, starre dabei aus dem Fenster, verwerfe Ideen, beginne mit neuen Ansätzen… es kommt nichts. Mein Blick schweift vom Fenster auf mein Bildschirm, auf das digitale leere Blatt und dann hat sich oben rechts in die Ecke eine Meldung geschlichen. Eine Meldung mit roter Kennzeichnung und Ausrufezeichen.

Du hast noch nichts geschrieben!

Danke, WordPress! Ich denke doch gerade darüber nach! Diese Meldung ist echt nicht hilfreich und erzeugt bei mir Druck. Und mit Druck kann ich nicht nachdenken… sie muss verschwinden!  Am besten schreibe ich jetzt erstmal was in den Titel. Egal was… ja, am besten sogar die Meldung! Und tatsächlich war es bis eben die Überschrift, bis mir dann endlich, einen Tag später, eine Überschrift einfällt.

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Ich bin tatsächlich jemand, die mit manchem Druck nicht wirklich umgehen kann. Dabei bin ich Meisterin darin, mir selbst Druck zu erzeugen. Als ich früher noch als freie Übersetzerin für Filme und Serien arbeitete, bekam ich fast immer Fristen gesetzt, die alle den Stempel „Vorgestern“ hatten, die weniger dringenden „so schnell wie möglich“. Ich wünschte mir mal einen Film zu bekommen, für den ich richtig viel Zeit hätte. Und dieser Wunsch ging einmal in Erfüllung. Ich hatte unglaubliche 3 Wochen Zeit! Die ersten Tag jubelte ich noch. In Woche 2 arbeitete ich an Projekten und freute mich, dass ich noch so viel Zeit hatte und als Woche 3 begann, holte ich das Script mal hervor, schaute mir das Bildmaterial an und legte es beiseite. Am Ende hatte ich durch das Vor-mir-herschieben genauso wenig Zeit wie sonst. ABER: Ich hatte es selbst entschieden.

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Wenn ich darüber nachdenke, ist es für mich immer enorm wichtig, eine Wahlmöglichkeit zu haben. Als ich neulich nach Berlin fuhr, war ich so schrecklich aufgeregt vorher, dass ich am liebsten zu Hause geblieben wäre (da meldete sich wieder meine Depression mit dem Gefühl „alles zu viel, schaffst Du nicht, usw.). Doch in dem Moment, wo ich erkannte, dass ich die Wahl habe (ich hätte allerdings eine kleine Stange Geld in den Sand gesetzt), wurde alles einfacher und ich fuhr letztlich doch und bereue es kein Stück!

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Die Wahl hatte ich auch, als Bettina von Versandstoff mich fragte, ob ich einen neuen Jersey für sie designnähen würde. Sie schickte mir die Fotos und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich diesen Stoff so nie gekauft hätte. Aber ich hatte ja die Wahl und Zeit mich damit ausauseinanderzusetzen. Mein Gefühl sagte mir schließlich: „Das schaffst Du“. Eine tolle Errungenschaft in meinem nicht mehr ganz jungem Leben. Diese Art von Herausforderungen spornen mich an. In meinem Kopf entstehen Ideen, von „verrückt“ bis zu „machbar“.

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Während meiner 8 stündigen Busfahrt von Hamburg nach Frankfurt entschied ich mich dann für eine Wickeljacke aus dem Jersey. Ich hatte sie schon direkt vor Augen.

Dann kam der Stoff und ich konnte die Idee postwendend in die Tonne treten, da die Innenseite des Jerseys weiß war. Für eine Jacke, die vielleicht mal etwas aufspringt, kam das für mich nicht in Frage. Also umdisponieren. Spontan fiel mir erstmal nichts ein, also legte ich die Stoffe vor mich hin und begann damit zu spielen….

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Und dann war es da! Ich sah es und wusste, dass muss es sein. Die Schnittteile wurden aufgelegt und der Zuschnitt für den nächsten Tag geplant. Eine Nacht drüber schlafen und am nächsten Tag alles verwerfen. Denn zwischenzeitlich war noch eine viel bessere Idee entstanden.

Ein kurzärmeliges Shirt mit großem Kragen. Dazu wählte ich das Valentines Dress von Sewera, kürzte es auf Shirtlänge und schnitt die Raglanärmel so knapp wie möglich ab.

