So posh!

So posh!

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Als ich den Namen von Seweras neuster Bluse las, musste ich unweigerlich an die Spice Girls denken. Ja, ich bin nicht nur so alt, dass ich sie kenne, ich war sogar zu ihren erfolgreichsten Zeiten zu alt, um sie zu mögen. Vermutlich hätte ich sie aber auch in jungen Jahren nicht gemocht, stand ich doch mit 13 Jahren auf Bob Dylan, Joan Baez, Neil Young, dicht gefolgt von Keith Jarret, dessen Album, ‚The Köln Concert‘ ich zur Konfirmation bekam und heute noch immer gern höre.  Allerdings habe ich die damalige LP vor langer Zeit durch eine CD ersetzt.

Meine Güte, was schweife ich hier immer ab. Ein ganzer Absatz über Musik und meine frühe Jugend, und nichts über die Bluse, die Anlass dafür ist, dass ich diese Woche schon den 2. Blogbeitrag schreibe.

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Posh Blouse heißt der neue Schnitt aus dem Hause Sewera Fashion. Und auch wenn ich keinen offiziellen Bildungsauftrag hier habe, bekommt Ihr jetzt die Übersetzung von mir frei Haus geliefert: Posh heißt so viel wie todschick, vornehm und piekfein. Und mit dieser Übersetzung im Kopf warf ich mich erstmal in Rock und Absätze. Todschick und vornehm – meine Mutter hätte Tränen vor Freude in den Augen (Test, Test, Test – liest Du auch immer brav meine Beiträge, Mutter?).

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Wie schnell man doch von so einem Namen beeinflusst ist. Es dauerte eine Weile, bis ich auf die Idee kam, die Bluse auch lässiger zu kombinieren. Und eigentlich waren es die Shorts, die ich mir nach dem Schnitt der Skinnyjeans genäht hatte. Das war meine allererste Sewera-Jeans, wo ich noch mit dem seperaten Beleg gekämpft hatte und der Reißverschluß letztlich nicht richtig saß. Als ich dann auch noch – aus welchen Gründen auch immer – den Bund zu eng gemacht hatte und vor der Wahl stand, abzunehmen oder den Bund zu korrigieren, wählte ich Letzteres mit der Konsequenz, dass die Shorts erstmal auf dem Stuhl lag. Weiterlesen „So posh!“

Erst Statist und jetzt die Hauptrolle

Erst Statist und jetzt die Hauptrolle

In meinem letzten Blogbeitrag von Donnerstag hatte ich angekündigt, noch einmal separat auf die Oberteile einzugehen, die ich zu meinen Shorts Juniper trug. Es war eigentlich anders geplant, aber als ich sah, was ich da alles trug, wäre es den Oberteilen nicht gerecht geworden, wenn sie lediglich nur kurz als Statisten erwähnt werden.

Darum bitte ich Euch jetzt, Euer Augenmerk auf die Oberteile zu richten. Wer etwas zu den Unterteilen wissen möchte, kann gern nochmal hier nachlesen.

Bühne frei für das Neckholder Top von Beekiddie.

Ich habe es aus einem hellblauen Jersey mit silbernen Ornamenten genäht. Es war eine Rabattaktion bei Makerist gepaart mit einigen heissen Sommertagen hier, die mich dazu bewegten, dieses BeeNeck Shirt zu nähen. Das schöne daran ist, dass man die Träger auch hinten befestigen kann. Bisher habe ich im Nacken einen Knoten gemacht, überlege mir aber eventuell für den nächsten Sommer eine Variante, wie ich beides haben kann.

Über das nächste Shirt habe ich bereits schon berichtet, scheue mich aber nicht, es nochmal zutun, weil ich in den Schnitt sooo verliebt bin. Es ist das Artemis von Lasari Design, das ich jetzt schon 4 mal vernäht habe, ein 5. aus weissem Jersey ist in Planung und für den Winter habe ich bereits Wollstoff, um mir die langärmelige Version als Pullover zu nähen.