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Von den großen Punkten hatte ich nun aber reichlich Stoff übrig, die richtige Garnfarbe war noch in die Maschinen eingefädelt und machte sogleich weiter. Weiterlesen „Punkt, Punkt, Streifen, Strich – fertig ist das Shirt für mich!“

h+h Köln – ein ganz persönlicher Rückblick

h+h Köln – ein ganz persönlicher Rückblick

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Soll ich es als Zeichen deuten, dass der gesamte und fertige Text, den ich Tags zuvor geschrieben hatte, auf magische Weise in den Weiten der Datenwelt verloren gegangen ist? Was auch immer das für ein Zeichen ist – ich schreibe einen neuen Text. Allein schon deshalb, weil ich diesen Beitrag angekündigt hatte.

Es wird sicher viele Rückblicke in der nächsten Zeit von der h+h in Köln geben. Über Stände, über Blogger, die man getroffen hat, über Stoffe und die Modenschauen. Ja, es gab tatsächlich viel zu sehen und ich fand es sehr interessant.

Wenn ich jedoch an das vergangene Wochenende zurückdenke, dann sehe ich in erster Linie meinen ganz persönlichen Fortschritt. Es ist viele Jahre her, dass ich allein in eine andere Stadt gefahren bin, mir ein Hotelzimmer im Vorfeld reservierte und mich dazu noch am Freitagabend zu einem Bloggerdinner mit 28 Teilnehmerinnen traute, von denen ich einige gar nicht, und einige zumindest von Instagram her kannte. Persönlich war ich noch niemanden begegnet.

Wenn ich sage, es ist viele Jahre her, dann spreche ich von einer Zeit vor dem Jahr 2001. In dem Jahr wurde bei mir eine schwere Depression diagnostiziert, begleitet von Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Um überhaupt zu dieser Diagnose zu kommen, musste ich zu einer Therapeutin und die fand ich nur mit Hilfe meines Partners, weil ich einerseits viel zu viel Angst zum Telefonieren hatte und mich zum anderen in Grund und Boden schämte. Wie gesagt, die Depression wurde da erst diagnostiziert, tatsächlich litt ich aber schon viele Jahre darunter.

Um ambulant überhaupt therapierbar zu sein, musste ich 6 Wochen in eine Klinik. Danach begann dann die eigentliche Therapie. Ich musste meinen Job aufgeben, Erwerbminderungsrente beantragen und die darauf folgenden Jahre sehr, sehr hart an mir arbeiten. Ich kapselte mich ab, hatte anfangs nur meine Kinder und meinen Partner um mich. Die wenigen Freundinnen, die ich hatte, brachten unglaublich viel Verständnis für mich auf.

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Als ich jetzt am Freitag mein Hotelzimmer bezog, wurde mir bewusst, dass ich wirklich seit Ewigkeiten nicht mehr auf diese Weise allein unterwegs war und ich fühlte mich unglaublich wohl und stolz. Dann ging ich, einen leichten inneren Widerstand überwindend, zum Bloggerdinner und es war unglaublich schön, so viele Menschen dort zu sehen, die durch das Nähen verbunden sind. Es war ein toller Abend und ich danke an dieser Stelle Kira von The Couture, dass sie diesen Event organisiert hat.

Den nächsten morgen ging ich langsam an, mußte wieder diesen kleinen Widerstand überwinden und fuhr schließlich zur Messe. Ich schlenderte durch die Hallen, traf noch einige Bloggerinnen, redete kurz mit ihnen und ging weiter. Das ich tatsächlich aber auch freudestrahlend von Einigen erkannt wurde, hat mich wirklich unglaublich erfreut.

Bilder aus den Anfängen meines Blogs

Die letzten Tage habe ich immer wieder Berichte auf Instagram gesehen und konnte lesen, wer mit wem alles unterwegs war, wer auf welchen Ständen Goodies bekommen hat, vielleicht sogar über Kooperationen verhandelte und auf dem Bloggertreffen der Initiative Handarbeit war. Bis auf ein paar Goodies kann ich da nicht mitreden und ich spürte am Sonntag eine kleine, leise Stimme, die meinte, ich hätte mir nicht genügend Mühe gegeben. Ja, warum warst Du eigentlich auf der Messe?

Warum ich auf der Messe war: Weil ich seit 2001 und schon vorher unglaublich weit gekommen bin. Ich habe keine Kooperationen verhandelt, aber ich habe mich gezeigt. Ich habe meine eigenen Widerstände überwunden und bin nach Köln auf die Messe gefahren.

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Auf der Messe selbst habe ich immer wieder mit mir gerungen, ob ich mutiger sein soll oder nicht und hier und da habe ich mich einfach mal getraut. Dabei musste ich mir Kommentare anhören, dass ich für ein freies Exemplar einer Zeitschrift nicht genügend Follower auf Instagram habe, dass ich nicht bekannt genug wäre – unbedeutend sozusagen. Aber ich habe mich dadurch nicht fertig machen lassen. Stattdessen wuchs mein Kampfgeist daran.

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Offener Brief an Selmin oder Wie ich das Fliegen lernte

Offener Brief an Selmin oder Wie ich das Fliegen lernte

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Liebe Selmin,

da konditionierst Du uns Teilnehmer 10 Monate lang auf festgelegte Farben und dann das! „Freie Wahl der Farbe im November“. Für alle, die bei dieser Challange nicht teilnehmen, noch mal zur Rekapitulation: Seit Januar gibt Selmin von Tweed and Greet jeden Monat eine Farbe bekannt, die man vernähen soll. 10 Monate hat man sich durch die Farbpalette gearbeitet, mal mit Leichtigkeit, mal mit großer Anstrengung. Ich erinnere mich da mit Vorliebe an die Farbe Gelb, die mich erstmals vor eine wahre Herausforderung stellte. Doch am Ende nähte ich den Rest des Sommers immer mehr gelb. Tatsächlich kann ich mit meinem Kleiderschrank locker mindestens einen Regenbogen nachbilden – und das als einst passionierte Schwarzträgerin für die Monate Oktober bis März. Ab April bis September vorwiegend Weiss oder Blau, vielleicht mal ein zartes Pink, aber dann war auch schon Schluss. In meinem Kleiderschrank sind jetzt zusätzlich die Farben grün, rot, lila, beige, gelb und orange eingezogen. Am Ersten jeden Monats habe ich 2017 auf die Bekanntgabe der neuen Farbe gewartet.

 

Für November und Dezember wurde die Spekulation über die angesagte Farbe immer eingegrenzter. Ich war gedanklich voll bei braun… Und was machst Du, liebe Selmin? Du stösst Deinen Farbnachwuchs aus dem Nest und rufst fröhlich hinterher  ‚Fliegt meine Küken, wählt was Ihr wollt‘! Nach 10 Monaten Farbvorschrift plötzlich Freiheit und keiner hat mir gesagt, wie das mit dem Fliegen geht. Ich stürzte damit quasi ins Bodenlose, wurde hektisch und aktivierte vor lauter Panik jede Faser meines Körpers (Vogeldeutsch für „ich durchsuchte Stoffgeschäfte im Internet) und entdeckte dabei, dass ich scheinbar Flügel habe, die den Aufprall auf dem Boden erstmal herauszögern würden… Ich begann wieder klarer zu denken… Mein Flügelschlag wurde regelmäßiger und ich stieg wieder auf ( Vogeldeutsch für „ich hatte einen Stoff gefunden“). Ich konnte fliegen!

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Es wird mal wieder Zeit!

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(*entschuldigt bitte die unterschiedliche Qualität der Fotos. Ich muss mich erst noch wieder an das winterliche Licht gewöhnen)

…. um endlich mal wieder etwas zu posten, für das nicht gerade ein neues Ebook erschienen ist und gleichzeitig ein paar kritische Worte loszuwerden.

Mit meinem neuen Pulli/Shirt habe ich mir praktisch einen eigenen Wunsch erfüllt. Ich kann gar nicht sagen, wie lange ich mit dem Jaquard Jersey von Albstoffe schon liebäugel. Letztlich war es der Preis pro Meter, der mich abhielt. Anfangs fand ich ihn ja furchtbar, aber sogar mit steigender Selbstsicherheit unterliege ich manchem Trend und Einflüssen. Von der ursprünglich 1,50 m bestellter Menge war letztlich nur 1,30m vorrätig, aber ich fürchtete schon, dass ich am Ende gar nichts mehr bekomme. Da lag nun mein teures Schätzchen…