Ja, ihr seht ganz richtig, ich habe bereits ein Artemis in weiss, aber der Stoff scheint reiner Polyester zu sein und an warmen Tagen entwickelt sich ein Geruch, der die Menschen um einen herum die Nase rümpfen lässt – was meist weit vor dem Moment geschieht, bevor man es selbst bemerkt. Um die beiden Shirts unterscheiden zu können, werde ich das nächste weisse Artemis wahrscheinlich mit 3/4 Ärmeln nähen.

Das letzte Artemis ist aus einem Jersey, mit orange-lila Ringeln. Ich wollte es eigentlich noch zu der Aktion 12 Colours of Handmade Fashion dazu nehmen, bis ich später auf den Fotos sah, dass es fast nur orange aussieht. Oh je, hatten wir Orange schon? Ich hatte eigentlich vor, keine Fotos vor Bekanntgabe der neuen Farbe zu posten… Für den Fall, dass Orange drankommt, betrachtet das Foto als Sneak Preview oder besser noch als antizipierter Sneak Preview.

Die nächste Teilnehmerin im Bereich Oberteile ist Hera. Wardrobe by me, ein dänisches Label von der lieben Christina Albeck, stellte diesen vor einiger Zeit auf Facebook gratis zur Verfügung. Nach der Frida Shorts und dem Slipdress ist es mein 3. Schnitt von ihnen. Warum ich ausgerechnet diesen gut gereiften Chiffon aus meinem Stofflager nahm – tja, diese Frage stellte ich mir während des Nähens auch immer wieder, wenn die untere Stofflage nach links, die obere nach rechts, ich aber beide Teile unter dem Nähfuss gern geradeaus gehabt hätte. Chiffon eben. Die restlichen Meter davon habe ich jetzt erstmal ganz nach hinten verbannt, bis ich nächstes Jahr vielleicht wieder vergessen habe, wie frustrierend er ist.

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Es ist wie es ist

Es ist wie es ist

Wenn man diesen Sommer anhand meiner seit Juni entstandenen Kleidung beurteilt, war er gigantisch. Das ist eine Sichtweise. Wenn ich aber erwähne, dass ich vorwiegend bei schlechtem Wetter genäht habe, kommen wir der Sache schon etwas näher.

Ich liebe das Frühjahr und den Sommer. Wenn es nach mir ginge, könnten wir bis Anfang Dezember immer um die 25 Grad haben. Dann für die Weihnachtsstimmung kurz Winter und gegen Januar gleich wieder Frühling.

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Die letzten Wochen und Monate habe ich meine Zeit an der Nähmaschine eng anhand der Wettervorhersage geplant. Das liegt nicht nur daran, dass ich das bisschen Sommer geniessen will, sondern begründet sich auch in der Tatsache, dass mein Nähatelier unter dem Dach eines schlecht bis kaum isolierten Miethauses ist. Folglich ist es dort oben im Sommer brütend heiss.

Heute ist so ein Tag. Am Vormittag konnte ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen. Danach bin ich schnurstracks in den Garten, um erst Fotos zu machen und mich dann auf die Liege zu werfen. Auch jetzt sitze ich noch in der Sonne und tippsel auf meinem Tablett den heutigen Beitrag. Und laut Wettervorhersage werde ich in den nächsten Tagen eher am Abend oder am morgen nähen, dafür tagsüber die Sonne geniessen. Ja, es ist schon reichlich luxoriös wenn man die Möglichkeit dazu hat, aber alles hat auch seinen Preis. Wer denkt, er würde jetzt gern mit mir tauschen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Tauschpaket ein Komplettset ist und sich einige unangenehme Überraschungen darin befinden.

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Es gab Zeiten, da hätte ich auf der Stelle tauschen wollen. Doch die Zeiten sind hoffentlich vorbei. Mir gefällt mein Leben und um das sagen zu können, musste ich sehr, sehr viel ertragen, lernen und immer wieder üben. Eine der wichtigsten Lektionen war, zu akzeptieren. Und ich glaube, sie war für mich auch die Schwerste. Mein innerer Kampf gegen mich selbst, meine Depressionen, meine Unzulänglickeiten, usw.  stand Tag für Tag ganz oben auf der Agenda. Menschen, die mir sagten, ich muss es eben akzeptieren, lächelte ich zwar an, murmelte ein „ja“, aber in mir schrie ich immer lauter „UND WIE, BITTE SEHR?“ Ich fühlte mich noch schlechter und ungenügender. Der Kreislauf begann von vorn.