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Was bei anderen gerade Rüschen sind (ja, Jenni, ich meine Dich…), sind bei mir Volants- oder Trompetenärmel. Nötigenfalls beides. Ich hatte praktisch nur auf den richtigen Stoff gewartet, um endlich die Art Ärmel zu nähen, die mir seit geraumer Zeit vorschwebt. Nun ergeben 1,30 m Stoff und die Idee von Ärmeln noch kein Oberteil. Als nächstes hatte ich die Idee von einem Raglanshirt im Kopf, aber leider kein passenden Schnitt. Da arbeitet man sich durch Probenähaktionen jeglicher Art, hat haufenweise selbst erprobte Schnittmuster zu Hause, dazu noch eine Sammlung an gekauften Schnitten ob Ebook oder Zeitschriften, aber nirgends ist ein geeigneter Raglanpulli. Ich war kurz davor, doch noch einen Schnitt zu kaufen, als mir einfiel, dass ich vor vielen Jahren mal ein T-Shirt der Art von Schnittquelle genäht hatte. Wer schon mal bei Schnittquelle gekauft hat weiß, dass man sich seine Grösse aussucht und dann ein Papierschnittmuster zugeschickt bekommt. Meins war nun älter und in Größe 44 – meine alte Kleidergröße.

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Ja, ich sehe es selbst, hier rutscht es von der Schulter. Ich habe zu viel hampelt.

Aber ich habe ja auch dazugelernt und änderte das ratzfatz ab, um einen Schnitt in meiner Größe zu zaubern. Das ging auch gut, bis auf den Halsausschnitt, der nun mehr oder minder ein schickes Offshouldershirt darstellte, was ich im Winter nicht gebrauchen kann und unabhängig davon auch nicht haben wollte. Aber auch hier kam mir meine Erfahrung zugute und ich schnitt ein Ausschnittblende zu, dass alles in die richtige Form brachte. Dazu die Trompetenärmel mit Bändchen. Die 1,30m reichten dicke.

Der kritische Teil

Ich schrieb gerade, dass ich vor ein paar Jahren noch locker Grösse 44-46 trug. Innerhalb von anderthalb Jahren verlor ca. 30 kg. Dafür erwarte ich weder Bewunderung noch Komplimente. Schliesslich hat auch keiner was gesagt, als ich einst die 30 kg zunahm. Wer mich heute auf meinen Fotos sieht, kann vielleicht erkennen, dass ich mich sehr wohlfühle. Und genau darauf kommt es an. Ich kenne Frauen, die dem klassischen Schönheitsideal nicht entsprechen, sich aber rundum wohlfühlen und eine Schönheit ausstrahlen, die jedes Topmodel in den Schatten stellt.

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Die Kunst der Komplimente

Komplimente sind etwas Schönes. Sie geben uns Bestätigung und ein gutes Gefühl. Ein Kompliment in den Kommentaren von Blogs oder den sozialen Medien sind für alle sichtbar. Mir fällt dabei aber immer wieder auf, dass in manchen Formulierungen eine Falle steckt. Oft lese ich nicht nur bei mir Sätze wie „Mit Deiner Figur kannst Du das toll tragen“, „Bei den Beinen sehen Shorts/Leggings/kurze Röcke super aus!“. Erkennt Ihr die Falle, die Botschaft, die mitschwingt? Jeder, der eine gewisse Figur nicht hat bekommt unterschwellig vermittelt, dass gewisse Kleidung für ihn/sie nicht tragbar ist. Das mag jetzt natürlich nicht für alle gelten, die das lesen. Doch manche sind sehr empfänglich für diese mitschwingenden Botschaften und fühlen sich dementsprechend unwohl oder zumindest nicht bestärkt. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass niemand, der diese Art von Komplimente schriebt, genau das beabsichtigt. Darum ist es um so wichtiger darauf zu achten, wie man ein Kompliment oder Lob formuliert. Es ist am Ende immer der Empfänger, der die Bedeutung einer Botschaft bestimmt. Und bevor es zu Missverständnissen kommt: Ein Missverständnis lässt sich durch Kommunikation ausräumen. Doch beim geschriebenem Wort wird es ungleich schwieriger. In Zeiten wo viele Frauen nicht nur in den Medien Schönheitsidealen ausgesetzt sind und oft über kein ausreichendes Selbstbewusstsein verfügen, können diese Komplimente ein zweischneidiges Schwert sein.