Es müssen nicht immer gleich Depressionen und Selbstzweifel sein. Manchmal hat man Erwartungen, Hoffnungen, Wünsche, die nicht in Erfüllung gehen oder es einfach mal ander kommt, als erwartet. Da ist es wichtig, irgendwann loszulassen. Wie schwierig es ist, las ich heute in der aktuellen Ausgabe von Zeit Wissen. Darin berichtet eine Therapeutin, dass sie es selbst erst lernen musste, um ihren Klienten erfolgreich behandeln zu können. Ein sehr empfehlenswerter Artikel, der mich tatsächlich so beschäftigt hat, dass dieser Blogbeitrag fast von allein seine Wendung vom Thema Sommer und Nähen zu akzeptieren wechselt.

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Die Juniper – mit Jogginghose ins Büro

Die Juniper – mit Jogginghose ins Büro

Ihr Lieben,

ich habe gerade meinen gesamten Text mit voller Absicht gelöscht. Einerseits hatte ich bereits am Dienstag viel geschrieben (Link: Jumpsuit und Selbstbewusst sein) und zudem war unzufrieden damit. Viel Blabla um eine Hose, die eigentlich nicht viel Worte braucht. Anna Tong von Anniways Schnittmuster hat einen grossartigen Hosenschnitt entwickelt, der wandlungsfähig, gut nachzunähen und bequem ist. Anstatt eines Reissverschlusses und Knopf, wird ein breites Gummi in den Bund eingezogen. Die nötige Weite bekommt sie durch 2 kleine Bundfalten am Vorderteil. Wer will kann unten ein Bündchen annähen, sie zu einer Shorts kürzen oder aber auch eine Kordel mit Ösen zusätzlich zum Gummiband am Bund einziehen.  2 seitliche Vordertaschen und eine klassische Leistentasche (auch variabel gestaltbar) hinten sind für mich ideal und runden den Schnitt toll ab.

Alle reden von Transparenz – ich mach es

Juniper aus Leinen mit transparenten Einsätzen aus Chiffon am unteren Vorderbein und einer Leistentasche hinten.

 

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Die sommerlich-leichte Hose oder Pyjama + Jogging = Streetstyle

Die 2. Juniper ist etwas legerer aus einem Viskosestoff von Milliblus, der für mich perfekt ist. Statt der hinteren Eingriffstasche habe ich 2 quergestreifte Taschen aufgenäht.

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Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ja, was soll ich sagen – der eine oder andere erkennt das Kleid wieder und denkt sich, dass es das letzte mal aber blaugestreift war. Hier ist jetzt keiner Farbenblind, ich musste diesen Schnitt nur unbedingt nochmal machen und als Selmin aka Tweed and Greet für die 12 Colours of Handmade Fashion rot bekannt gab, war ich schnell entschieden, es nochmal mit roten Ringeln zu nähen. Darum kann ich hier wenig Neues erzählen und beschränke mich einfach auf die Farbe.

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Roter Teppich, Rotkäppchen und der Wolf, Rotkäppchen Sekt, rotes Tuch, Alarmstufe rot, rote Rosen, Rötung, Morgenrot, Abendrot, blutrot, rote Augen, Signalrot, rosarote Wolke, roten Kopf kriegen, es fehlt der rote Faden.

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Rostrot, Rot werden, die rote Lola, das Rote Meer, Rotkohl, Rothaut (politically totally incorrect!), Rotkehlchen, Rotwild, Rot am Mann (ach nee, dass war Not), Rot am See (ein Ort in Baden Würtemberg), Rothenburg, Rottweiler (keine Beschwerde bitte, da steckt das Wort rot sehr wohl drin. Den Rotstift braucht Ihr jetzt nicht ansetzen.

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