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Beim Probenähen ist mir aufgefallen, dass ein Schnitt in Grösse 36/38 eben anders aussieht, als z.B. in Größe 48/50. Aber eben nicht zwangsläufig besser. Wir Frauen sind es, die dem Schnitt Leben einhauchen. Wir nähen ihn nicht nur, sondern modeln auch gleichzeitig. Das verdient Anerkennung, denn gerade Letzteres ist für viele eine Überwindung. Ich finde es traurig, dass viele ihre Werke mit einer Entschuldigung für ihren Körper beginnen. Keiner sollte sich für seine Figur, seinen Körper entschuldigen müssen.

Ob ich persönlich nun z.B. den Stoff mag, den eine andere Näherin gewählt hat, ist nebensächlich. Ihre Figur ist nebensächlich. Passt es zu ihr und ihrem Typ, hat sie eine Aufgabe kreativ umgesetzt, dann muss ich nicht vor dem Hintergrund kommentieren, ob ich es auch anziehen würde oder persönlich mag. Ja, es gibt natürlich auch Dinge, die ich am liebsten sofort der anderen klauen möchte, aber das ist ja auch okay. Bei Kommentaren bzw. Komplimenten geht es nicht um einen persönlich, sondern um die Person, die sich etwas mit all ihr zur Verfügung stehenden Fähigkeiten genäht hat. Und bevor ich hier als Besserwisserin rüberkomme – viele meiner Texte, die ich hier schreibe, schreibe ich, um mich selbst daran zu erinnern. Wir müssen einander mehr unterstützen, fördern, loben. Wir können natürlich auch Ratschläge geben, aber nicht unbedingt ungefragt. Wenn ich eine Frau in einer Nähgruppe habe, die voller Stolz ihre allererste Jacke präsentiert, sehe ich zu, dass ich die Jacke auch unter genau diesem Aspekt betrachte und ggf. lobe.

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Ich könnte jetzt noch mehr darüber schreiben und werde es ggf. in einem anderen Beitrag wieder aufnehmen. Tatsächlich interessiert mich aber Eure Meinung dazu. Wie haltet Ihr es mit Komplimenten und oder Kommentaren? Habt Ihr Anregungen und Ideen zu diesem Thema? Schreibt mir gern dazu – entweder als Kommentar oder per Mail.

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen.

Und meinen Pulli finde ich schön. Ich liebe ihn sogar. Das ich damit nicht unbedingt Euren Geschmack treffe, ist mir klar, aber es die Vielfalt, die diese Welt bunt macht.

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Die Fakten:

Stoff: Into the Wild, Hamburger Liebe by Albstoffe von by-mami (Tatjana, die 1,30 haben gereicht. Vielen Dank nochmal.)

Schnitt: Viel Eigenes auf der Grundlage vom Shirt Albi, Schnittquelle

in der Nebenrolle: Schwarzer Rock mit Druckknöpfe aus Softshell, eigener Schnitt. Jackie O. von Tinalisa Schnittdesign

Verlinkt bei: MMM, MMI, AWS

Eure

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Ein ungewöhnliches Probenähen

Ein ungewöhnliches Probenähen

Es war ungefähr Juli/August, als ich auf einen Aufruf von Pier and Palace Patterns bei Instagram aufmerksam wurde. Ich hatte gerade meine ersten Erfahrungen im Probenähen gesammelt, bewarb mich und wurde angenommen.

Genäht werden sollte das Bikerjacket Kemptown und das englischsprachige Ebook kam schon bald per Email. Von der Aufmachung her ist es anders, als die Ebooks, die ich bisher kannte – es wirkt fast wie ein Magazin und heißt daher auch E-magazin. Inhaltlich finde ich neben den üblichen Erklärungen interessant, dass es eine sogenannte „Skill School“ gibt, ein Teil, in dem besondere Nähte ausführlich beschrieben werden.

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Für mein erstes Modell wählte ich diesmal tatsächlich keinen normalen Stoff, sondern eine alte Gardine meines Sohnes und das war gut so. Die Jacke war für meine Körpergröße einfach zu kurz.

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Was mir sofort auffiel, war die fehlende Kommunikation mit den anderen Probenäherinnen. So konnte ich zwar per Direktnachricht bei Instagram oder über Email direkt bei Pier and Palace Patterns nachfragen und erhielt auch recht zeitnah Antworten, aber der Vorteil in einer Gruppe zu nähen überwiegt einfach durch den Austausch mit anderen.

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